Heißer Kampf in der Ersten Liga

Aufmacherbild

Auf geht's in die neue Erste-Liga-Saison!

Drei dazu gekommene Mannschaften starten mit den sieben verbliebenen in die fünfte Spielzeit seit Rückkehr zum Zehnerliga-Format.

Mit "Sky Go" gibt es auch erstmals seit vier Saisonen wieder einen Bewerbssponsor für die Erste Liga, der "im ersten Schritt" für zwei Jahre gewonnen werden konnte.

Der Titel-Kampf verspricht Spannung. Denn einen glasklaren Favoriten wie vergangene Saison Altach gibt es dieses Mal nicht.

Erstmals mit zwei Fix-Absteiger

Zweitens: Es gibt in dieser Saison zum ersten Mal zwei Fix-Absteiger.

"Dadurch erwartet uns eine strenge und spannende Meisterschaft", so Erste-Liga-Vorstand Erwin Fuchs, seines Zeichens auch KSV-Präsident.

Wacker Innsbruck als Bundesliga-Absteiger sowie die Aufsteiger FAC und LASK bringen als neue Mitglieder frischen Wind in die Liga.

Was passierte in der Sommerpause? Wie stehen die Chancen?

LAOLA1 checkt vor Saisonstart die zehn Erste-Liga-Klubs.

FC WACKER INNSBRUCK

Ausgangslage

Sofort wie möglich nach oben - so muss das Ziel eines Bundesliga-Absteigers immer lauten. Das ist auch beim FC Wacker nicht anders. Wie es nicht geht, zeigen vor allem die Beispiele Mattersburg und Kapfenberg aus der jüngeren Vergangenheit. Der "Tiroler Weg" wird einerseits von Präsident Josef Gunsch vorgegeben, der bekanntlich Wirtschaftlichkeit vor sportlichen Erfolg stellt. Dass heuer beides möglich ist, hat man auch den Sponsoren zu verdanken, die, so hört man, ihre Beiträge trotz des Abstiegs nur unwesentlich verändert haben.

Dennoch müsse man sich weiterhin konsolidieren - dafür wurde unter anderem bei Stadt und Land um eine 40-prozentige Reduktion der Infrastrukturkosten angefragt. Die scheint bisweilen aber noch nicht auf politische Gegenliebe gestoßen zu sein. Der sportliche Leithammel bleibt Michael Streiter (LAOLA1-Interview), der darum bemüht war, Führungsspieler in sein Team zu bekommen, was mit Andreas Hölzl, Jürgen Säumel oder Pascal Grünwald gelungen sein dürfte. 16 Abgänge müssen aber dennoch erstmal verkraftet werden.

Das sagt Trainer Michael Streiter

"Wir wollen uns finden. In dieser Liga muss man demütig sein und sich der Herausforderung stellen. Wir haben einen großen Schnitt mit vielen jungen Spielern gemacht. Die Qualität der Liga ist hoch. Vereine, wie LASK oder Austria Lustenau sollten in der Bundesliga spielen."

LAOLA1-Prognose

Das Ziel ist klar - die Prognosen aber vorsichtig. Immerhin ist die Erste Liga heuer so prominent besetzt wie schon länger nicht mehr. Der neue FC Wacker ist, trotz der routinierten Verstärkungen, sehr jung (23,36 Jahre im Durchschniit), also wäre es vermessen, den sofortigen Wiederaufstieg zu verlangen. Für das Spitzenfeld dürfte und sollte es aber allemal reichen.

SC AUSTRIA LUSTENAU

Neuzugänge Abgänge
Pascal Grünwald (Austria Wien) Lukas Hinterseer (Ingolstadt)
Andreas Hölzl (Sturm) Stipe Vucur (Aue)
Danijel Micic (WAC) Simon Piesinger (Sturm)
Jürgen Säumel (Wr. Neustadt) Andreas Kuen (Rapid)
Thomas Hirschhofer (Kapfenberg) Roman Wallner (Grödig)
Florian Jamnig (Wattens) Daniel Schütz (Grödig)
Simon Zangerl (Wattens) Christopher Wernitznig (WAC)
Rene Renner (Wallern) Darko Jevtic (Lech Posen)
  Thomas Löffler (Hartberg)
  Szabolcs Safar (Ritzing)
  Miroslav Milosevic (Ritzing)
  Tomas Abraham (Bad Vöslau)
  Michael Steinlechner (Wattens/Leih-Ende)
  Bright Edomwonyi (Liefering/Leih-Ende)
  Egoitz Jaio (Ziel unbekannt)
  Christoph Saurer (Ziel unbekannt)

