Ronaldo und Madrid peilen nächsten Sieg an

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Vier Meister in einer Gruppe der Champions League und daher jede Runde Schlagerpaarungen kann nur die Gruppe D bieten.

Am Mittwoch müssen Real Madrid und Borussia Dortmund nach ihren Auftaktsiegen auswärts bestehen. Real gastiert bei Ajax Amsterdam, der BVB bei Manchester City.

Ronaldo in Form

Real Madrid hat nach einem enttäuschenden Saisonstart in der Königsklasse die Wende geschafft. Dank zweier Treffer in der Schlussphase besiegten die Königlichen Manchester City mit 3:2 und legten in der heimischen Meisterschaft zwei Siege nach.

Daher schien bei Real Ruhe eingekehrt, auch bei Cristiano Ronaldo.

Der portugiesische Star hatte sich vor einem Monat noch "traurig" gefühlt, zuletzt aber seine Form wieder gefunden. Fünf Tore hat er zu den jüngsten drei Siegen beigesteuert.

Lieblingsgegner Ajax

"Er ist in gigantischer Form. Ich hoffe, das bleibt so", erklärte Verteidiger Sergio Ramos, der dabei allerdings nicht nur nach Amsterdam blickte. Denn am Sonntag steigt in der Primera Divison der erste "Clasico" zwischen Real und dem FC Barcelona.

Da könnte Ajax gerade recht kommen. Die Niederländer waren zuletzt einer der Lieblingsgegner der Madrilenen. In den vergangenen zwei Jahren waren Real und Ajax in der Gruppenphase ebenfalls aufeinandergetroffen.

Real hat alle vier Spiele mit dem imposanten Gesamt-Torverhältnis von 12:0 gewonnen.

Ramos contra Mourinho

Ganz ohne Diskussionen geht es bei Real aber offenbar nicht ab. Sergio Ramos könnte vor Problemen stehen. Der spanische Nationalspieler hat am Wochenende gegen Deportivo La Coruna unter seinem Trikot jenes von Mesut Özil getragen.

Das Sportblatt "Marca" veröffentlichte am Dienstag Fotos, auf denen deutlich zu sehen ist, dass Özils Rückennummer 10 durch den weißen Stoff des Trikots von Ramos hindurchschimmert - und schrieb von einem Affront gegen Trainer Jose Mourinho.

Nach Informationen der Zeitung hatte der Welt- und Europameister die Geste der Solidarität mit dem Deutschen geplant, der von Mourinho in der Halbzeit ausgewechselt worden war.

Ramos habe nach dem Wechsel alles darauf angelegt, ein Tor zu erzielen, das er dann Özil gewidmet hätte. Der Verteidiger, eines der Schwergewichte bei Real, steht nicht zum ersten Mal im Zwist mit dem Trainer.

Dortmund selbstbewusst auf die Insel

Dortmund hat vor der schwierigen Reise ins Etihad-Stadion von Manchester offenbar zur Form gefunden.

Nach dem 5:0 gegen Gladbach fährt der BVB mit neuem Selbstvertrauen zur nächsten internationalen Reifeprüfung. Nach dem Last-Minute-Sieg im ersten Gruppenspiel will der noch im Vorjahr mehr oder weniger kläglich gescheiterte deutsche Meister auch gegen das Starensemble von Manchester City punkten.

"Wir fahren nicht dorthin, um nur dabei zu sein. Wir wollen etwas mitnehmen", erklärte Kapitän Sebastian Kehl.

Watzke kritisiert Scheich

Nicht nur die sportliche Ausgangslage verspricht Brisanz. Im Vorfeld der Partie vor rund 48.000 Zuschauern verzichtete Hans-Joachim Watzke auf vornehme Zurückhaltung.

Die finanzielle Abhängigkeit des englischen Meisters von ausländischen Investoren verleitete den BVB-Geschäftsführer zu beißender Kritik. "Bei Manchester City bestimmt die Abu Dhabi Group das operative Geschäft", klagte Watzke im "Kicker" und schloss ein ähnliches Geschäftsmodell mit einem millionenschweren Scheich als Geldgeber aus: "Ich würde ihn noch nicht einmal empfangen."

Arabische Investitionen in Höhe von über 600 Millionen Euro binnen vier Jahren haben ManCity in England und Europa wieder salonfähig gemacht.

Dem ersten Gewinn der nationalen Meisterschaft seit 1968 soll nun ein Triumph in der europäischen Königsklasse folgen. "Auf dem Weg in die K.o.-Runde ist die Borussia möglicherweise unser Hauptkonkurrent. Deshalb ist es wichtig, gegen Dortmund zu bestehen", sagte Trainer Roberto Mancini.

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