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Arsenal scheitert, Atletico erst nach Elfer-Krimi weiter

Arsenal ist zum fünften Mal in Folge im Achtelfinale der Champions League ausgeschieden.

Der Tabellendritte der englischen Premier League feierte zwar am Dienstag im Rückspiel bei AS Monaco einen 2:0-Sieg, hatte aber aufgrund des 1:3 im ersten Spiel wegen der Auswärtstorregel das Nachsehen.

Für die "Gunners" waren Tore von Olivier Giroud (36.) und Aaron Ramsey (79.) zu wenig.

Früher Führungstreffer blieb Arsenal verwehrt

Durch Arsenals Out hat es weiter kein Team in der Champions-League-Geschichte geschafft, einen Zwei-Tore-Rückstand auswärts noch wettzumachen.

Selbstvertrauen können die Londoner aber trotzdem auch mitnehmen, holten sie doch bereits den 13. Sieg in den jüngsten 15 Pflichtspielen, davon zuletzt fünf in Serie.

Arsenal war aufgrund des Hinspiels zu einem Sturmlauf gezwungen, tat sich zu Beginn aber schwer. Mit Fortdauer der ersten Hälfte kamen die Gäste besser in die Partie und erarbeiteten sich ein klares Chancenplus.

Dabei gelang ein erster Schritt auf dem steinigen Weg ins Viertelfinale. Monaco-Goalie Danijel Subasic konnte einen Giroud-Abschluss zwar abwehren, der Ball landete etwas glücklich aber wieder beim Franzosen, der im zweiten Anlauf souverän unter die Latte traf (36.).

Monaco auf Defensive bedacht

Die mitgereisten rund 1.500 Arsenal-Anhänger hätten kurz darauf beinahe nochmals jubeln dürfen.

Ein Welbeck-Schuss wurde aber in höchster Not von Aymen Abdennor abgeblockt (38.), zudem kam Giroud in gefährlicher Position nicht richtig zum Abschluss (45.+1).

Das Spielgeschehen änderte sich auch nach der Pause kaum. Die Monegassen, die in der Gruppenphase nur einen Gegentreffer zugelassen hatten, waren nur darauf bedacht, kein weiteres Gegentor zu kassieren, igelten sich hinten ein.

Die Londoner wurden durch einen parierten Özil-Freistoß gefährlich (53.), ein weiterer Abschluss des DFB-Teamspielers ging knapp daneben (63.).

Die letzten Versuche blieben unbelohnt

Die Londoner taten sich in der Folge wieder schwerer, die Gastgeber vor Probleme zu stellen. Das änderte sich in der Schlussphase aber noch einmal.

Nach einem Welbeck-Stangenschuss richtete sich "Joker" Ramsey den Ball im Strafraum her und traf ins lange Eck (79.).

Der Truppe von Chefcoach Arsene Wenger fehlte plötzlich nur mehr ein Tor fürs Viertelfinale.

Die Schlussoffensive blieb aber unbelohnt, da Subasic einen Giroud-Abschluss auf der Linie wegfaustete (85.).

Die Kicker von Coach Leonardo Jardim durften deshalb trotz Niederlage so richtig jubeln.

Atletico zittert sich weiter

Vorjahres-Finalist Atletico Madrid darf weiterhin von einer neuerlichen Endspiel-Teilnahme in der Fußball-Champions-League träumen. Die Spanier setzten sich in einem Achtelfinal-Krimi am Dienstag im Estadio Vicente Calderon gegen Bayer Leverkusen erst im Elferschießen mit 3:2 durch. Spaniens Meister hatte den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel durch einen Treffer von Mario Suarez (27.) ausgeglichen.

Suarez war auch einer derjenigen Akteure seiner Mannschaft, der in der Entscheidung vom Punkt traf. Antoine Griezmann und Fernando Torres steuerten die restlichen beiden Treffer bei. Für Leverkusen waren Tore von Simon Rolfes und Gonzalo Castro zu wenig, da Hakan Calhanoglu (gehalten), Ömer Toprak und auch Stefan Kießling (jeweils drüber) die Nerven versagten.

Leverkusen, das zuletzt fünf Pflichtspielsiege in Serie gefeiert hatte, verpasste es damit, nach 13 Jahren erstmals seit 2002 wieder einmal ins Viertelfinale der "Königsklasse" einzuziehen.

Wenig nennenswerte Szenen

Atletico und Leverkusen konnten sich vor dem Seitenwechsel nur selten entscheidend in Szene setzen. Die Spanier mussten schon nach 23 Minuten Goalie Miguel Angel Moya wegen einer Oberschenkelverletzung auswechseln. Auch sein Ersatzmann Jan Oblak blieb in der ersten Hälfte ziemlich beschäftigungslos.

Die Spanier nutzten ihre einzige Großchance und hatten dabei auch das nötige Glück auf der eigenen Seite. Ein Schuss von Suarez wurde von Leverkusens Toprak ins eigene Tor zum 1:0 (27.) abgelenkt.

In einer sehr kampfbetonten zweiten Hälfte waren die spielerischen Höhepunkte neuerlich rar. Wenn es aber gefährlich wurde, dann aufseiten der Spanier. Raul Garcia verfehlte eine abgefälschte Koke-Freistoßflanke nur knapp, die ging am Tor vorbei (70.).

Bei einem Schuss von Arda Turan, der zu schwach ausfiel, war Leverkusen-Tormann Bernd Leno auf dem Posten (80.). Da kein Team in der Schlussphase zusetzen konnte, ging es in die Verlängerung, in der sich an der Charakteristik wenig änderte.

21. Sieg im 23. Spiel

Atletico machte mehr fürs Spiel, Leno war aber bei einem Raul-Garcia-Schuss auf dem Posten (106.). Leverkusen kam erst in der 111. Minute erstmals einem Torerfolg nahe, ein Rolfes-Weitschuss verfehlte das Tor.

Die letzte Möglichkeit hatten wieder die Gastgeber, ein Flug-Kopfball des für den angeschlagenen Mario Mandzukic eingewechselten Torres war allerdings nicht platziert genug, daher leichte Beute für Leno (116.).

Die "Rojiblancos" untermauerten ihre Heimstärke, war es doch schon der 21. Sieg in den vergangenen 23 Spielen im eigenen Stadion. Dass allerdings mehr gekämpft, als gespielt wurde, wurde an der Karten-Statistik deutlich. Der italienische Schiedsrichter Nicola Rizzoli verteilte gleich zehn Gelbe Karten, vier für Atletico, sechs für Leverkusen.

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