Ausgangslage

2012 Vierter, 2013 Dritter, 2014 Zweiter, 2015 Erster? Die Vorarlberger greifen einmal mehr an, um den Aufstieg zu schaffen. Nach dem Katastrophen-Frühjahr 2013, als man als überlegener Tabellenführer in der Winterpause noch von Grödig und Altach abgefangen wurde, belegte das Ländle-Team zuletzt als "Best of the Rest" hinter Altach Platz zwei.

Im Gegensatz zu anderen Teams hat man nicht viel verändert, setzt auf Kontinuität im Jahr des 100-jährigen Bestehens. Dies und die entsprechende Breite könnten vom Vorteil sein. Der Heimvorteil bleibt vorerst bis 31. August bestehen, denn für die Bundesliga ist diese Lizenz-Auflage erfüllt - nur TV-Top-Spiele finden dort nicht statt.

Das sagt Trainer Helgi Kolvdisson

"Der Aufstieg ist immer wieder ein Ziel, wir wollen vorwärts kommen. Der Kader wurde breiter, wollten nicht viel verändern, sondern mehr über den Konkurrenzkampf unsere Qualität erhöhen. Letzte Saison haben wir die ersten vier Runden verpasst, weil wir erst unsere neue Spieler integrieren mussten."

LAOLA1-Prognose

Mit Patrick Salomon hat man einen Antreiber im Mittfeld verloren, Daniel Wolf soll in diese Rolle schlüpfen. Interessant zu beobachten wird sein, wie sich der Spanier Manuel Romay in der Offensive macht. Die Kader-Qualität und nun auch -Quantität, die es in dieser Liga auch braucht, machen Hoffnung. Austria Lustenau wird ein größeres Wort um den Titel mitreden.

FC LIEFERING

Neuzugänge Abgänge
Manuel Romay (La Coruna B) Patrick Salomon (Altach)
Alexander Aschauer (Vienna) Jose Alex Ikeng (Otelul Galati)
Daniel Wolf (Hartberg) Jürgen Patocka (Karriereende)
Eric Zachhuber (Wallern)
David Ölkü (Admira Amateure)
Yusuf Özuyer (Brühl/Leih-Ende)

Ausgangslage

Der FC Liefering hat seine Mannschaft im Gegensatz zum Vorjahr noch einmal stark verjüngt. Das Durchschnittsalter beträgt nicht einmal 20 Jahre, der älteste Kicker ist Felix Adjei mit 23 Jahren. Die "Alten" wie Rene Aufhauser, Wolfgang Mair und Andreas Bammer sind nicht mehr dabei, dafür wurden viele Nachwuchshoffnungen aus Salzburg und Leipzig geholt, die im Profi-Fußball Fuß fassen sollen.

Vergangene Saison konnten die Jung-"Bullen" als starker Aufsteiger den dritten Platz belegen. Einige Spieler wie Stefan Lainer oder Sandro Djuric wurden an Bundesligisten abgegeben, weiterhin steht die Entwicklung an oberster Stelle. Kein Wunder, denn der Aufstieg ist ohnehin nicht möglich.

Das sagt Trainer Peter Zeidler

"Wir haben vier Spieler in die Bundesliga gebracht, haben jetzt eine ganz andere Mannschaft. Es geht nicht darum, die Punktemarke aus dem Vorjahr zu übertreffen, sondern junge Spieler zu entwickeln. Rene Aufhauser (neuer Co-Trainer, Anm.) macht das sehr gut, identifiziert sich mit der Aufgabe als Trainer. Er ist eine große Persönlichkeit. Dass er sich entschieden hat, Trainer zu werden, ist für den ganzen österreichischen Fußball gut."

LAOLA1-Prognose

Jugend forscht heißt es weiterhin beim FC Liefering. Die Salzburger haben sich noch einmal ordentlich verjüngt und verschiedene Nachwuchs-Spieler von den diversen Red-Bull-Vereinen geholt. Man darf gespannt sein, wie es ganz ohne Routiniers ablaufen wird. Einer jungen Mannschaft darf man die eine oder andere Schwächephase zugestehen. Liefering wird sich ohne Druck in die Top 5 spielen.

