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Real-Coach Mourinho versteht die Kritiker nicht

Nicht einer der Fußball-Giganten sondern der FC Porto und Neuling Malaga haben als erste Teams das Achtelfinale der aktuellen Fußball-Champions-League erreicht.
 
Beiden Clubs reichten am Dienstagabend Auswärts-Remis bei Dynamo Kiew (0:0) bzw. dem AC Milan (1:1), um schon nach vier Spielen vorzeitig als Aufsteiger festzustehen.
 
Auch "Ösi-Club" Schalke (gelb für Christian Fuchs) reichte ein Heim-2:2-Remis gegen Arsenal um weiter an der Spitze der Gruppe B zu bleiben.
 
Dortmund mit Punkt zufrieden
 
Das Match des Abends der Gruppen-Tranche A bis D lief natürlich in Madrid. Real gegen Dortmund war in Hälfte eins eine Gala, nach der Pause aber ein harter Kampf für die Borussen.
 
Zwar rettete mit Mesut Özil ausgerechnet ein ehemaliger Bundesliga-Profi dem Weißen Ballet mit seinem genialen Last-Minute-Freistoß das 2:2, der späte Ausgleich und der vorerst verpasste Achtelfinaleinzug regte bei den Deutschen aber niemand groß auf.
 
"Jeder Fußballer, der in Madrid einen Punkt holt, kann gut schlafen", sagte Dortmund-Manndecker Neven Subotic. Dortmund führt mit 8 Punkten weiter die Gruppe D vor Real (7) an.
 
"Wir haben den direkten Vergleich mit Real gewonnen. Damit hätte ich nicht gerechnet", freute sich Trainer Jürgen Klopp. Beim niederländischen Meister Ajax Amsterdam (2:2 bei Manchester City) reicht jetzt am 21. November schon ein Remis zum Aufstieg.
 
Mourinho nimmt Ergebnis trocken zur Kenntnis
 
Während Dortmund bis dahin auch in der deutschen Liga endlich auf Touren kommen will, nahm Real-Coach Jose Mourinho das Ergebnis trocken zur Kenntnis.
 
"Beide Male als ich die Champions League gewonnen habe, sind wir als Gruppenzweiter weitergekommen", beruhigte Mourinho vor allem die kritischen spanischen Medien.

Özil bewahrt Real vor einer Krise", hatte etwa "As" getitelt. "Das ist die schwerste Gruppe. Und wir waren immer auf einem Qualifikationsplatz. Wo ist das Drama?", lautete Mourinhos Konter.

"Wenn wir Zweiter bleiben, hat ausschließlich das Team einer anderen Gruppe, das nicht mit uns gerechnet hat, ein Problem."

Schalke verteidigt Tabellenführung

Schalke sorgte gegen Arsenal für das dritte 2:2 dieses Abends und verteidigte damit seine Führung in der Gruppe B (8 Punkte) erfolgreich.

Die Truppe von Huub Stevens liegt weiter einen Zähler vor Arsenal und einen weiteren vor Piräus (6). Fuchs und Co. mussten freilich einen unnötigen 0:2-Rückstand durch frühe Tore von Walcott (18.) und Giroud (26.) wettmachen, an dem auch die Verteidigung rund um den Österreicher beteiligt war.

Als Schalke aber Moral zeigte und Huntelaar knapp vor der Pause und dann Farfan (67.) den Ausgleich herstellten, war auch Fuchs einer der Aktivposten.

Englische Gazetten wie "The Times" waren am Mittwoch natürlich sauer. "Arsenal hat schon viele lächerliche Abenteuer in Europa erlebt, aber eine Kapitulation nach einer Zwei-Tore-Führung war ein neuer Eintrag in Arsene Wengers Buch für Unglücksreisende", hieß es da.

Ibrahimovic als vierfacher Vorbereiter

Während Porto in Gruppe A alles klar machte, darf auch Paris SG den Fast-Schon-Aufstieg bejubeln. Das 4:0 gegen Dinamo Zagreb, bei dem Zlatan Ibrahimovic alle vier Tore auflegte, brachte den dritten Sieg und 9 Punkte.

Die Kurioseste Gruppe ist jene von Malaga (C). Während dort der Neuling nach drei Siegen und einem Remis "durch" ist, hat der siebenfache CL-Gewinner AC Milan nach dem 1:1 gegen den Leader als Zweiter weiter 5 Punkte Rückstand und damit nur einen Punkt Vorsprung auf Anderlecht (4) und zwei auf St. Petersburg (3).

Selbst für das Remis benötigten die Italiener im San Siro ein spätes (73.) Tor des brasilianischen Dauerverletzten Pato, der sein erstes Club-Tor seit elf Monaten erzielte.

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