Innsbruck und LASK stürmen vorneweg

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Wacker Innsbruck verteidigt am achten Spieltag der Ersten Liga die Tabellenführung.

Die Tiroler gewinnen das Topspiel der Runde gegen die drittplatzierte Klagenfurter Austria mit 4:2. Im Abendspiel legt der LASK mit einem 5:1-Sieg in Kapfenberg nach und bleibt damit punktgleich mit Wacker auf dem zweiten Rang.

Liefering fertigt den damit weiterhin punktlosen FAC mit 4:1 ab, Austria Salzburg setzt sich in Lustenau mit 2:0 durch. St. Pölten gewinnt das niederösterreichische Derby gegen Wiener Neustadt zuhause mit 2:0.

Titelfavorit LASK hat zum Abschluss der 8. Runde in der Ersten Liga den Anschluss an Tabellenführer Wacker Innsbruck gewahrt.

Beim klaren 5:1-Auswärtserfolg in Kapfenberg legten die Linzer mit drei Toren innerhalb von sieben Minuten den Grundstein. Die Athletiker liegen mit 19 Punkten ex aequo mit Innsbruck an der Spitze, die viertplatzierten Steirer kassierten ihre dritte Saisonpleite.

Die Elf von Trainer Oliver Glasner lieferte beim dritten Erfolg in Serie eine Glanzleistung in punkto Effizienz ab. Knapp eine Viertelstunde war gespielt, als sich Thomas Hinum durch die gesamte Kapfenberger Hintermannschaft tankte und Manuel Kerhe perfekt bediente.

Die frühere WAC-Offensivkraft traf aus kurzer Distanz an KSV-Goalie Christoph Nicht vorbei zum 1:0 (14.). Sechs Minuten später war Nikola Dovedan nach einem Chip in den Strafraum schneller am Ball als Nicht. Schiedsrichter Alan Kijas entschied folgerichtig auf Elfmeter. Gartler verwandelte sicher ins rechte untere Eck (20.).

Unmittelbar nach Wiederanstoß gelang den Oberösterreichern der schnelle Ballgewinn, Dovedan umkurvte den steirischen Schlussmann und erhöhte auf 3:0 (21.). Danach schalteten die Oberösterreicher scheinbar einen Gang zurück und die statistisch beste Abwehr der Liga (fünf Gegentore) zeigte einige Schwächen.

Die beste Kapfenberger Chance in Halbzeit eins machte LASK-Verteidiger Ione Cabrera zunichte, der einen Kopfball von Christian Bubalovic von der Linie kratze (45.+1).

Nach dem Seitenwechsel schoss Dimitry Imbongo nach einer schönen Kombination aus kurzer Distanz drüber (50.). Auf der Gegenseite gelang LASK-Mittelfeldspieler Mario Reiter das 4:0 - sein erstes Tor seit seiner langwierigen Leistenverletzung (60.).

Der bisher letzte Treffer war Reiter im Wiener-Neustadt-Dress vor sechs Jahren geglückt. Bei Sergi Arimanys Ehrentreffer zum 1:4 machte LASK-Goalie Pavao Pervan keine gute Figur (72.). In der Schlussphase spielte der Aufstiegsanwärter den sechsten Saisonsieg sicher, allerdings mit einigen Schönheitsfehlern in der Defensive, nach Hause. In der fünfminütigen Nachspielzeit gelang Gartler nach Fröschl-Flanke sogar noch sein zweites Tor (93.).

Wacker-Innsbruck-Trainer Klaus Schmidt nahm aufgrund der Verletzung von Routinier Jürgen Säumel eine Systemumstellung vor. Die erzielte allerdings anfangs nicht die erwünschte Wirkung.

Die Gäste aus Klagenfurt waren im Tivoli Stadion zu Beginn das aktivere Team. Der mit aufgerückte Verteidiger Manuel Wallner schoss die Kärntner nach 17 Minuten nicht unverdient nach einem Eckball aus kurzer Distanz in Führung. Drei Minuten später bewahrte Wacker-Goalie Julian Weiskopf seine Mannschaft bei Patrik Elers Volleyabnahme vor dem 0:2.