SKN ST. PÖLTEN

Neuzugänge Abgänge
Stefan Petrovic (Pasching) Rene Aufhauer (Karriereende)
Michael Höfler (Pasching) Wolfgang Mair (Ziel unbekannt)
Duje Caleta-Car (Pasching) Andreas Bammer (Austria Salzburg)
Mathias Honsek (Stadlau) Ivan Kovacec (Altach)
Pires (RB Leipzig U19) Sandro Djuric (Grödig)
Venuto (RB Leipzig U19) Georg Blatnik (Ziel unbekannt)
Raphael (AKA Salzburg U18) Robert Völkl (Grödig)
Adel Halilovic (AKA Salzburg U18) Stefan Lainer (Ried)
Stefan Peric (AKA Salzburg U18) Alexander Schlager (RB Leipzig U19)
Konrad Laimer (AKA Salzburg U18) Christos Papadimitrou (RB Leipzig/Leih-Ende)
Keith Cardona (New York Red Bulls U23)
Bright Edomwonyi (Wacker/Leih-Ende)

Ausgangslage

Der SKN St. Pölten hat mit seinem neuen Trainer Herbert Gager bereits zwei Pflichtspiele hinter sich gebracht. Bei Admira Landhaus gewannen die Niederösterreicher klar 8:0, beim Europacup-Debüt unterlag man in Plovdiv knapp 1:2, machte aber nicht nur wegen des Auswärtstreffers eine gute Figur und darf sich Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Natürlich lautet aber das oberste Ziel in dieser Saison Aufstieg in die Erste Liga. Die Niederösterreicher schwimmen jedoch nicht im Geld und mussten deswegen auch schon Jano und Dober verabschieden. Nichtsdestoweniger gehört dieser Kader in die obere Hälfte. Dieses Mal sollte auch die Schwächeperiode des vergangenen Herbstes wegfallen.

Das sagt Trainer Herbert Gager

"Mit Parada haben wir einen weiteren Spanier geholt, der in die Jano-Rolle schlüpfen soll. Außerdem haben wir andere im Mittelfeld, die mehr Verantwortung übernehmen sollen, beispielsweise Kerschbaumer oder Hofbauer. Die Meisterschaft wird sehr ausgeglichen sein. Meine Mannschaft soll aktiv sein, wir wollen den Gegner früh stören."

LAOLA1-Prognose

Als Gerald Baumgartner noch St.-Pölten-Trainer war, hoffte der Salzburger, dass die Mannschaft vor allem in der Breite verstärkt werden würde, damit der große Wurf gelingt. Ob der Neo-Austria-Coach nun zufrieden wäre? Man darf Zweifel hegen, jedoch ist der Kader absolut in der Lage vorne mitzuspielen. Der Cup-Finalist wird sich in den Top 5 wiederfinden, dort ist alles möglich. 

KAPFENBERGER SV

Neuzugänge Abgänge
David Parada (Algeciras) Jano (SV Mattersburg)
Manuel Hartl (Horn) Andreas Dober (Ethnikos)
Daniel Segovia (WAC) Mirnel Sadovic (Ziel unbekannt)
Christian Hayden (Grödig) Cem Tosun (Denizlispor)
David Oberortner (Austria Amateure) Osman Bozkurt (Ziel unbekannt)
Patrick Schagerl (Vienna) Robert Gruberbauer (Vienna)
Daniel Fischer (AKA St. Pölten U18) Gerald Peinsipp (Horn)
Sebastian Starkl (AKA St. Pölten U18) Marco Talir (Amstetten)
Galan (Ziel unbekannt)

Ausgangslage

Der Trend bei den Falken zeigt nicht unbedingt nach oben. Seit dem Abstieg belegte man zwei Mal den fünften Platz und war jeweils meilenweit vom Wiederaufstieg entfernt. Die Rückkehr ins Oberhaus ist längst kein Thema mehr, vielmehr geht es darum, die Klasse zu halten.

