Bayern und Barca sind Favoriten auf den Aufstieg

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Juventus Turin hat in der Champions League Wiedergutmachung versprochen.

Nach einem 0:2 in München steht Italiens Meister im Viertelfinale gegen den FC Bayern vor dem Aus. Im Rückspiel am Mittwoch will Italiens Spitzenreiter aber nichts unversucht lassen, den in Meisterlaune angereisten Bayern die "Super-Super-Saison" (Uli Hoeneß) zu vermiesen.

Spieß soll umgedreht werden

Im Parallelspiel geht der FC Barcelona gegen Paris St. Germain nach einem 2:2 in Frankreich zu Hause als Favorit ins Rennen um den Halbfinal-Einzug.

Die Katalanen bangen aber um ihren angeschlagenen Superstar Lionel Messi. Der Einsatz des vierfachen Weltfußballers soll sich erst kurzfristig entscheiden.

Der Tenor bei Italiens Rekordmeister war dieser Tage klar: Eine Juve-Elf wie im Hinspiel werde man in Turin nicht sehen. Die Leistung wurde als die schlechteste unter Trainer Antonio Conte eingestuft. Von den Bayern teilweise an die Wand gespielt, soll der Spieß nun umgedreht werden.

"Wir sind nicht diese Mannschaft, wie wir uns in München präsentiert haben. Wir sind sehr viel besser und wollen das Blatt so schnell wie möglich wenden. In Turin soll es unser Spiel werden", kündigte Verteidiger Giorgio Chiellini an.

Buffon verspricht Wiedergutmachung

Wiedergutmachung versprach auch Gianluigi Buffon. Das 0:2 in München ärgerte Juves sonst so sicheren Rückhalt persönlich.

"Das war wohl das schlechtestes Europacupspiel meiner Karriere", gab Buffon zu. Besonders der Weitschusstreffer von David Alaba zum 1:0 wurde dem Altmeister angekreidet. mDabei genießt die Champions League für den 35-jährigen Buffon oberste Priorität: Die Trophäe in der Königsklasse hat der Weltmeister von 2006 noch nicht gewonnen.

Barca hofft auf den Einsatz von Messi

Messi im Mittelpunkt

In Barcelona stand vor dem Rückspiel gegen Paris St. Germain weniger der Gegner, sondern die Fitness von Lionel Messi im Vordergrund. Nach seiner in Paris erlittenen Muskelverletzung konnte der Argentinier noch kein Training mit der Mannschaft bestreiten.

Trainer Tito Vilanova muss abwägen, ob sein Einsatz unbedingt vonnöten ist. Beim 5:0 gegen Real Mallorca am Wochenende traf Messis Ersatzmann Cesc Fabregas dreimal.

PSG ist jedoch ein anderes Kaliber als das Schlusslicht der Primera Division, wie auch Xavi anmerkte.

Personalsorgen in der Defensive

"Wir sind optimistisch, weil wir zu Hause spielen. Wir wissen, dass wir Favoriten sind, aber PSG hat ein großartiges Team. Das ist kein kleiner Fisch", sagte der Regisseur der Katalanen.

Dass Barcelona auch in der Abwehr Personalsorgen hat, könnte den mit Zlatan Ibrahimovic und Ezequiel Lavezzi in der Offensive stark besetzten Franzosen zusätzlich entgegenkommen.

Bei PSG meldeten sich die zuletzt angeschlagenen brasilianischen Innenverteidiger Thiago Silva und Alex fit. Das Duo hatte beim 2:0 gegen Stade Rennes wie einige andere Spieler des Spitzenreiters der Ligue 1 pausiert.

Beckham wird spielen

Englands Altstar David Beckham soll laut Trainer Carlo Ancelotti wieder für Ordnung im zentralen Mittelfeld sorgen.

Im Camp Nou muss der Italiener immerhin eine wichtige Stütze vorgeben: Mittelfeldantreiber und Hinspiel-Torschütze Blaise Matuidi ist gesperrt. Beckham gab sich vor der Reise nach Katalonien selbstbewusst.

"Wir haben im Hinspiel bewiesen, dass wir das Können und den Willen haben. Barcelona bedeutet eine riesige Herausforderung, aber wir können dort bestehen", sagte der 37-Jährige.

Die Wende muss Juventus allerdings ohne die gesperrten Arturo Vidal und Stephan Lichtsteiner schaffen. Neben dem in München ebenfalls ungewohnt fehleranfälligen Andrea Pirlo soll der 20-jährige Franzose Paul Pogba deshalb sein Talent unter Beweis stellen.

Im Angriff dürfte der ob seiner Aufstellung in München kritisierte Conte wieder auf Fabio Quagliarella und Mirko Vucinic vertrauen. Letzterer kündigte übertrieben martialisch einen "Krieg gegen die Deutschen" an.

Bayern voller Selbstvertrauen

Auf solche Töne konnten die Bayern verzichten. Deutschlands frisch gekürter Champion flog voller Selbstvertrauen in die Region Piemont.

"Wir sind Bayern! Wir haben vor Juventus keine Angst!", sagte Franck Ribery vor der Abreise. Während für den Franzosen ein Scheitern nahezu unvorstellbar ist, warnte sein Boss Karl-Heinz Rummenigge obligatorisch: "Wir wissen, dass Turin alles in die Waagschale werfen wird."

Auch Rummenigge wusste aber, dass den Bayern in dieser Saison auswärts stets ein Treffer glückte. Dies wäre auch in Turin die halbe Miete. Man werde sich deshalb "nicht hinten reinstellen", sondern "auf Sieg spielen", kündigte Kapitän Philipp Lahm selbstbewusst an.

Trainer Jupp Heynckes kann personell aus dem Vollen schöpfen, nur die verletzten Toni Kroos und Holger Badstuber fehlen.

Für die Bayern spricht auch die Statistik: Zwölfmal liefen sie in der Champions League in Italien gegen ein italienisches Team ein - und nur ein einziges dieser Resultate würde am Mittwoch das Aus bedeuten. Beim AC Milan gab es 2006 eine 1:4-Niederlage.

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