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Liverpool vor "Finale" gegen Basel unter Druck

Fünf Aufstiegsplätze sind vor der letzten Runde der Champions-League-Gruppenphase noch zu vergeben, drei der Achtelfinaltickets werden am Dienstag (20.45 Uhr) verteilt.

Während Granden wie Atletico und Real Madrid, Arsenal oder Borussia Dortmund schon fix weiter sind, müssen sich Juventus Turin und Liverpool noch anstrengen.

Für die "Reds" heißt es gegen Basel sogar "alles oder nichts".

"Wir müssen ruhig bleiben"

Mit dem müden 0:0 in der Premier League gegen Sunderland machte Liverpool den Schweizern am Samstag wohl nicht unbedingt Angst.

Basel, in der Vorsaison der Europa-League-Achtelfinalbezwinger von Salzburg, ist mit sechs Zählern Zweiter, Liverpool mit vier Punkten Dritter.

"Wir müssen ruhig bleiben", mahnte Liverpool-Coach Brendan Rodgers. Für sein Pendant bei Real Madrid, Carlo Ancelotti, sind die Schweizer Favorit.

"Sie sind derzeit in besserer Form als Liverpool, in sehr guter physischer Verfassung", erklärte er nach dem 1:0-Sieg in Basel vor zehn Tagen. "In diesem Moment hat Basel einen kleinen Vorteil."

Rodgers hofft auf Gerrard

Basel-Coach Paulo Sousa sah es ähnlich. "Ich denke, Ancelotti hat recht, weil wir jenes Team waren, das Real in der Gruppe bisher am meisten Probleme bereiten konnte", meinte der Portugiese, dessen Truppe in der Schweizer Liga am Samstag beim FC Luzern souverän 3:0 siegte.

Rodgers wiederum hofft auf Sternstunden von Steven Gerrard, der gegen Sunderland geschont wurde. "In den großen Spielen liefert er immer die großen Taten", sagte der Trainer.

Verteidiger Kolo Toure war sich der Dramatik der Partie bewusst. "Es ist wie ein Finale", stellte der Ivorer klar. Zuletzt hatte der CL-Gewinner 2004/05 in der Saison 2008/09 die Gruppenphase überstanden.

Real will spanischen Rekord

Real, bisher als einziges CL-Team makellos, könnte mit einem Heimsieg gegen das bulgarische Schlusslicht Ludogorez Rasgrad mit dem 19. Pflichtspielsieg en suite einen spanischen Rekord fixieren.

Zudem geht das Rennen zwischen Barca-Star Lionel Messi (74 CL-Tore) und Real-Goalgetter Cristiano Ronaldo (71) in die nächste Runde.

In Gruppe A ist Juventus zuhause gegen den spanischen Meister Atletico Madrid gefordert.

Zwar liegt man drei Punkte vor Olympiakos Piräus, könnte bei einer Niederlage aufgrund der schlechteren Bilanz im direkten Duell aber noch auf Rang drei zurückfallen - einen Heimerfolg der Griechen über Salzburgs Quali-Stolperstein Malmö FF vorausgesetzt.

Leverkusen will den Gruppensieg

In Gruppe C will Bayer Leverkusen drei Tage nach dem kräftezehrenden 0:1 gegen die Bayern beim abgeschlagenen Schlusslicht Benfica Lissabon noch einmal alle Kräfte mobilisieren.

Zwar ist der aktuelle Leader fix weiter, könnte bei einem Sieg von Monaco gegen Zenit St. Petersburg jedoch noch vom Club aus dem Fürstentum verdrängt werden.

"Lissabon will sich nicht sang- und klanglos aus dem europäischen Wettbewerb verabschieden", warnte Bayer-Coach Roger Schmidt, der unbedingt Gruppenerster werden möchte.

Arsenal muss auf Anderlecht hoffen

Diese Position ist auch in Gruppe D noch strittig, sowohl Leader Borussia Dortmund (12 Punkte) als auch Verfolger Arsenal (10) sind aber bereits fix weiter.

Und auch Platz drei und der damit verbundene Umstieg ins Sechzehntelfinale der Europa League ist RSC Anderlecht nicht mehr zu nehmen.

Die Belgier gastieren zum Abschluss beim BVB, Arsenal reist zu Schlusslicht Galatasaray.

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