Dann kamen jedoch die Tiroler auf, Florian Jamnig hatte mit einem Schuss an die Stange (32.) Pech. Unmittelbar vor der Pause entschied Schiedsrichter Sebastian Gishamer bei einem strittigen Zweikampf zwischen Dominic Pürcher und Florian Jamnig auf Elfmeter.

Goalgetter Thomas Pichlmann verlud Gäste-Goalie Filip Dmitrovic und traf sicher ins rechte untere Eck (45.+2). Nach dem Seitenwechsel schockte Wacker-Goalie Julian Weiskopf mit einem missglückten Ausflug seine Mannschaft, Eler traf den linken Pfosten (52.).

Dann schlich sich Alexander Hauser im Rückraum unbemerkt vors Tor und brachte eine Jamnig-Flanke volley im Tor zum 2:1 unter (67.). Nachdem Rajko Rep ein Missverständnis zwischen Siller und Weiskopf zum Ausgleich genutzt hatte (74.), gelang Pichlmann unmittelbar nach Wiederanstoß das 3:2 (75.). Christoph Freitag traf in der Nachspielzeit noch zum 4:2 (92.).

Das Premierenduell zwischen Austria Lustenau und Austria Salzburg entschied der Salzburger Aufsteiger 2:0 für sich. Ohne Kreativspieler Ernst Öbster, dafür mit Somen Tchoyi in der Innenverteidigung, spielten die Violetten eine blitzsaubere Auswärtspartie.

Nach einer halben Stunde gingen die Salzburger in Führung: Lukas Katnik bediente Valentin Grubeck per Stanglpass ideal, der Jungstürmer musste nur noch einschieben (33.).

Bei den Vorarlbergern ließ die Effizienz wiederum zu Wünschen übrig, in der Schlussphase traf der agile Ibrahim Bingöl zum 2:0 (88.). Für die von Lassad Chabbi trainierten Lustenauer setzte es die dritte Niederlage en suite.

Ungefährdet fiel der dritte Saisonsieg des SKN St. Pölten aus. Beim 2:0 im Niederösterreich-Derby gegen Wiener Neustadt traf Martin Hartl bei seinem ersten Saisoneinsatz nach drei Minuten artistisch aus der Drehung zum 1:0.

Patrick Schagerl stellte für die ersatzgeschwächten St. Pöltener nach einer halben Stunde völlig frei stehend auf 2:0. Kurz vor der Pause vergab Sturm-Leihgabe Danijel Klaric allein vor SKN-Goalie Christoph Riegler die größte Neustädter Chance auf den Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel ließen die Hausherren mehrere Chancen auf einen höheren Sieg ungenützt.

Weiter auf den ersten Zähler warten muss der FAC. Trotz einer 1:0-Führung verlor die Elf von Trainer Peter Pacult beim FC Liefering 1:4. Bernhard Luxbacher brachte die Floridsdorfer mit dem ersten Torschuss in Führung, nachdem Liefering-Torhüter Lawrence Ati einen Stanglpass nur nach vorne abwehren konnte (13.).

Zuvor blieb die Pfeife von Schiedsrichter Helmut Trattnig bei einem Handspiel von FAC-Verteidiger Andreas Bauer stumm. Auch eine spätere Ellbogen-Attacke von Lieferings David Atanga blieb ungeahndet.

Die Kicker der Red-Bull-Talenteschmiede - neben Atanga standen auch die oberhauserprobten Dimitri Oberlin und Konrad Laimer in der Startformation - drehten die Partie innerhalb von zwei Minuten:

Erst traf Xaver Schlager ins linke Kreuzeck (20.), dann verwertete Hwang Hee-chan eine Idealvorlage von Wiesinger zur erstmaligen Führung. In der 38. Minute kam ÖFB-Nachwuchs-Teamkeeper Tino Casali ohne Grund aus seinem Kasten - Hwang bediente Oberlin, der ins leere Tor zum 3:1 traf. Nach dem Seitenwechsel setzte Oberlin mit seinem zweiten Treffer des Spiels den Schlusspunkt (69.).

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