Braslien scheidet gegen Paraguay im Elferschießen aus

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Die Giganten des südamerikanischen Fußballs haben mit dem Ausgang der 43. Meisterschaft um die "Copa America" nichts mehr zu tun.

Nach Veranstalter Argentinien musste am Sonntagabend im Viertelfinale auch Brasilien Abschied nehmen. Der Rekordweltmeister ging in La Plata gegen Paraguay nach 120 torlosen Minuten im Elferschießen 0:2 k.o.

Venezuela schaffte in San Juan durch ein 2:1 über Chile als letztes Team den Aufstieg.

Uruguay kämpft um Rekord

Damit lauten die Paarungen im Halbfinale Peru - Uruguay (Mittwoch, 2.45 Uhr MESZ in La Plata) und Paraguay - Venezuela (Donnerstag, 2.35 Uhr MESZ, in Mendoza). Die zwei Sieger spielen am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) im Estadio Monumental von Buenos Aires um die Nachfolge von Titelverteidiger Brasilien.

Die Uruguayer (zuletzt 1995), die wie Argentinien (1993) die Trophäe je 14-mal gewonnen haben, könnten zum alleinigen Rekordsieger avancieren.

Am Elferpunkt kläglich

Die Basilianer, die in der Gruppenphase gegen Paraguay auch nur ein Remis erreicht hatten, verabschiedeten sich letztlich auf blamable Art und Weise. In der Entscheidung vom Punkt versagten ihnen durch die Bank die Nerven, verjuxten sie doch gleich vier Penaltys.

Elano schoss hoch über das Tor, Thiago Silva scheiterte an Keeper Justo Villar, Andre Santos zirkelte den Ball neben die Stange und auch Fred verfehlte das Gehäuse. Auf der Gegenseite machte es ihnen zuerst Barreto gleich, dann aber trafen Estigarribia und Riveros.

Chancen nicht genutzt

Die "Selecao", die zuletzt zweimal im Finale gegen Argentinien triumphiert hatte, arbeitete in den 120 Minuten durch Robinho, Pato, Neymar und Co. Chance um Chance heraus, scheiterte aber entweder am überragenden Torhüter Villar oder am mangelnden Glück.

"Der Gegner dominierte, wir haben uns aber gut verteidigt und am Ende war es dann eine Lotterie", kommentierte Villar, der mit seinen Vorderleuten im Halbfinale steht, ohne eine Partie in der regulären Spielzeit gewonnen zu haben.

Paraguay noch ohne Sieg

0:0 gegen Ecuador, 2:2 gegen Brasilien und 3:3 gegen Venezuela lautete ihre Bilanz in der Gruppenphase. Mano Menezes, der Teamchef der favorisierten Brasilianer, gab sich als fairer Verlierer und suchte den Grund in den eigenen Reihen: "Es braucht mehr als den Siegeswillen, man benötigt Tore, und das war das einzige, das uns gefehlt hat."

Die Partie beendeten beide Teams mit nur zehn Mann, nachdem Lucas Leiva (BRA) und Antolin Alcaraz (PAR) wegen einer Boxeinlage nach 103 Minuten Rot gesehen hatten.

Venezulea gewinnt

Während sich neben Uruguay auch schon Peru (zuletzt 1975) und Paraguay (1979) je zweimal in die Siegerliste der Südamerika-Meisterschaft eingetragen haben, ist Venezuela der einzige Semifinalist ohne Turniersieg.

Der erst zweite Sieg Venezuelas im 22. Duell mit Chile machte die Premiere möglich. Für die "Vinotintos", die als bisher bestes Abschneiden in der "Copa" Rang fünf 1967 zu Buche stehen haben, scorten Oswaldo Vizcarrondo (35.) und Gabriel Cichero (80.).

"Das ist ein historische Augenblick, aber meine Spieler sind nicht zufrieden, sie wollen mehr", sagte ihr Teamchef Cesar Farias überglücklich.

Auch Chile glücklos

Die Chilenen waren zwar nach der Pause die spielbestimmende Mannschaft, ein Treffer blieb ihnen aber lange Zeit verwehrt. Erst 20 Minuten vor dem Ende hatte Humberto Suazo zum 1:1 ausgeglichen.

Auch in dieser Partie gab es zwei Ausschlüsse. Tomas Rincon (93.) wird den Venezolanern im Semifinale fehlen, Chile hatte schon vorher Gary Medel (83.) verloren.

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