Chelsea ist gegen Benfica Lissabon gefordert

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Die Ausgangspositionen sind klar:

Real Madrid und Chelsea gehen am Mittwoch als Favoriten in die Viertelfinal-Rückspiele der Champions League.

Beide Clubs haben ihre Hinspiele gegen APOEL Nikosia bzw. Benfica Lissabon auswärts gewonnen.

Für Real ist das Heimspiel gegen die Zyprer nach einem 3:0 nur noch Formsache.

Im Halbfinale wartet auf die "Königlichen" eventuell ein Duell mit Bayern München.

Pflichterfüllung gegen APOEL

Zuvor gilt es aber noch, gegen APOEL die Pflicht zu erfüllen. Real-Trainer Jose Mourinho dürfte rotieren, zumal am Ostersonntag in der Liga ein Schlüsselspiel gegen den Tabellendritten Valencia wartet.

Laut spanischen Medien soll es bis zu sieben Veränderungen in der Stammformation geben.

Mehr als das Rückspiel gegen die Zyprer beschäftigt die Madrilenen derzeit ohnehin die Zukunft Mourinhos.

Immer wieder kokettiert der Portugiese mit einer Rückkehr nach England oder zu Inter Mailand - jenem Club, mit dem er 2010 zuletzt die Champions League gewonnen hatte.

"Ich habe noch zwei Jahre Vertrag bei Real. Und ich habe nie gesagt, dass ich nicht bleiben werde", betonte Mourinho in einem Interview mit der italienischen Zeitung "Corriere della Sera" (Dienstag-Ausgabe).

Drei große Ziele

Er habe aber weiterhin drei große Ziele im Fußball. "Alle drei sind sehr schwer zu realisieren", erklärte Mourinho.

Einerseits wolle er als einziger Trainer die Champions League mit drei verschiedenen Clubs gewinnen, andererseits als erster "die drei schwierigsten Meisterschaften der Welt gewinnen, England, Italien und Spanien".

Und dann wäre da noch das portugiesische Nationalteam, mit dem Mourinho irgendwann den ersten großen Titel holen will.

"Das Spezielle am Fußball ist das Gewinnen"

Gewinnt Real heuer als aktueller Tabellenführer die Meisterschaft und auch die Champions League, hätte Mourinho die ersten beiden Ziele realisiert.

"Das Spezielle am Fußball ist das Gewinnen", meinte der 49-Jährige. "Die Leute vergessen den, der verliert." Real ist mit neun Triumphen Rekordhalter im wichtigsten Europacup-Bewerb, seit 2002 warten die Madrilenen aber auf Titel Nummer zehn.

In der laufenden Saison ist Real in der Königsklasse noch ungeschlagen, von den vergangenen zehn Europacup-Heimspielen hat das Mourinho-Team neun gewonnen.

Die einzige Niederlage setzte es im Halbfinal-Hinspiel des Vorjahres gegen den Erzrivalen FC Barcelona. Das Hinspiel auf Zypern entschied Karim Benzema mit einem Doppelpack in der Schlussphase, den dritten Treffer steuerte Kaka bei.

Offensiv-Trio vor 100er-Marke

Reals Offensivstars Cristiano Ronaldo (47 Tore), Benzema (28) und Gonzalo Higuain (24) halten zusammen bereits bei 99 Pflichtspieltoren in dieser Saison.

Die 100er-Marke könnte gegen Nikosia fallen, sofern das Trio aufgeboten wird. APOEL will sich nach dem größten Erfolg in Zyperns Fußballgeschichte mit Anstand verabschieden.

"Es wartet eine schwere Woche auf uns", erklärte Trainer Ivan Jovanovic. In den vergangenen zehn Europacup-Auswärtsspielen hat sein Abwehr-Bollwerk allerdings nur sechs Tore erhalten.

Chelsea setzt auf internationale Heimstärke

Chelsea stützt sich nach dem 1:0-Sieg in Lissabon auf die internationale Heimstärke. Die Londoner haben alle vier CL-Heimspiele der Saison gewonnen, Torverhältnis 14:1.

"Wir sind in einer guten Position, müssen aber immer noch eine große Hürde überwinden", warnte Interimstrainer Roberto Di Matteo. "Die Ergebnisse von Benfica in der Champions League lassen einen nicht gut schlafen."

Tatsächlich hat der portugiesische Vizemeister in neun der vergangenen zehn Europacup-Auswärtsspiele immer getroffen, in den vergangenen drei sogar in doppelter Ausführung.

"Wir waren auch im Hinspiel das bessere Team", erinnerte Benfica-Trainer Jorge Jesus. "Wir werden alles versuchen." Sorgen bereiten ihm die verletzten Innenverteidiger Ezequiel Garay, Jardel und Miguel Vitor.

Luiz und Drogba sind fraglich

Bei Chelsea ist der ehemalige Benfica-Spieler David Luiz mit einer Knöchelverletzung ebenso fraglich wie Stürmerstar Didier Drogba.

Große Hoffnungen setzen die "Blues" auf den wiedererstarkten Fernando Torres. Der 58-Millionen-Angreifer erzielte am Wochenende beim 4:2 gegen Aston Villa sein erstes Premier-League-Tor seit September.

"Er arbeitet unglaublich hart", lobte Di Matteo den Spanier. "Er hat Selbstvertrauen und wieder ein Lächeln im Gesicht."

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