Rapid trifft im im CL-Playoff auf Shakthar Donetsk

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Die Lose sind gezogen!

Rapid, Salzburg und Altach kennen ihre Gegner, nachdem die UEFA am Freitagmittag die Paarungen ermittelte.

LAOLA1 hat den Überblick:

CHAMPIONS LEAGUE

Der SK Rapid Wien trifft in den CL-Playoffs auf Shakhtar Donetsk.

Der ukrainische Vizemeister ist Stammgast in der Champions League. 2009 gewann man den UEFA-Cup.

Das Hinspiel steigt im Ernst-Happel-Stadion.

Das Rückspiel kann aufgrund der schwierigen politischen Situation in der östlichen Ukraine nicht in Donetsk über die Bühne gehen, sondern wird in Lviv ausgetragen werden.

Spieltermine sind der 19. August beziehungsweise der 25. August, jeweils um 20:45 Uhr.

 

SHAKHTAR DONETSK

Seit dem ersten Meistertitel im Jahr 2002 ging es für die Ukrainer steil nach oben. In der Champions League avancierten sie zuletzt zu Fixstartern und unterstrichen gute Leistungen mit dem Viertelfinaleinzug im Jahr 2011, wo das Aus erst gegen den späteren Champion FC Barcelona folgte. Im UEFA-Cup konnte man sich 2009 sogar zum vielumjubelten Sieger küren. Große Investitionen machten sich auf Dauer bezahlt und schlugen sich unter anderem zwischen 2010 und 2014 in fünf Meistertiteln in Folge nieder. Insgesamt hält Shakhtar bei neun Meisterschaften, neun Pokalsiegen und vier Supercup-Triumphen. Allerdings musste man 2015 mit dem Vizemeistertitel einen Rückschlag einstecken, Dynamo Kiew profitierte davon.

Kader: Südamerikanische Ausnahmekönner gehören bei Donetsk zum Erscheinungsbild. Mit Douglas Costa zu Bayern, Fernando zu Sampdoria Genua und Luiz Adriano zum AC Milan musste man zuletzt jedoch Leistungsträger abgeben. Der wohl bekannteste Neuzugang ist Ex-Arsenal-Stürmer Eduardo da Silva. Dazu kommen die alten Bekannten um Kapitän Darijo Srna, Alex Teixeira, Taison oder Bernard. Trainer ist der Rumäne Mircea Lucescu. 

 

Aktuelles: Drei Spiele sind in der ukrainischen Liga absolviert, alle drei hat Shakhtar gewonnen. In der 3. CL-Quali-Runde 2015 setzte man sich gegen Fenerbahce durch (0:0/a, 3:0/h). Für Aufregung sorgte der Dopingfall des Brasilianers Fred, der bei der Copa America einen positiven Test ablieferte. Eine Sperre durch den dafür zuständigen südamerikanischen Verband blieb bisher aber aus, deswegen durfte Fred zuletzt auch gegen Fenerbahce ran.

Berührungspunkte: Zwar gab es noch kein Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel mit Shakhtar Donetsk, allerdings hat Rapid Erfahrungen mit ukrainischen Vertretern. In der letzten erreichten Europa-League-Gruppenphase 2013/14 duellierte man sich mit Dynamo Kiew (2:2/h, 1:3/a), eine Saison davor stellte sich Metalist Kharkiv (0:2/a, 1:0/h) in den Weg.

Stimmen zur Auslosung:

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Schachtar Donezk ist ein Spitzenclub, der sich im Meisterschaftsrhythmus befindet und viele individuell starke Spieler hat. Das ist eine große Herausforderung für uns. Ich hoffe, wir legen ein gutes Hinspiel in Wien hin."

Andreas Müller (Rapid-Sportdirektor): "Wir können sehr glücklich sein, dass wir dieses Play-off haben. Man kann sich keinen Gegner wünschen, muss das nehmen, was zugelost wird. Wir wollen den Grundstein zu Hause legen, damit wir eine dicke Chance haben, in die Gruppenphase aufzusteigen. Wir werden sehen, ob wir schon so weit sind. Wir haben aber schon gezeigt, dass wir in Amsterdam bestehen können trotz eines nicht so guten Ergebnisses zu Hause. Wir können wirklich was schaffen, was für die Truppe und den ganzen Club sensationell wäre."

Stefan Stangl (Rapid-Abwehrspieler): "Wir wollen Schachtar Donezk ärgern und mit einem positiven Ergebnis dorthin fahren."

Sergej Palkin (Shakhtar-Sportdirektor): "Wir haben das stärkste Team aller Zeiten. Wir sehen uns selbst als Team, das immer in der Gruppenphase spielen will. Aber als Klub muss das Ziel immer sein, etwas besser zu sein als im Vorjahr."

Taras Stepanenko (Shakhtar-Mittelfeldspieler): "Österreichische Klubs sind bekannt für ihre Disziplin und Leidenschaft. Wir haben in der Vergangenheit einige Schwierigkeiten gegen österreichische Teams gehabt, und wir waren da nicht immer der Sieger. Daher ist Rapid sicher kein einfaches Los."



EUROPA LEAGUE

Die beiden ÖFB-Vertreter im Europa-League-Playoff kennen nun auch ihre Gegner.