Nicht weniger als 15 Spieler haben den Verein verlassen, darunter auch Kapitän David Sencar. Der prominenteste Neuzugang kam mit David Witteveen sehr spät, hatte vor zwei Jahren mit 17 Treffern für Grödig aber wesentlichen Anteil am Aufstieg der Salzburger. Die Hoffnung ruht damit auf vielen jungen Spielern. Gleich fünf Akteure aus dem eigenen Nachwuchs werden aus dem Falkenhorst gestoßen und sollen ihre Flügel ausbreiten.

Das sagt Trainer Kurt Russ

"17 Spieler sind gegangen, 14 gekommen. Normalerweise tauscht man den Trainer aus wenn es nicht läuft, wir haben jetzt einmal die Spieler ausgetauscht. Letztes Jahr hatten wir Probleme im Sturm, wir hoffen darauf, dass wir unter anderem mit David Witteveen diese lösen können.  Wichtig wird sein, dass man im Kopf stabil bleibt und sich vom Druck der zwei Fixabsteiger nicht beeinflussen lässt. Wir müssen daran glauben, etwas Großes bewegen zu können."

LAOLA1-Prognose

Kurt Russ steht vor einer Mammutaufgabe. So viele Abgänge muss ein Verein nach einer ohnehin ziemlich durchwachsen verlaufenen Saison erst einmal verkraften. Abgesehen von Witteveen, Perchtold und Suppan handelt es sich bei den Neuzugängen um unbekannte Namen. Sieht ganz nach einer schwierigen Saison aus, sprich Kampf gegen den Abstieg.

SV MATTERSBURG

Ausgangslage

Nein, so hat sich der SV Mattersburg nicht die erste Saison nach dem Abstieg vorgestellt. Die Burgenländer spielten nicht vorne mit, ganz im Gegenteil, sie sicherten sich am letzten Tag den Klassenerhalt. Trainer Ivica Vastic, der rund um Weihnachten als Nachfolger von Alfred Tatar (und Interims-Coach Markus Karner bzw. Franz Lederer) anheuerte, wurde daraufhin als Trainer bestätigt.

Mit Michael Mörz hat sich die Mattersburger Legende wie der lange Zeit verletzte Leistungsträger Manuel Seidl verabschiedet. Mit Jano sowie Onisiwo und Perlak hat man sich in der Tat gut und gezielt verstärkt. Stürmer-Star Patrick Bürger wird nach seinem doppelten Kreuzbandriss im Herbst ausfallen. Nach einer katastrophalen ersten Saison nach dem Abstieg scheint aber für diese Saison etwas Besserung in Sicht.

Das sagt Trainer Ivica Vastic

"Wir haben in der letzten Saison trotz aller Probleme gesehen, dass wir alle Teams schlagen können. Jedes Tor und jeder Punkt sind wichtig. Unser Plan war den Kader zu halten und uns punktuell zu verstärken. Das ist uns gelungen."

LAOLA1-Prognose

Rein vom Kader her wäre Mattersburg auch ein Kandidat für die Top 5. Die Frage stellt sich eher am Trainer-Sektor. Es ist wohl die letzte Chance für Ivica Vastic zu zeigen, dass er im österreichischen Profi-Fußball zurecht ein Trainer-Amt bekleidet. Der verdiente Ex-Kicker kam während der vergangenen Saison, nun ist er vollends drin. Der SVM lebte stets von vielen Emotionen, ob die Vastic vermitteln kann, darf weiterhin stark bezweifelt werden. Platz 6.

SV HORN

Ausgangslage

Horn will nach vorn. Nach einem schwachen Herbst spielten die Waldviertler ein gutes Frühjahr. Daran will man nun anknüpfen. An Selbstvertrauen mangelt es Trainer Willi Schuldes bestimmt nicht. Auf die Frage, mit welchem Platzierungswunsch er in die Saison startet, antwortete er kürzlich im "NÖN"-Interview: "Platz eins und aufsteigen!" - soweit wird es heuer noch nicht sein, allerdings, strebt die Vereinsführung langfristig das Oberhaus an. 2017 soll es soweit sein.

Personell wiegen die Abgänge der stark aufspielenden Gschweidl und Sahanek schwer - zeugen aber auch von der guten Entwicklungsarbeit des Vereins. Nachbesetzt wurde durchwechs mit jungen Spielern. Besonders gespannt darf man auf Austria-Leihgabe Valentin Grubeck sein, der mit den Jungveilchen im Vorjahr in der UEFA-Youth-League glänzte.

