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Bjelica: "Wir werden wieder aufstehen"

Ein 1:5 ist wahrlich alles andere als eine geglückte Generalprobe. Vor allem wenn einem amtierenden Meister solch eine Pleite widerfährt.

Doch die Wiener Austria war beim Gastspiel in Salzburg nicht so chancenlos, wie es das Ergebnis vermutet und hätte die Partie auch ganz früh anders gestalten können (siehe Nachbericht).

Somit hält sich die Trauerstimmung vor dem so wichtigen CL-Quali-Hinspiel am Dienstag gegen den isländischen Meister FH Hafnarfjördur in überschaubaren Grenzen.

Partie zum Abhaken

"Wir werden nicht mehr viel über diese Partie nachdenken", erklärte etwa Torschützenkönig Philipp Hosiner nach der Niederlage bei Red Bull.

Alexander Gorgon pflichtete seinem Teamkollegen bei: "Wir wollten die Partie gewinnen, das ist natürlich voll nach hinten losgegangen. Aber es geht Schlag auf Schlag, die Partie müssen wir einfach schnell aufarbeiten und dann den Blick auf Dienstag richten."

Trainer Nenad Bjelica geht in dieser Hinsicht als positives Beispiel voran und gibt klar die Marschroute aus: "Wir werden wieder aufstehen.“

Für den Austria-Coach war die Niederlage beim "Vize" natürlich alles andere als schön, doch sah der Kroate gegen die Mannschaft der Stunde auch gute Dinge, wie etwa die großen Möglichkeiten in der ersten Hälfte.

Effektivität muss sich steigern

Der 41-Jährige weiß, was gegen die Isländer vor eigenem Publikum zu tun ist und hat diesbezüglich simple Wünsche: "Ich wünsche mir eine effektivere Mannschaft, die sich defensiv steigert."

Im Normalfall sollte dies für den Meister gegen Hafnarfjördur machbar sein, stellt der isländische Tabellenführer doch nicht so ein Kaliber wie Salzburg dar.

Doch seit vergangener Woche und der Blamage Sturms in der EL-Quali gegen den isländischen Vizemeister Breidablik ist auch das keine Garantie.

So hält Alexander Grünwald folgerichtig fest: "Als Österreicher ist es vermessen zu sagen, wir schießen Isländer einfach vom Platz. Das hat man alleine schon anhand von Sturm gesehen."

Gemeinsam mit dem 1:5 sollten die Violetten gewarnt genug sein.

"Dann gehen wir als Sieger vom Platz"

Noch sei die Wiener Austria laut Bjelica nicht bei den 100 Prozent an Frische. Die soll im August da sein. Doch im Hinspiel am 30. Juli wird die Mannschaft alleine schon wegen des Bewerbs ganz frisch wirken.

"Dieses Spiel ist für uns und die Mannschaft sehr wichtig. Da werden wir uns anders präsentieren", verspricht Grünwald.

Nachsatz: "Wir sollten von der individuellen Qualität her besser sein, wenn wir das am Platz bringen, dann werden wir als Sieger vom Platz gehen."

Und es wäre nicht das erste Mal, dass einer missglückten Generalprobe eine gelungene Premiere folgt.

 

Bernhard Kastler

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