Red Bull Salzburg muss nach Weißrussland, wo der Meister auf Dinamo Minsk, den Vizemeister, trifft. Das Hinspiel steigt auswärts.

Allerdings werden die "Bullen" nicht in Minsk antreten, weil das Heimstadion Dinamos in der Hauptstadt die UEFA-Auflagen nicht erfüllt.

Es wird nicht Minsk gespielt

Die Partie geht daher im 10.000er-Oval des Ligarivalen Dinamo Brest an der polnischen Grenze über die Bühne.

Minsk hat zuvor den FC Zürich aus dem Bewerb befördert. Im Hinspiel gewann man in der Schweiz 1:0, zu Hause ging es in die Verlängerung (1:1).

Der Klub, der 1982 Sowjetmeister war und in Weißrussland sieben Mal triumphierte (zuletzt 2004), verfügt über vergleichsweise wenig internationale Erfahrung.

Im Vorjahr erreichte man beim EL-Gruppenphasendebüt nur Platz vier, die größten Erfolge waren das Viertelfinale im Europapokal der Landesmeister 1983/84 sowie das UEFA-Cup-Viertelfinale 1984/85. In der ersten Runde des UEFA-Cups 1995/96 schaltete man Austria Wien mit zwei Siegen (2:1 in Wien und 1:0) aus.

Es war das bisher einzige Europacup-Duell mit einem österreichischen Vertreter.

In der weißrussischen "Wyschejschaja Liha" liegt das Team des serbischen Trainers Vuk Rasovic nach 14 Runden hinter Serienmeister BATE Borissow auf Rang zwei.

"Zuerst auswärts ist ein Vorteil"

"Wir wissen, dass Minsk aktuell Zweiter in der weißrussischen Liga ist und den FC Zürich in der 3. Qualifikationsrunde ausgeschaltet hat. Dass wir zuerst auswärts spielen, ist für uns ein Vorteil. Ansonsten haben wir das Ergebnis der Auslosung zur Kenntnis genommen und werden uns zu gegebener Zeit im Detail damit beschäftigen", so Trainer Zeidler.

Stefan Lainer meint: "In der Europa League wird uns kein Gegner etwas schenken, daher rechnen wir mit einem schwierigen und harten Kampf gegen Dinamo Minsk. Wir werden uns auf dieses Spiel genauso gut vorbereiten, wie wir das immer tun. Aber das Match ist erst in 14 Tagen. Für uns gilt, dass wir morgen alles daran setzten werden, um gegen die Admira zu gewinnen."

Das nächste Liga-Spiel der Weißrussen, auswärts bei BATE Borisov, gibt es am Montag ab 19:15 Uhr LIVE bei LAOLA1.tv zu sehen.

Für Altach geht es indes nach dem Triumph gegen Guimaraes erneut nach Portugal.

Die Vorarlberger bekommen es diesmal mit dem letztjährigen Tabellen-Sechsten Belenenses Lissabon zu tun. Das Hinspiel steigt in Innsbruck.

Spieltermine sind der 20. und 27. August.

"Absolutes Wunschlos"

"Wieder ein interessanter Gegner. Jetzt wo wie den portugiesischen Fußball kennengelernt haben, wissen wir was in etwas auf uns zukommen wird", sagte Altachs Coach Damir Canadi nach der Auslosung.

Sportdirektor Georg Zellhofer war über Gegner Belenenses alles andere als unzufrieden. "Das ist ein absolutes Wunschlos. Legia Warschau oder Bilbao wären eine andere Nummer gewesen. Unterschätzen werden sie uns aber nicht mehr", sagte Zellhofer.

Dritte Kraft in Lissabon

Der Hauptstadt-Klub beendete die Saison 2014/15 sieben Punkte hinter Guimaraes auf Rang sechs.

Belenenses ist in Lissabon die dritte Kraft hinter den beiden Großklubs Benfica und Sporting. Einmal holte der Verein aus dem Stadtteil Belem den Titel in der Primeira Liga, dieser liegt aber bereits 69 Jahre zurück.

Den Sprung ins Playoff der Europa League schaffte Belenenses über IFK Göteborg. Nach einem 2:1-Heimsieg reichte ein 0:0 in Schweden zum Aufstieg.

Seine Heimspiele trägt Belenenses im knapp 20.000 Zuschauer fassenden Estadio do Restelo aus.

Trainiert wird der Klub vom ehemaligen portugiesischen Teamstürmer Ricardo Sa Pinto.

Der 42-Jährige ist seit Sommer im Amt, nachdem sich Belenenses von Lito Vidigal getrennt hatte.

Roland Linz spielte dort

In der Vorsaison schaffte der Verein überraschend Rang sechs, nachdem man ein Jahr zuvor noch schwer abstiegsgefährdet war. Erst 2013 war der Wiederaufstieg in die erste Liga gelungen.

Im Frühjahr 2014 war mit Roland Linz auch ein österreichischer Legionär bei Belenenses unter Vertrag.

Der Angreifer spielte bei seiner dritten Station in Portugal ein halbes Jahr für den dreifachen Cupsieger, ehe sich die Wege wieder trennten. Für den bald 34-Jährigen war es seine bis dato letzte Station als Profi.

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