Das sagt Trainer Willi Schuldes

"Kontinuierliche Arbeit und die Weiterentwicklung der Spieler ist uns wichtig. Wir wollen uns in dieser Liga etablieren. Auch schon letzte Saison haben wir wichtige Spieler verloren und wussten diese zu ersetzen. Elf unserer Spieler sind 1993 oder später geboren. Wir sind in der Breite qualitativ dichter geworden, das soll sich zeigen. In der Innenverteidigung haben wir mit Solano einen weiteren Spanier geholt. Meine Spanisch-Kenntnisse werden sich dadurch noch weiter verbessern. Mein nächster Urlaub wird nach Spanien gehen."

LAOLA1-Prognose

"Schritt für Schritt in eine höhere Liga", lautet das Motto der Horner - ein erster Schritt aus dem Tabellenkeller wäre der erste. Ob das mit einer sehr jungen Truppe gelingt, darf bezweifelt werden. Dafür notwendig wäre eine deutliche Steigerung in der Defensive, mit 70 Treffern kassierte man 2013/14 ligaweit nämlich die meisten. Horn und Mattersburg matchen sich um Platz 6.

TSV HARTBERG

Neuzugänge Abgänge
David Witteveen (Wr. Neustadt) Naim Sharifi (Sturm)
Marco Perchtold (Grödig) Osman Ali (Wr. Neustadt)
Gernot Suppan (WAC) Andreas Lukse (Altach)
Christian Bubalovic (R. Velenje/SLO) Thomas Hirschhofer (Wacker Innsbruck)
Stefan Meusburger (Gratkorn) David Sencar (Hartberg)
Christian Petrovcic (Leoben) Filip Gacevski (Bregalnica Stip/MKD)
Takeshi Ito (Deutschlandsberg) Ibrahim Bingöl (Austria Salzburg)
Toshiro Yatsuzuka (Deutschlandsberg) David Fink (Kalsdorf)
  Pascal Zisser (Sturm/Leih-Ende, nun Neuberg)
  Paul Pajduch (Mettersdorf)
  Christian Haselberger
  Ivan Lendric
  Klemen Lavric
  Robert Labus
  David Otter

Ausgangslage

Was soll man dazu sagen? Nicht mehr viel, diese Lektüre sei an dieser Stelle empfohlen. Die Posse um die Trainer-Bestellung und -Ablöse einen Tag vor Saisonbeginn von Ivo Istuk machte alles, aber keinen guten Eindruck bei den Steirern. Nun sitzt der Vorgänger des bosnischen Ex-Trainers, Bruno Friesenbichler, wieder auf der Bank.

Hinsichtlich der Mannschaft wurden viele Spieler abgegeben und viele neue geholt. Der alte und neue Trainer war in der Vorbereitung nicht involviert, laut eigener Aussage liefen noch Planungen, dass er eine neue Position erst einnehmen würde. Alleine die Voraussetzungen lassen eine schwierige Saison erahnen.

Das sagt Bruno Friesenbichler (via Kleine Zeitung)

"Ich habe nach wie vor einen Vertrag bei Hartberg. Es liefen Planungen, dass ich einen neuen Aufgabenbereich bekommt. Jetzt bin ich eben wieder als Trainer hier. Hätte ich abgesagt, wäre mein Vertrag aufgelöst worden. Ich kenne die Mannschaft schon, aber bei der Kader-Zusammenstellung hatte ich keinen Einfluss. Es geht jetzt einfach darum, den Ist-Zustand zu analysieren und darauf zu reagieren."

LAOLA1-Prognose

Die Funktionärsebene hat eindrucksvoll gezeigt, dass sie bereit für den Abstieg wäre. Wer lässt sich von einem Sponsor einen Trainer eintrichtern, der mit den Spielern nicht sprechen kann und den man aus diesem Grund auch noch einen (!) Tag vor Saisonbeginn wieder entlässt? Obwohl entlassen ist der falsche Ausdruck, denn Vertrag hatte der Bosnier keinen. Wer verpflichtet in Zeiten wie diesen einen 60-jährigen ausländischen Coach, der kaum etwas vorzuweisen hat, wenn österreichische Trainer überzeugen? Hartberg hat eine Vorbereitung verschwendet und eigentlich beste Vorrausetzungen für einen Abstieg geschaffen. Bei zwei Fix-Absteigern ist die Chance auch groß...

