Real hofft gegen Schalke auf Rückkehr zu alter Stärke

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Real Madrid hofft am Mittwoch im Achtelfinal-Hinspiel der Fußball-Champions-League auf die Rückkehr zu alter Stärke.

Der Titelverteidiger lieferte zuletzt auf nationaler Ebene durchwachsene Leistungen ab, da könnte Schalke als Gegner gerade recht kommen.

Im Vorjahr fegten die "Königlichen" in der Runde der letzten 16 mit einem Gesamtscore von 9:2 über die Deutschen hinweg.

Schalke-Match als Chance für Real

Das Hinspiel in Gelsenkirchen endete damals mit einem 6:1 für Real. Einen neuerlichen Spaziergang von Real dürfe man in der Arena der "Königsblauen" aber nicht mehr erwarten, betonte Goalie Iker Casillas.

"Es wird sicher schwieriger, als viele glauben. Dass wir schon letztes Jahr gegeneinander gespielt haben, ist eher ein Vorteil für Schalke", vermutete der spanische Team-Tormann.

Seine Mannschaft präsentierte sich in den vergangenen Wochen nicht mehr in jener bestechenden Form wie im Herbst, als alle sechs Gruppenpartien und insgesamt 22 Pflichtspiele en suite gewonnen worden waren.

Carlo Ancelotti drückt bei Real nicht mehr auf die Bremse

Ancelotti appelliert an Mannschaft

So verabschiedeten sich die Madrilenen gegen Atletico aus dem Cup und kassierten gegen den Stadtrivalen in der Meisterschaft eine 0:4-Schlappe, die den Vorsprung auf den FC Barcelona auf einen Punkt schrumpfen ließ. Auch beim jüngsten 2:0-Heimsieg gegen La Coruna konnte das Star-Ensemble nicht überzeugen.

Dennoch nahm Trainer Carlo Ancelotti seine Profis in Schutz. "Wir sind noch immer Tabellenführer der spanischen Liga und der regierende Champion in Europa", betonte der Italiener.

"Es stimmt, dass wir bisher in diesem Jahr nicht brillant waren, aber ich hoffe, dass die Champions League wieder das Beste in uns zum Vorschein bringen wird."

Ein Mitgrund für die zuletzt eher enttäuschenden Auftritte ist die Personalsituation. Gegen Schalke muss Ancelotti unter anderem auf die verletzten Sergio Ramos, James Rodriguez und Luka Modric verzichten. Zu allem Überdruss befindet sich Cristiano Ronaldo nicht gerade in Top-Form.

Huntelaar als Ass im Ärmel

Wohl auch deshalb zeigte Schalke-Kicker Dennis Aogo Zweckoptimismus. "Real ist Favorit, aber ich glaube nicht, dass wir chancenlos sind", erklärte der Clubkollege von Christian Fuchs.

Große Hoffnungen setzen die Schalker auf ihren in der Bundesliga gesperrten Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der nach überstandener Erkrankung einsatzbereit ist.

"Wenn man einen eiskalten Stürmer dazugewinnt, ist das sicher ein Vorteil", vermutete Tranquillo Barnetta. Der Schweizer sieht seine Mannschaft, die mit dem 19-jährigen Timon Wellenreuther im Tor antritt, in einer relativ angenehmen Ausgangsposition.

"Wir haben nichts zu verlieren, werden versuchen, unseren Plan zu verfolgen, gut zu stehen und vorne unsere Chancen zu nützen", kündigte Barnetta an.

Basel mit Portugal-Kenntnissen

Seine Landsleute vom FC Basel kämpfen ebenfalls am Mittwoch gegen den FC Porto um den ersten Schritt in Richtung Viertelfinale. Dabei hofft der Schweizer Serienmeister auf das Know-how seines portugiesischen Trainers Paulo Sousa und dessen Assistenten.

"Die Hälfte unseres Betreuerstabs stammt aus Portugal. Wir vertrauen ihnen völlig, sie kennen den FC Porto ganz genau. Das könnte ein echter Vorteil für uns sein", erklärte Kapitän Marco Streller.

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