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Die Bayern stehen mit einem Bein im Viertelfinale

Es bedürfte eines Selbstfallers ungeahnter Größe. Bayern München geht am Mittwoch (ab 20:30 Uhr im LIVE-Ticker) mit einem komfortablen 3:1-Vorsprung ins Achtelfinal-Rückspiel der Champions Legaue zu Hause gegen Arsenal.

Die Engländer glauben zwar an ihre Minichance, bräuchten für das "Wunder von München" aber zumindest drei Tore. Die hat in dieser Saison in der Allianz-Arena noch kein Team geschossen.

Geschichte spricht für Bayern

Alles spricht für den Vorjahresfinalisten.

Noch nie in der Champions-League-Geschichte hat ein Team einen Zwei-Tore-Rückstand aus einem Heimspiel aufgeholt, dazu haben die Münchner in der Königsklasse zu Hause noch nie 1:3 oder höher verloren.

"Wir wollen klarstellen, dass hier nichts zu holen ist", sagte Bayern-Kapitän Philipp Lahm. "Wir sind noch nicht eine Runde weiter. Aber wenn wir von Anfang an konzentriert sind, ist es schwer, uns zu schlagen."

Ribery fällt aus

ÖFB-Jungstar David Alaba wird es als Linksverteidiger wohl hauptsächlich mit Theo Walcott zu tun bekommen, sein Vordermann Franck Ribery fällt allerdings mit einer Bänderdehnung im Knöchel aus.

Mir Arjen Robben wartet hochklassiger Ersatz. "Wichtig für mich ist, dass Arjen in Vollbesitz seiner Kräfte ist", erklärte Bayern-Trainer Jupp Heynckes, nachdem der Niederländer zuletzt beim 3:2-Zittersieg in der Liga gegen Fortuna Düsseldorf pausiert hatte.

Bastian Schweingsteiger und Jerome Boateng fehlen gesperrt. Dennoch rechnet der überlegene deutsche Tabellenführer mit dem dritten Viertelfinaleinzug in den vergangenen vier Jahren.

Jupp Heynckes warnt

"Ich kenne und schätze Arsene Wenger. Deshalb weiß ich, dass Arsenal alles versuchen wird", warnte Heynckes.

Tatsächlich dürfte der Arsenal-Trainer eine sehr offensive Formation aufs Feld schicken - obwohl Spielmacher Jack Wilshere und wahrscheinlich auch Ex-Bayern-Stürmer Lukas Podolski mit Knöchelproblemen ausfallen.

"Ja, die Chance ist klein. Aber die Chance ist da, das Unmögliche möglich zu machen", meinte Wenger. "Unsere Mentalität ist es, dorthin zu fahren, ambitioniert zu sein und Dinge zu provozieren. Wir haben einen ehrgeizigen Plan."

Frühes Tor vonnöten

Ein frühes Tor könnte dem Spiel noch einmal etwas Würze verleihen. "Wir werden nicht denken 'wir qualifizieren uns sowieso nicht'", betonte Wenger.

Die Londoner, in der Liga nur auf Rang fünf, sind Englands letzte kleine Hoffnung im Bewerb. Erstmals seit 1996 könnte das Viertelfinale der Königsklasse ohne Vertreter von der Insel in Szene gehen.

Malaga will es Real gleichtun

Auch aus Spanien hat es vorerst nur Rekordsieger Real Madrid in die Runde der letzten acht geschafft. Will Malaga am Mittwoch folgen, bedarf es zumindest eines Heimsieges gegen den FC Porto.

Die Portugiesen hatten das Hinspiel mit 1:0 für sich entschieden. "Die Spieler, die Mitarbeiter und jeder sonst weiß, dass das die wichtigste Partie in der Geschichte Malagas ist", versicherte der in Porto geborene Mittelfeldspieler Duda.

Vor fünf Jahren noch Zweitligist, steht der Champions-League-Debütant nach einem schrittweisen Versiegen der Zahlungen der Clubbesitzer aus Katar vor einer ungewissen Zukunft.

Viertelfinale könnte Überleben sichern

Der Viertelfinal-Einzug könnte das Überleben des Vereins sichern. "Wir möchten nicht, dass das nur eine Episode ist", erklärte der frühere Bayern-Verteidiger Martin Demichelis. "Für Malaga ist das ein Traum, der wahr geworden ist."

Porto will einen Erfolgslauf wie zuletzt 2004 hinlegen. "Wir haben alle das Ziel, die Champions League zu gewinnen", versicherte Spielmacher Joao Moutinho, der im Hinspiel den einzigen Treffer erzielt hatte.

Der Schlüsselspieler war zuletzt angeschlagen, sollte aber zur Verfügung stehen. Der portugiesische Meister will trotz der Führung angreifen. "Wir können überall ein Tor schießen", erinnerte Kapitän Lucho Gonzales.

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