FLORIDSDORFER AC

Neuzugänge Abgänge
Jano (St. Pölten) Michael Mörz (Schattendorf)
Karim Onisiwo (Austria Salzburg) Manuel Seidl (WAC)
Michael Perlak (Austria Salzburg) Philipp Steiner (Neusiedl)
Mario Brkljaca (Ziel unbekannt)

Ausgangslage

Nach fast 50 Jahren kehrte der Floridsdorfer AC (kurz FAC) wieder in die österreichische Zweitklassigkeit zurück und schaltete dabei Austria Salzburg in der Relegation nach einem 2:2 zu Hause klar mit 3:0 auswärts aus. Der Wiener Klub wurde zuvor ziemlich souverän Meister der Ostliga, vor den Austria Amateuren und dem SKU Amstetten.

Mit Hans Kleer, dessen Vertrag nach dem Aufstieg verlängert wurde, haben die Floridsdorfer einen Trainer, der schon bei Austria Lustenau Erfahrung in dieser Liga sammeln durfte. Am Spielersektor gilt das unter anderem für die Neuzugänge Arvedin Terzic und Lukas Mössner. Wenig überraschend heißt das Ziel bei den Wienern Klassenerhalt.

Das sagt Trainer Hans Kleer

"Mit unserem Aufstieg haben wir viele Menschen überrascht. Die meisten Leute hätten wohl lieber Austria Salzburg oben gesehen. Insofern war es schade, dass wir ausgerechnet die Salzburger ausschalten haben müssen. Das Kader-Gerüst ist gleichgeblieben, wir haben uns nur punktuell verstärkt und wollen jungen Spielern weiterhin die Chance geben. Wir kennen die Liga nicht, für uns wird viel Neuland sein. Richtig einschätzen werden wir uns erst nach der 7. oder 8. Runde können. Die Intensität wird auf jeden Fall gesteigert in der Ersten Liga."

LAOLA1-Prognose

Vergangene Saison stieg mit Parndorf einer der Aufsteiger gleich wieder ab, Liefering - mit ganz anderen Möglichkeiten - wurde Dritter. In jeglicher Hinsicht, nicht nur sportlich, ist Liga zwei ein Unterschied zum Amateurwesen namens Ostliga. Darauf wird sich auch der FAC einstellen müssen. Den Wienern steht ein harter Kampf gegen den Abstieg bevor und deswegen ist es nicht auszuschließen, dass es auch den FAC gleich wieder erwischt.

LASK

Ausgangslage

Nach zwei Jahren Absenz ist der Linzer Traditionsklub wieder in den Profi-Fußball zurückgekehrt. Nach dem Aufstieg haben die Oberösterreicher zum einen die Mannschaft den Anforderungen der Ersten Liga angepasst und verjüngt sowie die Ausländer-Plätze reduziert. Zum anderen wurden Spieler geholt, die die entsprechende Qualität für diese Liga besitzen. Einige dieser Sorte hatten die Linzer ja bereits in der Regionalliga.

Trainer Karl Daxbacher, in Linz "Kaiser Karl" genannt, kann dabei nun etwa auch auf Bundesliga-Kicker Thomas Hinum vertrauen, mit Florian Neuhold, Felipe Dorta und Harun Erbek kamen die richtigen Spieler für die richtige Liga. Mit der Euphorie  rund um die neue Klubführung - auch wenn aktuell wieder jemand an der Spitze gesucht wird - sowie den Aufstieg, der den Weg für neue Sponsoren (Hauptsponsor "Plus City") freimachte, startet der LASK mit Architekt Jürgen Werner neu durch.

Das sagt Trainer Karl Daxbacher

"Nach sportlich und wirtschaftlich problematischen Jahren sind wir wieder zurück im Profifußball. Für mich ist es auch eine persönliche Bestätigung, dass ich vor zwei Jahren die richtige Entscheidung getroffen habe, als ich zum LASK zurückgekehrt bin. Sportlich wissen wir nicht, wo wir stehen, aber es wird nicht einfach aufgrund der zwei Fixabsteiger. Die Fans des LASK haben auch in der Regionalliga zu uns gehalten. Wenn wir die ersten beiden Heimspiele gewinnen, dann können wir vielleicht eine kleine Euphorie entfachen. Die Testspiele haben mich zuversichtlich gestimmt. Wir müssen diese Leistung dann in der Liga umsetzen."

