Grödig mit meisterlichem Abschluss

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Im 36. und letzten Spiel der Erste-Liga-Saison gibt sich der Meister SV Grödig keine Blöße und fertigt Blau-Weiß-Linz locker mit 5:0 ab.

Durch den Sieg sind die Salzburger auch das beste Team des Frühjahres, da Kapfenberg beim Tabellen-Zweiten Altach mit 0:2 verliert.

St. Pölten schlägt Hartberg 1:0. Austria Lustenau gewinnt durch einen Treffer von Krajic, der seine Karriere beendet, gegen die Vienna ebenfalls mit 1:0. Der FC Lustenau unterliegt im vorerst letzten Profi-Spiel dem SV Horn 0:4.

SV Grödig - FC Blau-Weiß Linz 5:0 (3:0)

 

Aufsteiger SV Grödig hat sich aus der Ersten Liga standesgemäß mit einem Sieg verabschiedet. Die Salzburger setzten sich am Freitagabend in der 36. Runde in der Untersbergarena gegen das Schlusslicht FC Blau-Weiß Linz mit 5:0 (3:0) durch. Thomas Salamon (3., 35.) und David Witteveen (20., 85.) mit einem Doppelpack sowie Martin Harrer (46.) sorgten für klare Verhältnisse. Die Truppe von Chefcoach Adi Hütter gewann damit auch das vierte direkte Saisonduell mit den Linzern, sie bekam in der Folge den Meisterteller überreicht.

Die Grödiger blieben zum zehnten Mal in Folge unbesiegt und beendeten die Saison mit 75 Punkten - so viele Zähler hatte zuletzt die Admira in der Saison 2010/11 geholt. Für die Oberösterreicher geht die Saison in die Verlängerung, sie kämpfen Anfang Juni in Hin-und Rückspiel gegen den Regionalliga-Ost-Vertreter SC/ESV Parndorf um den Liga-Verbleib.

Die Hausherren starteten wie aus der Pistole geschossen. Ein Salamon-Volley aus spitzem Winkel ging durch die Beine von Linz-Goalie Daniel Bartosch und ins Netz (3.). In Minute 20 brachte Martin Kreuzriegler den Ball im Strafraum nicht weg und Witteveen musste nur noch vollenden. Eine Viertelstunde später überraschte Salamon den Linzer Tormann mit einem herrlichen Heber ins lange Eck.

Die Oberösterreicher agierten wie so oft im Herbst enttäuschend und kassierten eine noch empfindlichere Schlappe. Kaum eine Minute war nach Wiederbeginn gespielt, da erhöhte Harrer nach Witteveen-Vorarbeit auf 4:0. Für den Schlusspunkt sorgte Witteveen selbst, nachdem er sich gegen Ulrich Winkler durchgesetzt hatte (85.).

Bei den Salzburgern sind die Planungen für die Bundesliga übrigens weiter vorangeschritten. Philipp Zulechner wurde vom Liga-Konkurrenten Horn verpflichtet, er erhielt einen Einjahresvertrag mit Option. Der auslaufende Kontrakt von Thomas Zündel wurde um eine Saison verlängert. Keine Einigung konnte hingegen mit Witteveen erzielt werden, der 17-fache Saisontorschütze wird dem Verein also den Rücken kehren, genauso wie Stefan Lexa und Ernst Öbster, deren Abgang schon länger beschlossene Sache war.

SV Horn - FC Lustenau 4:0 (3:0)

Der FC Lustenau hat sein vorerst letztes Pflichtspiel in der Ersten Liga verloren. Die Vorarlberger unterlagen bei Aufsteiger Horn in der letzten Runde am Freitagabend mit 0:4 (0:3). Tazemeta brachte den Aufsteiger aus Horn nach acht Minuten in Führung, Milosevic (15.) und Mineiro (34.) erhöhten auf 3:0-Pausenstand. Sahanek setzte mit einem sehenswerten Treffer den Schlusspunkt (88.)

Der SV Horn startete besser ins Spiel und ging mit der ersten Chance in Führung: Nach einem Milosevic-Pass musste Tazemeta den Ball nur noch an FC-Keeper Gacevski vorbeischieben. Sieben Minuten später erkämpfte sich Milosevic den Ball im Mittelfeld, lief durch die gesamte Lustenauer Hälfte auf das Tor zu und hatte keine Mühe, den Ball zum 2:0 einzuschießen. Bei einem Eckball der Horner brachten die Lustenauer den Ball nicht weg und Mineiro stand an der zweiten Stange goldrichtig und musste den Ball nur noch einschieben.

In Hälfte zwei kontrollierten die Horner das Spiel über weite Strecken, ließen aber kurz nach dem Seitenwechsel durch Tazemeta die Chance auf das 4:0 aus. Horn-Keeper Stankovic entschärfte auch die beste Lustenauer-Chance von Cavallaro (60.). In der 88. Minute hob Marco Sahanek den Ball aus gut 30 Metern gekonnt über Keeper Filip Gacevski zum 4:0-Endstand.Durch die Niederlage der Vienna beendet der SV Horn die erste Saison in der Ersten Liga auf dem sechsten Tabellenrang. Fixabsteiger FC Lustenau wurde Achter.

