Milan und Barca im Achtelfinale

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Der FC Barcelona ist am Dienstagabend genauso wie Gruppe-H-Konkurrent AC Milan vorzeitig ins Achtelfinale der Champions League eingezogen.

Der spanische Titelverteidiger (10 Punkte) setzte sich auswärts in Prag gegen Viktoria Plzen (1) ungefährdet mit 4:0 (2:0) durch.

Lionel Messi hat nach seinem Triplepack nun schon mehr als 200 Pflichtspieltore für die Katalanen erzielt, Goalie Victor Valdes stellte einen neuen Club-Rekord auf. Dem AC Milan (8) reichte ein 1:1 bei BATE Borisow (2) zum Aufstieg.

Schörgenhofer zeigt Rot

Die Katalanen waren im Prager Stadion Eden ungefährdet. Der Vorarlberger Schiedsrichter Robert Schörgenhofer pfiff nach einem Foul von Marian Cisovsky an Messi im Strafraum nicht nur Elfmeter, sondern schloss den Plzen-Defensivspieler auch noch aus.

Messi ließ sich die Chance nicht entgehen und machte schon nach 24 Minuten seinen 200. Pflichtspieltreffer für Barca perfekt.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte der 24-jährige Weltfußballer, der in der Meisterschaft zuletzt beim 5:0-Sieg gegen Mallorca einen Hattrick erzielt hatte, dann einen weiteren Treffer nach und machte somit endgültig den Sack zu.

Valdes sorgt für Rekord

Nach dem Treffer von Cesc Fabregas (72.) zum 3:0, war es wiederum Messi vorbehalten in der Nachspielzeit mit seinem dritten Tor für den Schlusspunkt zu sorgen. Der argentinische Ausnahmekönner rückt damit Barcas-Rekordtorschützen Cesar Rodriguez (235 Tore) Schritt für Schritt näher.

Im Mittelpunkt stand aber auch Goalie Valdes, der seinen Kasten neuerlich sauber hielt und damit schon seit 877 Minuten ohne Gegentreffer ist, was ein neuer Barca-Club-Rekord ist.

Die bisherige Bestmarke hatte Miguel Reina (824 Minuten in der Saison 1972/73) gehalten. Bereits zuvor hatte sich der AC Milan in Minsk gegen Sturms Play-off-Bezwinger BATE Borisow mit einem 1:1-Remis zufriedengeben müssen.

Tor nach elf Sekunden

Durch Barcas vollen Erfolg können aber auch die Italiener dank des besseren direkten Vergleichs mit Borisow nicht mehr von den ersten beiden Plätzen verdrängt werden. In der Gruppe E gelang Valencia (5) im Duell mit Bayer Leverkusen (6) das zweitschnellste Tor der Champions-League-Geschichte.

Jonas war nach einem katastrophalen Abschlag von Leverkusen-Goalie Leno schon nach rund elf Sekunden erfolgreich.

Den Deutschen gelang durch Stefan Kießling nach Flanke des wegen seines Nasenbeinbruchs mit Gesichtsmaske spielenden Michael Ballack zwar rasch der Ausgleich (31.), nach der Pause sorgten Roberto Saldado (65.) und Adil Rami (75.) mit einem Doppelschlag aber für die Entscheidung zugunsten der Spanier.

Valencia ist damit wieder mitten im Aufstiegsrennen, vor allem auch da Tabellenführer Chelsea (8) auswärts gegen Genk (2) nur zu einem 1:1-Remis kam.

Luiz vergibt Elfer

Ramires hatte die Londoner in Führung (26.) gebracht, Jelle Vossen (61.) gelang für die nach der Pause deutlich verbesserten Belgier aber der Ausgleich.

David Luiz scheiterte in der 40. Minute mit einem Elfmeter an Genk-Goalie Laszlo Köteles. Alles noch offen ist auch in der Gruppe F.

Tabellenführer Arsenal (8) trennte sich im Duell mit Verfolger Olympique Marseille (7) torlos, während Deutschlands Meister Borussia Dortmund (4) seine kleine Aufstiegschance mit einem 1:0-Heimsieg gegen Olympiakos Piräus (3) am Leben hielt.

Nikosia sensationell

Kevin Großkreutz traf mit einem Schuss aus 20 Metern schon nach sieben Minuten. Im Pool G setzte APOEL Nikosia (8) den eigenen Erfolgslauf fort und ist sensationell auch nach dem vierten Spiel ungeschlagen und Tabellenführer.

Die Zyprer besiegten Europa-League-Sieger FC Porto (4) dank eines verwerteten Ailton-Elfmeters (42.) sowie eines "Last Minute"-Tores von Gustavo Manduca (90.) hauchdünn mit 2:1.

Die Portugiesen hatten erst kurz davor mittels Foulelfmeter von Hulk (89.) ausgeglichen. Bereits zuvor hatte sich Zenit St. Petersburg (7) aufgrund eines Lombaerts-Tores (45.+2) gegen Schachtjar Donezk (2) mit 1:0 durchgesetzt.

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