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Bayern mit Selbstvertrauen ins Rückspiel

Der FC Bayern München kämpft am Dienstag gegen das vorzeitige Scheitern in der Champions League.

Im Achtelfinal-Rückspiel vor eigenem Publikum gegen den FC Basel muss ein 0:1-Rückstand wettgemacht werden, ansonsten ist der Traum von der Final-Teilnahme im eigenen Stadion vorzeitig geplatzt.

Bayern mit viel Selbstvertrauen

Trainer Jupp Heynckes geht nach der gelungenen Generalprobe gegen Hoffenheim "sehr zuversichtlich" in das Duell mit dem Schweizer Meister. "Das 7:1 kam zum richtigen Zeitpunkt", erklärte Heynckes.

Seine Mannschaft sei "extrem gefordert", betonte der Coach. "Wir wollen ins Viertelfinale, deshalb brauchen wir eine Top-Leistung." Heynckes fordert eine "homogene" Darbietung seiner Mannschaft wie gegen Hoffenheim.

Verletzungssorgen bei Bayern

Heynckes hofft, dass die angeschlagenen Akteure wie Torjäger Mario Gomez (Fleischwunde am Schienbein) einsatzfähig sein werden. Bastian Schweinsteiger wird wohl nicht in der Startelf stehen, wie sowohl der Trainer als auch der deutsche Nationalspieler selbst bei der Pressekonferenz am Tag vor dem Spiel andeuteten.

Er werde nicht "sauer" sein, wenn er nicht von Anfang spiele, kündigte Schweinsteiger an. Entscheidend sei, dass der FC Bayern weiterkomme: "Ob ich spiele, ist sekundär."

Anstelle von Schweinsteiger dürfte Luiz Gustavo im zentralen Mittelfeld agieren, für David Alaba ist wohl wie schon gegen Hoffenheim der Platz links in der Viererkette reserviert. Sein Landsmann Aleksandar Dragovic ist in der Innenverteidigung des FC Basel gesetzt.

"Jahrhundertspiel" für Basel

Dragovic' Trainer Heiko Vogel nannte "Mut" als "entscheidenden Faktor" für eine mögliche weitere Überraschung des Schweizer Tabellenführers. Die Stürmer Marco Streller und Alex Frei bezeichneten den FC Basel als krassen, aber nicht chancenlosen Außenseiter.

"Das Spiel ist für uns ein Jahrhundertspiel - wir können nur gewinnen", erklärte Kapitän Streller. "Es braucht ganz viel Schwein und ein nächstes Wunder", sagte Frei zur Aussicht auf das Viertelfinale.

Inter zuversichtlich

Im zweiten Dienstag-Match glaubt Inter Mailand trotz eines 0:1 im Hinspiel gegen Olympique Marseille fest an den Einzug ins Viertelfinale. "Mit unseren Fans im Rücken können wir den Rückstand aufholen", prophezeite Stürmerstar Diego Milito.

Nach wochenlanger Talfahrt und sieben Spielen ohne Sieg wittert der Champions-League-Sieger von 2010 gegen die Franzosen seine Chance.

"Gegen Marseille kommt die Wende", kündigte Inter-Präsident Massimo Moratti nach dem 2:0 am Freitag in der Serie A gegen Chievo an. Dass Olympique nach vier Liga-Niederlagen in Folge ohne ein erzieltes Tor verunsichert nach Italien reist, kommt Inter gerade recht.

Vor dem Duell mit Marseille übten die Inter-Kicker den Schulterschluss mit ihrem zuletzt oft kritisierten Trainer Claudio Ranieri, der nach dem Sieg gegen Chievo tief bewegt war. "Wir stehen alle zu Ranieri. Seine Tränen haben große Bedeutung. Sie zeigen, wie sehr er das Ruder herumreißen will", meinte Milito.

Auch Lyon ist im Tief

Während Ranieri zuletzt ein wenig aufatmen konnte, steht Lyon-Coach Didier Deschamps unter Druck. Der glückliche 1:0-Hinspielsieg gibt keine Sicherheit, zumal die Talfahrt in der Liga Selbstvertrauen gekostet hat.

Ein Lichtblick für Deschamps, der als Spieler nie gegen die Mailänder verloren hat, ist die kürzer werdende Verletztenliste. Vor dem Duell mit Inter haben sich Stürmer Loic Remy, der offensive Mittelfeldspieler Mathieu Valbuena und der Kameruner Stephane Mbia im defensiven Mittelfeld zurückgemeldet

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