Furiose Bayern steigen auf, auch Barca weiter

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Die ersten beide Semifinalisten der aktuellen Champions-League-Saison heißen FC Barcelona und Bayern München.

Die Katalanen gewannen am Dienstag das Viertelfinal-Rückspiel daheim gegen Paris St. Germain mit 2:0 und stiegen mit einem Gesamtscore von 5:1 auf.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister schoss den FC Porto mit 6:1 aus dem eigenen Stadion und schaffte trotz des 1:3 im Hinspiel noch die Wende.

Fulminant

Die Runde der letzten vier wird am Mittwoch mit den Siegern aus Real Madrid gegen Atletico Madrid (Hinspiel 0:0) und AS Monaco gegen Juventus Turin (0:1) komplettiert. Die Auslosung erfolgt am Freitag, Spieltermine der Vorschlussrunde sind 5./6. und 12./13. Mai.

Die Bayern dürfen dank einer fulminanten ersten Hälfte vom Endspiel im eigenen Land träumen.

Von Beginn an schnürten die Münchner den Gegner ein, erste große Chance war ein Stangenschuss Robert Lewandowskis in der 10. Minute.

Drei Kopfball-Treffer

Danach bewiesen die Gastgeber Lufthoheit: Der groß aufspielende Thiago stellte nach einer Flanke von Juan Bernat per Kopf auf 1:0, Boateng köpfelte nach einem Eckball in der 22. Minute den zweiten Bayern-Treffer und Lewandowski war in der 27. Minute nach sehenswerter Kombination über Philipp Lahm und Thomas Müller mit einem Hechtkopfball erfolgreich.

Spätestens als Müller in der 36. Minute durch einen von Martins Indi abgefälschten Weitschuss auf 4:0 erhöhte, war die Aufstiegsfrage geklärt.

Rekord

Der Bayern-Offensivspieler jubelte über seinen 27. Champions-League-Treffer und ist damit vor Mario Gomez neuer deutscher Rekordschütze in der Königsklasse.

Vier Minuten später trat Müller noch einmal als Vorbereiter in Szene - sein Zuspiel verwertete Lewandowski mit einem trockenen Schuss ins lange Eck.

Erst zum fünften Mal in der Champions-League-Geschichte glückten einer Mannschaft in der ersten Hälfte fünf oder mehr Tore - dreimal gelang dieses Kunststück dem FC Bayern.

Ehrentreffer

Nach dem Seitenwechsel ließ es der Champions-League-Sieger von 2013 ruhiger angehen, in echte Gefahr geriet man trotz prominenter Ausfälle wie Arjen Robben, Franck Ribery oder David Alaba nicht mehr.

Höhepunkt in der zweiten Hälfte war zunächst der Riss der Hose von Coach Josep Guardiola in dessen 100. Pflichtspiel auf der Bayern-Bank, ehe Jackson Martinez in der 74. Minute für den Porto-Ehrentreffer sorgte.

Mehr war für die im Finish überlegenen Portugiesen aber nicht mehr möglich, auch weil sie ihre starken Außenverteidiger Danilo und Alex Sandro wegen Sperren vorgeben mussten und Ivan Marcano in der 87. Minute mit Gelb-Rot verloren. Das letzte Tor des Abends erzielte Bayerns Xabi Alonso aus einem Freistoß (88.).

Neymar trifft doppelt

Im Camp Nou waren die Fronten aufgrund des 3:1 von Barca in der ersten Partie schon vor dem Anpfiff klar abgesteckt. Die letzten Zweifel am Aufstieg beseitigten die Katalanen in der 14. Minute: Andres Iniesta setzte tief in der eigenen Hälfte zu einem Solo an, ließ vier PSG-Spieler stehen und spielte ideal auf Neymar, der Gäste-Goalie Salvatore Sirigu umkurvte und zum 1:0 einschob.

Auch danach hatte Spaniens Tabellenführer das Heft in der Hand. Die Franzosen blieben trotz der Rückkehr der im Hinspiel gesperrt gewesenen Zlatan Ibrahimovic und Marco Verratti harmlos und kassierten in der 34. Minute den zweiten Gegentreffer. Nach Flanke von Dani Alves köpfelte Neymar ein und erzielte damit sein insgesamt fünftes Tor gegen PSG in dieser Saison.

In der zweiten Hälfte schonte Barca Schlüsselspieler wie Iniesta oder Sergio Busquets bereits für das Stadtderby am Samstag gegen Espanyol und spielte den Vorsprung ohne gröbere Probleme über die Zeit.

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