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ManCity bangt um Aufstieg: "Schwer zu verstehen"

Die Enttäuschung auf der Insel ist groß.

Am vierten Spieltag der Fußball-Champions-League sprang für alle vier englischen Teilnehmer kein Sieg heraus. Das hatte es zuletzt im November 2008 gegeben - ebenfalls am vierten Gruppen-Spieltag.

Damals kamen Liverpool, Manchester United und Arsenal bloß zu einem Remis, Chelsea verlor.

Sun titelt: "Dumm und dümmer"

Am Dienstag unterlag Liverpool 0:1 bei Real Madrid, Arsenal blamierte sich beim 3:3 zu Hause gegen den RSC Anderlecht - nach 3:0-Führung. Am Mittwoch kam es noch schlimmer: Premier-League-Spitzenreiter Chelsea verpasste durch das 1:1 bei NK Maribor den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde.

Und Meister Manchester City ist nach der 1:2-Heimniederlage gegen ZSKA Moskau in der Gruppe mit Bayern München sogar Schlusslicht und muss um das Erreichen der nächsten Runde bangen. "Dumm und Dümmer", titelte die Boulevard-Zeitung "Sun" am Donnerstag.

City-Coach Manuel Pellegrini gab nach der Pleite am Mittwochabend zu, dass seine Mannschaft in einer "Krise" stecke. "Es ist schwer zu verstehen, dass wir so schlecht gespielt haben", meinte der Chilene.

Chelsea-Serie hält, doch Mourinho schimpft

Chelseas Trainer Jose Mourinho schimpfte indes, seine nun schon seit 16 Saisonspielen ungeschlagenen Profis hätten den Gegner nicht ernst genug genommen. "Manchmal passieren Überraschungen, wenn die Spieler nicht voll fokussiert sind", betonte der Portugiese.

Unrealistisch erscheint derzeit eine weitere Parallele zur Saison 2008/2009. Damals zogen alle vier englischen Clubs dennoch ins Achtelfinale ein. Chelsea, Manchester United und Arsenal kamen sogar ins Halbfinale.

"Messi? Der beste aller Zeiten"

Argentiniens Superstar Lionel Messi hält nach seinem Doppelpack beim 2:0-Sieg des FC Barcelona in Amsterdam bei 71 Champions-League-Toren.

Damit ist der 27-Jährige gemeinsam mit dem Spanier Raul Rekordmann in der "Königsklasse". Sein Club-Trainer Luis Enrique schwärmte am Mittwochabend nach Messis Glanzvorstellung in der Amsterdam ArenA vom "besten Spieler aller Zeiten".

"Ist Messi der beste Spieler aller Zeiten? Absolut! Er ist der absolut beste Spieler, den ich sowohl als Spieler als auch als Trainer gesehen habe", betonte der spanische Ex-Internationale Luis Enrique.

Sieg steht über dem Rekord

Auch Barcelonas Mittelfeldregisseur Xavi schloss sich dieser Meinung an: "Ich freue mich für Leo, weil er so viel für dieses Team tut und die Nummer eins ist, der Beste."

Messi benötigte nur 90 Spiele, um 71 Champions-League-Treffer zu erzielen, Ex-Real-Madrid-Torjäger Raul dagegen 142. Der Matchwinner blieb aber auch nach der Bestmarke bescheiden.

Wiederholungstäter

Die Polizei hatte nach Gewaltakten vor, während und nach dem Spiel 21 Istanbul-Anhänger festgenommen und noch im Stadion 700 weitere Anhänger zur Personalienfeststellung festgesetzt.

Die Justiz hat nach dem Dortmunder 4:1-Sieg schwere Anschuldigungen gegen Anhänger des türkischen Clubs erhoben. Die Vorwürfe reichen bis zu versuchtem Totschlag.

Eine Sitzschale mit Metallverankerung flog aus einem Oberrang in einen BVB-Fanblock. Galatasaray war in dieser Saison nach ähnlichen Vorfällen bei der Auswärtspartie in London gegen Arsenal zu einer Geldstrafe von 50.000 Euro verurteilt worden.

"Das Ziel war heute nicht der Rekord, sondern der Sieg, mit dem wir uns vorzeitig für das Achtelfinale qualifiziert haben, deshalb sind wir glücklich", erklärte Messi.

Auch der zweite Gruppe-F-Achtelfinalaufsteiger steht mit Paris St. Germain bereits fest. Schon in der zweiten Minute erzielte Uruguays Teamstürmer Edison Cavani das Goldtor zum 1:0-Heimsieg über APOEL Nikosia.

Adriano überflügelt Messi

Damit blieb PSG einen Zähler vor Barcelona Tabellenführer. "Wir haben das getan, was wir mussten. Es war schwer, gegen ein so defensiv spielendes Team Räume zu finden", erklärte Paris-Kapitän Thiago Silva.

Neben Messi sorgte auch Luiz Adriano mit einem lupenreinen Hattrick beim 5:0-Heimsieg in Lwiw von Schachtar Donezk über BATE Borisow erneut für Schlagzeilen.

Der Brasilianer, der bei allen Treffern seine Beine im Spiel hatte und am 18. November im Ernst-Happel-Stadion gegen Österreich zu sehen sein wird, hält nun bereits bei neun Champions-League-Toren in dieser Saison und damit um fünf mehr als Messi.

Verfahren gegen Dortmund und Galatasary

Indes leitete die UEFA nach den schweren Ausschreitungen beim Champions-League-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Galatasaray Istanbul Disziplinarverfahren gegen beide Clubs eingeleitet.

Wie die UEFA am Donnerstag mitteilte, wird sich die Disziplinarkommission am 13. November mit den Vorkommnissen im Signal-Iduna-Park befassen. 

Den Dortmundern wird unter anderem eine unzureichende Organisation bei dem Spiel vorgeworfen. Außerdem hatten BVB-Fans Gegenstände auf das Spielfeld geworfen. Der türkische Club muss sich verantworten, weil seine Fans wiederholt Feuerwerkskörper abbrannten und Gegenstände warfen. Wegen der Randale wurde die Partie zweimal unterbrochen.

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