Chronologie der Lizenzentscheidungen seit 1997

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Das Lizenzierungsverfahren für die zwei höchsten Spielklassen des Landes wurde von der österreichischen Bundesliga unter Berücksichtigung des nationalen Rechts vor der Saison 1996/97 eingeführt und 2002 auf Basis der UEFA-Lizenz-Vorschriften überarbeitet.

Lizenzentscheidungen der Bundesliga seit der Einführung in der Saison 1996/97

1997: Die beiden Zweitligisten FavAC und Flavia Solva suchen nicht um die Lizenz an, beide steigen ab. Erstligist Vorwärts Steyr wird die Spielerlaubnis erst nach einer Berufungs-Sitzung erteilt.

1998: Steyr wird als erstem Club die Lizenz verweigert, nach Anruf des Ständigen Neutralen Schiedsgerichts dürfen die Oberösterreicher in der Saison 1998/99 doch in der höchsten Spielklasse starten.

1999: Allen 20 Clubs wird die Lizenz erteilt.

Jänner 2000: Zweitdivisionär Steyr wird durch die Bundesliga die Lizenz entzogen, der Verein stellt daraufhin den Spielbetrieb ein. Sieben Wochen später verliert auch der FCN St. Pölten seine Lizenz. Den übrigen Clubs wird die Spielberechtigung erteilt, neun davon erhalten Auflagen.

2001: Die Bundesliga erteilt allen Clubs die Lizenz, vier Vereine
aus der Bundesliga und sieben aus der Ersten Division erhalten
Auflagen.

2002: Dem mit 16 Mio. Euro verschuldeten regierenden Meister FC
Tirol wird die Spielerlaubnis verweigert. Schließlich lehnt auch das
Ständige Neutrale Schiedsgericht die Klage der Innsbrucker ab.

2003: Die Bundesliga verweigert unter anderem den Oberhaus-Clubs SV Salzburg und SW Bregenz die Lizenz, das Protestkomitee hebt diese Entscheidung jedoch auf. Leoben und der LASK (beide Erste Liga) erhalten ihre Spielerlaubnis erst nach einem Entscheid des
Schiedsgerichts.

2004: Die Bundesligisten Admira und SV Salzburg sowie der Erstligist SV Wörgl erhalten keine Lizenz, allen drei Clubs wird diese nach Einspruch beim Protestkomitee aber erteilt.

2005: Den Bundesligisten Admira und Bregenz sowie den Erstligisten Untersiebenbrunn und Wörgl wird die Lizenz in erster Instanz verweigert. Die Admira schafft es im zweiten Anlauf, Bregenz und Wörgl scheitern auch an der dritten Hürde, Untersiebenbrunn verzichtet überhaupt auf den Gang vor das Schiedsgericht.

2006: Die beiden Grazer Clubs Sturm und GAK erhalten ihre Lizenz erst in zweiter Instanz (Protestkomitee), Bundesliga-Absteiger Admira nach Entscheid des Schiedsgerichts. Sturm startet die Saison 2006/07 mit drei Minuspunkten.

2007: Das Ständige Neutrale Schiedsgericht lässt nach der Admira auch den GAK durchfallen, der erst kurz zuvor einen Zwangsausgleich
durchbrachte. Davor hatte das Protestkomitee unter anderem den beiden Wiener Großclubs Austria und Rapid sowie Wacker Tirol erst in zweiter Instanz die Lizenz erteilt, Rapid nur unter finanziellen Auflagen.

2008: Die Bundesliga verwehrt in erster Instanz dem Bundesligisten Austria Kärnten sowie den Erstligisten FC Kärnten und Bad Aussee die
Spielgenehmigung. Die Austria erhält die Lizenz in zweiter Instanz mit finanziellen Auflagen, der inzwischen insolvente FC Kärnten sowie die Steirer steigen ab.

2009: Austria Kärnten erhält die Lizenz als einziger Bundesligist erst nach dem Einspruch beim Protestkomitee. Aus der Erste Liga verzichtet Vöcklabruck schließlich auf den Gang vor das Schiedsgericht. Der DSV Leoben hatte erst gar nicht um die Lizenz angesucht.

2010: Bundesliga-Absteiger Austria Kärnten wird auch nach dem Gang vor das Schiedsgericht die Spielgenehmigung verweigert, die Kärntner melden kurz darauf Insolvenz an. Aus der Erste Liga erwischt es bei der Lizenz-Vergabe den FC Dornbirn, der auf eine Klage vor dem Schiedsgericht verzichtet.

2011: Wacker Innsbruck und dem LASK bzw. der Admira und dem FC Lustenau wird die Lizenz zunächst verweigert. Alle erhalten diese in zweiter Instanz.

2012: Dem LASK wird als einzigem der 20 Bundesligisten die Lizenz verweigert. Die Linzer erhalten diese auch nach der Klage vor dem Schiedsgericht nicht.

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