Südamerika verneigt sich vor Rekordsieger Uruguay

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Die Fußballmacht in Südamerika heißt nicht Brasilien oder Argentinien, sondern Uruguay.

Angeführt von WM-Star Diego Forlan bezwang die uruguayische Nationalelf im Finale der Copa America am Sonntag Paraguay verdient mit 3:0 (2:0).

Mit dem 15. Titel setzte sich "La Celeste" die Fußball-Krone auf - sie ist nun alleiniger Rekordmeister vor Argentinien.

"König von Amerika" - so jubelten heimische Medien das Team hoch.

Offensiv-Stars als Sieg-Garant

Mit Atletico-Madrid-Star Forlan, dem ein "Doppelpack" (42./90.) gelang, und Luis Suarez (12.) scorten der beste Spieler der Weltmeisterschaft 2010 und der zum besten Copa-Spieler gekürte Liverpool-Stürmer.

"Die Freude ist enorm, für die Leute, für alle, ich bin glücklich", sagte Forlan, der aber versicherte: "Ich wäre auch ohne (eigene) Treffer glücklich gewesen. Das 1:0 war in Ordnung. Egal, es ist gut zu treffen."

Der Top-Stürmer hatte seit dem "kleinen Finale" in Südafrika gegen Deutschland vor mehr als einem Jahr nicht mehr für die Auswahl Uruguays getroffen.

Copa-Titel als Familientradition

Für den 32-Jährigen ist der Copa-Titel fast Familienpflicht: "Mein Großvater gewann ihn (als Teamchef 1959 und 1967, Anm.), mein Vater (als Spieler 1967) gewann ihn und jetzt habe ich ihn gewonnen. Drei Generationen bei diesem Turnier, das gibt es nicht jeden Tag", sagte er stolz.

Sein Offensivpartner Suarez betonte den Teamgeist: "Die Mannschaft ist vereint. Sie hat gezeigt, dass das, was wir bei der WM geschafft haben, kein Glücksfall war."

Paraguay unterliegt zu zehnt

Die paraguayische "Albirroja" hatte in dem Finale vor allem in der zweiten Hälfte zwar auch Torchancen, konnte den zweifachen Weltmeister aber nicht bremsen.

Paraguay beendete das Match mit nur zehn Mann, weil der "Dortmunder" Barrios wenige Minuten nach seiner Einwechslung (76.) mit einer Muskelverletzung ausschied und schon drei Wechsel durchgeführt waren.

Coach Martino gab zu, dass Uruguay mit "mehr Intensität" auftrat. "Dies und zwei sehr gute Stürmer haben den Unterschied gemacht."

"Der König ist zurück"

Sein Widerpart Oscar Washington Tabarez feierte zurückhaltend. "Wir haben einfach eine Copa America gewonnen, die Nummer 15, und ich dachte, wir widmen den Titel allen Spielern und Trainern, die die anderen 14 Mal gewonnen haben."

Die Internet-Ausgabe von "El Observador" schrieb dagegen überschwänglich, Uruguay habe mit dem ersten Copa-Titel seit 1995 erneut Geschichte geschrieben: "Der König von Amerika ist zurück."

Mit dem Sieg qualifizierte sich Uruguay für den Confederations Cup 2013 in Brasilien, das wie auch Gastgeber Argentinien überraschend im Viertelfinale ausgeschieden war.

Die 44. Auflage der Copa America wird 2015 von Brasilien ausgerichtet, das 2014 auch Gastgeber der WM ist.

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