"Nur ein Detail hat gefehlt"

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Benitez: "Wir hätten den Sieg verdient"

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Während die beiden Superstars Cristiano Ronaldo und Zlatan Ibrahimovic bei einer müden Nullnummer im vermeintlichen Champions-League-Schlager zwischen Paris St. Germain und Real Madrid am Mittwochabend enttäuschten, erhielt ein anderer Offensivmann höchstes Lob: Manchester-City-Coach Manuel Pellegrini erklärte nach dem 2:1 gegen Sevilla Matchwinner Kevin De Bruyne zum "perfekten Spieler für uns".

City, das laut Pellegrini vor einem Pflichtsieg gestanden war, lag im heimischen Stadion gegen den aktuellen 13. der spanischen Primera Division schnell 0:1 im Rückstand. Erst ein Eigentor von Adil Rami noch vor der Pause ließ die "Citizens", die ohne die Offensivleute Sergio Aguero und David Silva auskommen mussten, wieder hoffen.

Doch die lange Zeit ideenlosen Gastgeber wurden erst von De Bruyne in der Nachspielzeit erlöst. Der 75-Millionen-Mann, der im Sommer von Wolfsburg gekommen war, war in der 93. Minute mit seinem ersten Tor in der Königsklasse zur Stelle.

Co-Produktion von De Bruyne und Toure

"Wir haben Kevin gekauft, weil wir wussten, dass er ein sehr kreativer Spieler ist, der Tore erzielen und vorbereiten kann, und in dieser Hinsicht ist er der perfekte Spieler für unseren Club", lobte Pellegrini, der mit der Einwechslung Fernandos für Wilfried Bony in der 76. Minute die Rahmenbedingungen für den Siegtreffer schuf.

"Wir haben versucht, einige Änderungen bei uns vorzunehmen, deshalb haben wir Kevin ganz nach vorn zu Yaya Toure geschickt, und glücklicherweise haben beide das zweite Tor kreiert", erklärte der Chilene, dessen Team nun in Gruppe D einen Zähler hinter Leader Juventus Turin bzw. drei vor Sevilla und damit auf Aufstiegskurs liegt.

Juventus, Finalist der Vorsaison, dominierte das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach zwar, machte gegen die starke Defensive der Deutschen (ohne den verletzten Abwehrchef Martin Stranzl) aber keinen Stich.

"Damit haben wir Geschichte geschrieben"

"Ich bin heute wirklich verärgert, weil wir im Angriffsdrittel besser spielen müssen", sagte Juve-Coach Massimiliano Allegri, dessen Team in der Serie A ja nur auf Platz 14 liegt. Gladbach hingegen jubelte über den historischen ersten Punkt in der Königsklasse. "Damit haben wir Geschichte geschrieben", meinte Trainer Andre Schubert, der nun auf ein internationales Überwintern hofft.

Das ist weder PSG noch Real zu nehmen, richtig glücklich waren die beiden punktegleichen Leader von Gruppe A nach dem 0:0 aber nicht. "Ich bin mit der Vorstellung nicht zufrieden, einfach, weil wir das gewünschte Resultat nicht geholt haben", betonte PSG-Coach Laurent Blanc.

"Wir haben ein bisschen die Aggressivität und den Kampfgeist vermissen lassen." Die Erwartungen seien möglicherweise zu hoch gewesen. "Vielleicht haben manche erwartet, dass wir mit einem großen Sieg eine Botschaft nach Europa schicken. Gegen so ein Team ist das aber irrsinnig schwer."

"Wir hätten den Sieg verdient"

Optimistischer vernahm sich sein Madrider Pendant Rafael Benitez, der mehrere Stammspieler wie Karim Benzema vorgeben musste. "Spieler dieser Qualität sind schwer zu ersetzen. Aber ich bin mit der Leistung derer, die am Feld waren - besonders von Jese und Toni Kroos - glücklich. Wir haben sehr gut gespielt und waren besser als PSG, wir hätten den Sieg verdient", sagte der Spanier. "Nur ein Detail, das Tor, hat gefehlt."

Gelegenheit zur Revanche gibt es schon in der nächsten Runde: Am 3. November stehen einander die beiden Hochkaräter im Estadio Santiago Bernabeu in Madrid gegenüber.

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