SKN St. Pölten - TSV Hartberg 1:0 (1:0)

 Einen neuen Vereins-Punkterekord im Visier begann SKN St. Pölten am Freitag in der letzten Runde der Erste Liga wie aus der Pistole geschossen. Marcel Holzmann ließ die knapp 2.000 Fans im match gegen den TSV hartberg bereits nach fünf Minuten jubeln. Mit einem Freistoß aus knapp 30 Metern überraschte er auf dem glitschigen Boden Torhüter Stefan Krell. Die Führung ließ die Hausherren noch selbstbewusster werden, doch Kerschbaumer, Gorka und Sadovic vergaben die besten Möglichkeiten, die Partie vorzeitig zu entscheiden.

Eine Szene in der 35. Minute hätte die Partie in neue Bahnen lenken können. Nach einem Foul von Jano am Hartberger Tsoumou entschied Schiedsrichter Jäger auf Torraub und schickte den Spanier mit Rot in die Kabine. Mit einem Mann mehr kamen die Hartberger besser ins Spiel. So richtig Druck konnte die Elf von Interimstrainer Werner Ofner aber erst in den letzten 15 Minuten erzeugen – zu spät, um dem Spiel noch eine Wende zu geben. So blieb es beim knappen 1:0-Erfolg, der dem SKN mit 54 Punkte den erhofften Punkterekord und noch den Sprung auf Platz vier brachte.

Austria Lustenau - First Vienna FC 1:0 (0:0)

Austria Lustenau hat sein "schwarzes Frühjahr" am Freitag mit einem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen die Vienna abgeschlossen. Der überlegene Herbstmeister holte in den 17 Spielen des Jahres 2013 nur 16 Punkte (4-4-9), der dritte Rang hinter Aufsteiger Grödig und Altach war eine Enttäuschung. Daran änderte auch der dritte Sieg in Folge nichts. Den fixierte Gerald Krajic im letzten Match seiner Karriere via Innenstange (53.).

Die Vienna hatte stark begonnen und einige gute Chancen herausgespielt. Mitte der ersten Hälfte kamen die Gastgeber auf, doch auch ihnen gelang bis zur Pause kein Tor. Bei tiefen Temperaturen und starkem Regen nach dem Wechsel gelang Lustenau der Führungstreffer. Die Vienna-Abwehr war unaufmerksam, Krajic bezwang Keeper Braunsteiner aus rund 16 Metern. Slavov hatte fast im Gegenzug die Chance auf den Ausgleich, Torhüter Pösendorfer war aber auf dem Posten. In der letzten halben Stunde drängte die Austria, freilich ohne weiteren Erfolg.

Die Döblinger, bei denen Markus Speiser und Dominik Rotter für eine Saison verlängert hatten, büßten durch diese Niederlage den erst zwei Tage zuvor eroberten sechsten Platz wieder ein. Das Team von Alfred Tatar durfte sich nach starkem Frühjahr aber auch über Rang sieben, das beste Abschneiden in vier Saisonen in der Ersten Liga, freuen.

SCR Altach - Kapfenberger SV 2:0 (1:0)

Der Kapfenberger SV hat zum Abschluss der Erste-Liga-Saison die zweite Frühjahrsniederlage kassiert. Die Obersteirer unterlagen dem SCR Altach am Freitagabend auswärts mit 0:2 (0:1) und fielen damit in der Tabelle noch vom vierten auf den fünften Rang zurück. Die Altacher hatten ihren Vizemeistertitel schon zuvor fixiert, sie setzten sich vor 1.723 Zuschauern dank Toren von Louis Ngwat-Mahop (18.) und Boris Prokopic (64./Elfmeternachschuss) durch.

Die Vorarlberger schafften ihren fünften Sieg in Folge und setzten damit zum Saisonende zwei ungeschlagene Serien fort, gegen die Kapfenberger sind sie genauso wie insgesamt jetzt sieben Spiele ohne Niederlage.

Die Altacher verabschiedeten sich in der Cashpoint-Arena mit einer ansprechenden Leistung von den eigenen Fans. Die Mannschaft von Coach Damir Canadi kontrollierte die recht gefällige Partie, beim KSV war schon etwas die Luft draußen. In Minute 18 landete der Ball nach einem Corner im Strafraum vor den Füßen von Ngwat-Mahop, der KSV-Goalie Patrick Kostner, der nicht mehr entscheidend abwehren konnte, mit einem Volleyschuss bezwang.

Nach der Pause wurde Daniel Schöpf von Thomas Burgstaller im Strafraum gefoult, Prokopic traf nach einem schwach geschossenen Elfmeter im Nachschuss zum 2:0-Endstand (64.). In der Schlussphase wurde Kapfenbergs David Otter (86./Foul) noch ausgeschlossen. Die Altacher beendeten die Saison damit als bestes Liga-Heimteam.

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