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Foda: "Bin voll überzeugt, dass wir aufsteigen"

Meister SK Sturm Graz trennen nur mehr 90 Minuten oder im Falle einer Verlängerung etwas mehr von einem Einzug in eine Europacup-Gruppenphase.

Nach dem 1:1 in Georgien haben die Schützlinge von Coach Franco Foda am Mittwoch im Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League in der UPC-Arena gegen den FC Zestafoni gute Karten, den Aufstieg ins Play-off zu fixieren.

Die Grazer strotzen momentan allerdings nicht vor Selbstvertrauen. In der Bundesliga rutschten die Steirer nach dem Auswärts-0:3 im Steiermark-Derby gegen Kapfenberg mit nur zwei Punkten aus drei Spielen auf den letzten Tabellenplatz ab.

Dazu kommt die größtenteils auch magere Vorstellung in den bisherigen Europacup-Spielen sowie die Verletzungsproblematik.

Hölzl und Standfest könnten Comeback geben

Matthias Koch muss nach seinem am Samstag erlittenen Schlüsselbeinbruch rund zwei Monate pausieren, mit Christian Klem ist ein potenzieller Ersatzmann mit der ÖFB-U-20-Auswahl bei der WM in Kolumbien.

Deshalb gehen Foda vor allem im zentralen defensiven Mittelfeld die Alternativen aus, Manuel Weber und Trainersohn Sandro scheinen gesetzt.

Weiter kein Thema sind auch die verletzten Ferdinand Feldhofer und Haris Bukva. Dafür könnten Andreas Hölzl und vielleicht auch Joachim Standfest, die beide wieder mittrainierten, ihr Comeback geben.

"Das 0:3 ist längst abgehakt, wir konzentrieren uns jetzt ausschließlich auf das Spiel am Mittwoch", betonte Foda.

Foda von Aufstieg überzeugt

Da dürfte es vor allem an vorderster Front zu Umstellungen kommen. "Wenn wir kein Tor zusammenbringen, muss ich irgendwie reagieren", kündigte der Sturm-Coach an.

Das spricht für ein Debüt von Darko Bodul, der laut Foda "sehr wohl ein Thema ist" und gemeinsam mit Roman Kienast stürmen könnte.

Trotz der schwierigen Situation ging Foda zuversichtlich in das Rückspiel. "Ich bin voll überzeugt, dass wir aufsteigen. Wir haben wirklich sehr gut trainiert und die Stimmung ist auch gut. Die Mannschaft hat die Niederlage gegen Kapfenberg sehr gut verkraftet", begründete der Sturm-Trainer seinen Optimismus.

Verstärkung im Falle eines Aufstiegs?

Sollten die Grazer am Mittwoch den Aufstieg schaffen, wären sie schon fix zumindest für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert; für den Fall des Ausscheidens im folgenden Playoff zur Champions League. Das könnte sich bei den Grazern auch personell positiv auswirken.

"Wenn wir den Aufstieg schaffen, werde ich mit dem Präsidenten die Möglichkeit einer weiteren Verstärkung abklären", sagte Foda.

Immerhin dürften sich die Grazer in diesem Fall schon fix über Einnahmen in der Höhe von 3,1 Millionen Euro (2,1 Millionen für CL-Play-off und 1 Million Startgeld Europa League) freuen.

Fans der Nordkurve werden Mannschaft unterstützen

Bei einem Aus am Mittwoch ist die Europacup-Saison aber auch noch nicht zu Ende, geht es für jenen Klub doch im Playoff zur Europa League weiter.

Die Georgier, die erst am kommenden Wochenende in die nationale Meisterschaft starten, haben jedenfalls noch nicht aufgegeben. "Es ist noch nichts entschieden", meinte Zestafoni-Coach George Geguchadse.

Die Grazer können auf die Unterstützung von rund 10.000 Fans bauen. Auch die Vertreter der Nordkurve, die zuletzt gegen die ihrer Meinung nach hohen Ticketpreise protestiert hatten, werden ihr Team anfeuern.

Am Montagabend hatten sich Verein und Fan-Vertreter darauf geeinigt, dass es in der nächsten Runde unabhängig vom Gegner faire Kartenpreise geben werde.

Mögliche Aufstellungen SK Sturm Graz - FC Zestafoni:
(Graz, UPC-Arena, 20.30 Uhr, SR Antony Gautier/FRA):

Sturm Graz: Gratzei - Ehrenreich, Neuhold, Burgstaller, Popkhadze - Wolf, Weber, S. Foda, Hölzl - Bodul, Kienast

Ersatz: Cavlina - Dudic, Pürcher, Standfest, Maric, Kainz, Muratovic, Haas, Szabics, Weinberger

Es fehlen: Klem (U-20-WM), Bukva, Koch, Feldhofer (alle verletzt)

Zestafoni: Kwaschwadse - Gongadse, Kobachidse, Oniani, Eliawa - Gorgiaschwili - Aptsiauri, Dsaria, Grigalaschwili - Gelaschwili, Dwali

Ersatz: Mamaladse - Aladaschwili, Benaschwili, Tsinamdsgwrischwili, Chankotadse, Dauschwili, Gagoschidse, Babunaschwili, Getsadsem, Sardalischwili, Lomia

Es fehlt: Chidescheli (verletzt)

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