Templ vertagt SVM-Aufstieg

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Liefering gewinnt erneut nicht

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Mattersburg-Aufstieg in letzter Minute vertagt

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Der SV Mattersburg hat seinen ersten Matchball zum Bundesliga-Aufstieg nicht verwertet. Die Burgenländer trennten sich am Freitagabend in der 32. Erste-Liga-Runde beim direkten Tabellenkonkurrenten LASK mit 2:2. Dabei sahen die Burgenländer fast schon wie der Aufsteiger aus, durch einen Treffer in der vierten Minute der Nachspielzeit vertagten die Oberösterreicher aber die Aufstiegsentscheidung.

Florian Templ erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit per Kopf das 2:2. Zuvor hatten Torjäger Markus Pink (52.) und Thorsten Mahrer (78.) die Partie nach dem Linzer Führungstreffer von Shawn Barry (31.) gedreht.

Vier Runden vor Saisonende halten die Burgenländer damit weiterhin bei zehn Punkten Vorsprung auf die Linzer und nun auch im Rennen um den Erste-Liga-Titel alle Trümpfe in der Hand: Nachdem die - allerdings nicht aufstiegsberechtigte - Red-Bull-Talenteschmiede FC Liefering in St. Pölten mit 0:1 unterlag, liegen die Burgenländer nun punktegleich, aber mit dem besseren Torverhältnis, an der Tabellenspitze.

Im Abstiegskampf liegen die Teams auch nach der 32. Runde eng beisammen: Gleich sieben Teams kämpfen vier Runden vor Schluss noch um den Klassenerhalt.

Vier Spieltage sind in der zweiten Liga noch zu spielen und den Sechstplatzierten St. Pölten (39) und Letzten Hartberg (34) trennen nur fünf Punkte.

Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machten allerdings der Kapfenberger SV beim 3:2-Heimsieg über Horn und Austria Lustenau, das in Hartberg 2:0 gewann.

Der Tabellensiebente Wacker Innsbruck kam zuhause gegen den FAC nicht über ein torloses Remis hinaus.

Im Topspiel der Runde erwischten die Burgenländer beinahe einen Blitzstart. Thorsten Mahrer schoss in der Startminute jedoch mit zu viel Rücklage völlig frei stehend über das Tor von LASK-Goalie Pavao Pervan. Es sollte gleichzeitig die einzige Großchance der sonst so offensivstarken Mattersburger in der ersten Hälfte sein.

Auf der Gegenseite nahmen die Hausherren im Ausweichquartier Paschinger Waldstadion - auf der Linzer Gugl war Popstar Nena im Einsatz - zwar zunehmend das Heft in die Hand, die Linzer Führung fiel aber ausgerechnet nach einem strittigen Foulpfiff von Schiedsrichter Schörgenhofer. Der Unparteiische hatte ein angebliches Foul an Fabiano ausgemacht, die nachfolgenden Dovedan-Freistoßflanke verwertete der aufgerückte Verteidiger Shawn Barry artistisch per Hechtkopfball zum 1:0 (32.).

SVM dreht das Spiel, Templ vertagt Aufstieg

Nach dem Seitenwechsel gelang Pink in der 52. Minute nach einem Querschläger von LASK-Spieler Daniel Kerschbaumer von der Strafraumgrenze das 1:1 und damit sein zwölftes in der Frühjahrssaison, dem 17. insgesamt.

Während die Burgenländer gleich mit ihrem ersten Schuss aufs Tor jubelten, verzeichneten die Oberösterreicher in der Folge zwei Topchancen. Erst ging ein Dovedan-Freistoß nur hauchdünn am Tor vorbei (55.). Dann vergab Templ per Kopf die Chance auf die neuerliche Führung (71.).

Als nur noch 60 Sekunden die Elf von Trainer Ivica Vastic von der vorzeitigen Aufstiegsfeier trennten, traf Florian Templ in der 94. Minute zum 2:2-Endstand.

Neues in LASK-Trainerfrage

Bereits am Dienstag haben die Burgenländer im Heimspiel gegen Austria Lustenau die nächste Chance die Rückkehr ins Oberhaus zu fixieren. Verfolger LASK, der ob der Trainerfrage noch ohne Lizenz ist - der Pro-Forma-Übungsleiter für die nächste Saison muss in den kommenden Tagen genannt werden - gastiert in Horn.

Neben einem Trainer wollen die Oberösterreicher im Sommer auch einen Sportdirektor installieren. Laut LASK-Vorstand Manfred Schill ist Alfred Hörtnagl, dessen Vertrag beim deutschen Drittligisten Rot-Weiß Erfurt nicht verlängert wird, ein Thema bei den Linzern. "Er wäre sicher der optimale Mann für uns. Wir schauen jetzt, ob wir auch wirtschaftlich zu einer Übereinstimmung kommen", sagte Schill im Pauseninterview gegenüber dem TV-Sender Sky.

Unglücklich verlief das Auswärtsspiel des Tabellenführers FC Liefering in St. Pölten.

Schiedsrichter Ciochirca verwehrte den ohne zahlreiche Stammkräfte angetretenen Salzburgern - der etatmäßige dritte Torhüter Michael Höfler kam in der Schlussphase sogar als Feldspieler ins Spiel und sah nach einer Tätlichkeit Rot (92.) - gleich zwei Elfmeter.

Zu allem Überfluss lenkte Philipp Wiesinger eine Flanke ins eigene Tor (65.). Nachdem ein reguläres Tor von Lieferings Atanga aberkannt wurde (82.), musste auch David Gugganig mit Gelb-Rot vorzeitig vom Feld (84.).

Der Kapfenberger SV ist dem Klassenerhalt nach einem 3:2-Sieg über Horn und nunmehr neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge bereits sehr nahe gekommen.

Dabei verschliefen die Steirer die Anfangsphase völlig, Horn führte durch Nacho Casanova (6./per Kopf) und ein Eigentor von Christian Bubalovic (22.) früh mit 2:0.

Nach Bubalovics Anschlusstreffer (27.) drehte Kapfenberg sogar noch vor der Pause die Partie: Wendler besorgte von der Strafraumgrenze den Ausgleich (34.), Routinier Witteveen schob aus kurzer Distanz völlig frei stehend zum 3:2-Endstand ein (40.).

Die Niederösterreicher, die mittlerweile seit sechs Spielen in der Fremde sieglos sind, liegen punktegleich mit dem Tabellenletzten Hartberg auf Rang neun.

Weiter am Tabellenende rangiert der TSV Hartberg nach einer 1:3-Heimniederlage gegen Austria Lustenau.

Christoph Kobleder stocherte den Ball nach einem Eckball und einem schweren Abwehrpatzer zur Vorarlberger Führung über die Linie (21.). Trainersohn Serfedin Chabbi schlenzte den Ball nach einer Stunde aus spitzem Winkel über Hans Peter Berger zum 2:0 ins Tor (61.).

Nachdem der eingewechselte Marcel Schreter aus der Drehung die endgültige Entscheidung (83.) besorgt hatte, traf Philipp Lembäcker in der Nachspielzeit zum 1:3 Ehrentreffer (92.).

Keinen Befreiungsschlag im Abstiegskampf konnten Wacker Innsbruck und der Floridsdorfer AC setzen.

Beim torlosen Remis im Innsbrucker Tivoli-Stadion schafften es die Tiroler nicht, ihre Überlegenheit in Zählbares umzumünzen.

Die beiden Kontrahenten rangieren nun auf den Plätzen sieben und acht, die Wiener haben drei Punkte Vorsprung auf Horn, Wacker einen Zähler mehr.

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