LAOLA1-Prognose

Es ist zu vernehmen, dass sich die "Freunde des LASK" nicht ganz eins sein sollen, ob bereits diese Saison der Totalangriff auf die Bundesliga erfolgt oder sich die Linzer erst wieder konsolidieren sollen. Alte Fehler sollten in jedem Fall vermieden werden. Klar ist, mit diesem Kader rund um die Routiniers Mario Hieblinger und Radovan Vujanovic sind die Top 3 realistisch. Sollte im Winter die Lage eine gute sein, wird wohl gleich der Totalangriff folgen.

Neuzugänge Abgänge
José Antonio Solano (WAC) Bernd Gschweidl (Grödig)
Mario Kröpfl (WAC) Manuel Hartl (SKN St. Pölten)
Markus Rusek (Admira) Harun Erbek (LASK)
Ilter Ayyldiz (Admira) Simon Abraham (Wallern)
Gerald Peinsipp (SKN St. Pölten) Jürgen Liebhart (Donaufeld)
Kevin Hinterberger (Amstetten) Markus Lackner (Admira)
Valentin Grubeck (Austria Wien U19) Philipp Posch (Admira)
Martin Kreuzriegler (BW Linz) Marco Sahanek
Lukas Tursch (AKA Linz)
Neuzugänge Abgänge
Oliver Pranjic (Admira) Daniel Wolf (Austria Lustenau)
Thomas Löffler (Wacker Innbruck) Roman Ostojic
David Sencar (Kapfenberger SV) Thomas Hopfer (Allerheiligen)
Jürgen Prutsch (Parndorf) Furkan Aydogdu (FAC)
Alexander Fröschl (Wacker Innsbruck) Lucas Wabnig (Lafnitz)
Florian Faist (Anger) Luca Tauschmann (Kalsdorf)
Alex Kanalas (Rudersdorf/Leih-Ende) Matthias Hopfer (Weiz)
Markus Gschiel (Oberwart/Leih-Ende) Robert Gamperl (Oberwart)
Lukas Waltl (Sturm) Haris Causevic
Thomas Schönberger (Kapfenberger SV) Edmir Adilovic (Karriereende)
Danijel Prskalo (Ritzing) Jürgen Rindler (Karriereende)
Dominik Frieser (Kalsdorf/Leih-Ende)
Neuzugänge Abgänge
Lukas Mössner (Pasching) Nenad Panic (Parndorf)
Arvedin Terzic (Wr. Neustadt) Brian Brem (Wiener Sportklub)
Furkan Aydogdu (Hartberg) David Jelenko (Stripfing)
Daniel Randak (Parndorf) Manuel Eidler (Simmering)
Thomas Gösweiner (Admira Amateure) Gregor Schmidt (Zwettl/Leih-Ende)
Daniel Maurer (Admira Amateure) Dalibor Stojanovic
Patrick Krammer (Schwechat)
Karim Sallam (Wiener Viktoria)
Aleksander Milenkovic (Wiener Viktoria)
Neuzugänge Abgänge
Thomas Hinum (Ried) Ivan Kovacec (Altach)
Maximilian Penz (Hoffenheim II) Attila Varga (Vorwärts Steyr)
Florian Neuhold (Altach) Wolfgang Klapf (Weißenkirchen)
Felipe Dorta (Altach) Mario Buric (St. Florian)
Harun Erbek (Horn) Dominik Stadlbauer (Pasching)
Daniel Kerschbaumer (Pasching) Benjamin Freudenthaler (Pasching)
Maximilian Ullmann (Pasching) Manuel Schörgenhuber (Pasching)
Tobias Pellegrini (Pasching) Bojan Mustecic (Pasching)
Lukas Grgic (Wallern) Benjamin Bachler (Pasching)
Bünyamin Karatas (Pasching)
Nenad Stankovic (Pasching)
Fabio Silva (Ziel unbekannt)
Zum Seitenanfang» 0 Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen