Die Routiniers sind gefordert

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Wunschelf und Kaderbewertung FC Wacker

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Über den Winter gelangen in punkto Personal keine großen Sprünge bei Wacker Innsbruck.

Mit Rückkehrer Lukas Hinterseer und Verteidiger Sebastian Siller aus Grödig sind zwei Spieler zusätzlich im Kader, die aber erst ihren Weg in die Startelf finden müssen.

Taktisch setzte Roland Kirchler, je nach verfügbarem Personal, auf ein 4-1-4-1 oder ein 4-2-3-1. Während die Defenisve meist unberührt blieb, ist die Auswahl vor dem Sechser Tomas Abraham größer. Roman Wallner und Carlos Merino scheinen gesetzt. Auf den Außenpositionen gibt es mehrere Varianten.

Im Angriff ist auch eine Doppelspitze mit Julius Perstaller oder Hinterseer, der bei Kirchler in der Vorbereitung einen guten Eindruck hinterließ, neben Wallner ebenfalls denkbar.

LAOLA1 nimmt den Kader des FC Wacker genauer unter die Lupe:

TOR:

Wenn jemand im Herbst schlimmeres verhindert hat, dann ist es Szabolcs Safar. Der Ungar stellte des Öfteren seine Routinie und seine Klasse unter Beweis. Nach dem WAC ließ Wacker die zweitmeisten Torschüsse zu. 65.5 Prozent davon konnte Safar abwehren. Hinter Safar ist mit Markus Egger ein junger Mann die Nummer zwei. Einmal in der Liga und beim Cup-Erfolg in Graz lieferte er solide Leistungen ab. Die Nummer drei ist Martin Siding.

LAOLA1-Bewertung: Safar kann im Frühjahr der große Trumpf im Abstiegskampf sein. Seine Vorderleute dürfen sich natürlich nicht auf ihn verlassen, mit seinen 38 Lenzen strahlt der Ungar aber ungemein viel Ruhe aus. Die Innsbrucker müssen nur hoffen, dass Safar, wie zuletzt, verletzungsfrei bleibt.

ABWEHR:

Die Verteidigung der Tiroler war im Herbst offen wie ein Scheunentor. Mit 42 Gegentoren bekam man fast so viele wie in der gesamten letzten Saison (45). Nach dem Abschied von Inaki Bea war es die Aufgabe von Martin Svejnoha als Abwehrchef aufzutreten. Gelungen ist ihm das kaum. Neben ihm ist Dario Dakovic gesetzt, Marco Kofler ist unter Roland Kirchler Innenverteidiger Nummer drei. Neuzugang Sebastian Siller wird erst an die Mannschaft herangeführt. Auf den Außenpositionen gibt es mit Alexander Hauser und Christian Schilling links zwei Varianten, wobei Zweiterer einen guten Eindruck hinterließ. Rechts ist Thomas Bergmann so gut wie konkurrenzlos.

LAOLA1-Bewertung: Wie es bereits im Herbst zu erahnen war, fehlt Wacker ein echter Abwehrchef. Svejnoha ist definitiv nicht der Kommunikator, wie Inaki Bea einer war. Seit dem Trainerwechsel ist die Defensive stabiler geworden, vom Personal her bleibt die Abwehr aber der größte Unsicherheitsfaktor.

  MITTELFELD:

Während es offensiveren Bereich mehrere Optionen gibt, steht und fälllt das defensive Mittelfeld mit Kapitän Tomas Abraham. Die Erwartungen an ihn waren im Herbst aber noch andere. Mit seiner Routine ist er dennoch unverzichtbar. Vor ihm spielt Carlos Merino die größte Rolle. Auch bei ihm bedarf es aber einer klaren Steigerung. Wer auf den Außenpositionen die erste Geige spielt, ist offen. Christopher Wernitznig, der links und rechts eingesetzt werden kann, hat die besten Karten. Christoph Saurer kann sowohl als zweiter Mann im Zentrum, als auch auf den Außen eingesetzt werden. Auch Oldie Marcel Schreter und Julius Perstaller sind Kandidaten auf den Außen. Youngster Daniel Schütz spielte unter Kirchler nur noch eine Jokerrolle. Von den Nachwuchstalenten kam einzig Simon Piesinger auf nennenswerte Einsatzzeit. Die Youngster Sascha Wörgetter und Andreas Kuen warten auf ihre Chancen.

LAOLA1-Bewertung: Ohne den Routiniers wird es im Mittelfeld der Innsbrucker ganz schön dünn. Man hat über weite Strecken des Herbstes schon gesehen, was passiert, wenn die Stammkräfte außer Form sind. Fallen Abraham und Merino aus, liegt die Last auf jungen Schultern mit wenig Erfahrung.

ANGRIFF:

Flaute ist noch ein harmloser Ausdruck für das, was Wacker bisher abgeliefert hat. Roman Wallner, Julius Perstaller und Marcel Schreter kommen zusammen nur auf sieben Tore. Neuzugang Wallner machte dabei noch den besten Eindruck. Von Rückkehrer Lukas Hinterseer, der für die Vienna zwei Tore gemacht hat, wird man auch keine Wunderdinge erwarten können. Und Alexander Fröschl kam über wenige Kurzeinsätze nicht hinaus.

LAOLA1-Bewertung: Auf Roman Wallner ruht die größte Hoffnung. Er ist derjenige, der am öftesten auf das gegnerische Tor geschossen hat, wenn auch nur mit magerer Ausbeute. Dass er das Potenzial besitzt, auch mit 31 Jahren noch ein Knipser zu sein, hat er bereits angedeutet. Abgesehen von Wallner sieht es aber ganz schön düster aus. Vorallem die Herren Schreter und Perstaller sind gefordert.

 

Anmerkung: Wie schon im Herbst gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.


Andreas Terler

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