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Schaub schießt Rapid ins Champions-League-Playoff

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Der SK Rapid Wien hat am Dienstag das "Wunder von Amsterdam" vollbracht und steht in der Play-off-Runde zur Champions League.

Die Grün-Weißen gewannen das Rückspiel der dritten Qualirunde gegen Ajax Amsterdam auswärts mit 3:2 (2:0) und stiegen damit mit einem Gesamtscore von 5:4 auf. Matchwinner war Mittelfeld-Youngster Louis Schaub mit zwei Treffern, darunter dem entscheidendem letzten Tor.

Rapid war in der 12. Minute durch einen Kopfball-Treffer von Robert Beric in Führung gegangen.

Tolle erste Hälfte

Nach einer Maßflanke von Linksverteidiger Stefan Stangl, der wiederum ideal von Thanos Petsos bedient wurde, musste der völlig freistehende Slowene die Kugel einen Meter vor dem Tor nur noch einnicken.

Vorangegangen war der Aktion ein leichtfertiger Ballverlust von Ajax-Mittelfeldspieler Daley Sinkgraven.

In der 39. Minute intensivierte Schaub, der diesmal gegenüber Philipp Schobesberger den Vorzug bekam, die Glücksgefühle der 2.500 mitgereisten Rapid-Fans. Nach einer ansehnlichen Kombination fand Kapitän Steffen Hofmann Schaub rechts außerhalb des Strafraums.

Änderungen in der Startelf

Von dort zog der 20-Jährige in die Mitte und mit links ab, sein Schuss wurde von Joël Veltman unglücklich zum 0:2 abgefälscht.

Rapid-Coach Zoran Barisic nahm im Vergleich zum dramatischen 2:2-Hinspiel vor einer Woche in Wien noch zwei weitere Änderungen vor.

Für Stefan Schwab, der nach seiner Roten Karte wegen Brutalo-Fouls gesperrt wurde, spielte Grahovac im defensiven Mittelfeld, in der Innenverteidigung begann Christopher Dibon anstelle von Maximilian Hofmann.

Rapid-Defensive kompakt

Beide Mannschaften spielten vom Anpfiff weg mutig nach vorne, wobei sich die Niederländer bald die Feldüberlegenheit gesichert hatten.

Nach der Gäste-Führung verstärkte Ajax den Druck, wirkte gegen eine hochkonzentrierte und kompakt stehende Rapid-Defensive aber auch ideenlos.

Vor allem das Teamwork der offensiven Außenspieler und der Außenverteidiger in Grün-Weiß klappte im Gegensatz zum Hinspiel nahezu perfekt.

Die Hausherren hatten in einer intensiven und temporeichen ersten Hälfte zwar deutlich mehr Ballbesitz, bis auf einen Schuss von Viktor Fischer aber keine einzige echte Torchance vorzuweisen.

Der Däne setzte einen Schuss in der 22. Minute knapp vorbei. Rapid präsentierte sich dagegen als Meister der Effizienz: Die ersten beiden gefährlichen Angriffe führten zu zwei Toren.

Nach der Pause spielte der Spielverlauf dafür Ajax in die Karten. Nach einer Flanke von Mitchell Dijks besorgte Arkadiusz Milik in der 52. Minute per Volley und im Fallen den 1:2-Anschlusstreffer.

Ajax macht den Ausgleich

Was folgte, war rot-weißer Dauerdruck: Amsterdam dominierte mit rund 70 Prozent Ballbesitz, das Spielgeschehen konzentrierte sich immer mehr auf den Strafraum der Hütteldorfer, die kaum noch Entlastungsangriffe zustande brachten.

Fast folgerichtig sorgte der eingewechselte Nemanja Gudelj mit einem Weitschuss für den Ausgleich (75.).

Doch nur zwei Minuten später verzückte Schaub die Rapid-Fans erneut.

Schaub sorgt für den Aufstieg

Ähnlich wie bei seinem ersten Treffer dribbelte der Mittelfeldspieler von rechts Richtung Strafraum, verlud dann zwei Gegenspieler und ließ Keeper Jasper Cillessen keine Chance (77.).

Danach schienen die Niederländer innerlich zu resignieren - ein Aufbäumen war nicht mehr zu erkennen.

Mögliche Gegner Rapids im Playoff sind nun Kaliber wie Manchester United, Valencia, Bayer Leverkusen oder Lazio Rom.

Bei einem erneuten Weiterkommen wären die Grün-Weißen zum dritten Mal in der Champions-League-Gruppenphase, bei einer Niederlage im Playoff ist Rapid fix für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert.

Die Auslosung für das Playoff findet am Freitag (12.00 Uhr) in Nyon statt.

Ajax Amsterdam - SK Rapid Wien 2:3 (0:2)
Amsterdam ArenA, 53.000 (ausverkauft), SR Kruzliak (SVK). Hinspiel: 2:2 - Rapid mit Gesamtstand von 5:4 im Playoff (Auslosung am Freitag).

0:1 (12.) Beric
0:2 (39.) Schaub
1:2 (52.) Milik
2:2 (75.) Gudelj
2:3 (77.) Schaub

Ajax: Cillessen - Tete, Veltman (71. Sanogo), Riedewald, Dijks - Bazoer, Sinkgraven (87. Schöne), Klaassen - El Ghazi, Milik, Fischer (59. Gudelj)

Rapid: Novota - Auer, Sonnleitner, Dibon, Stangl - Petsos, Grahovac - Schaub (88. Alar), S. Hofmann (59. Schobesberger), F. Kainz - Beric (94. Prosenik)

Gelbe Karten: Tete bzw. Auer, Novota

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