Pro & Contra: Ohne Legionäre wäre Wacker wertlos

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PRO

Die Innsbrucker leben von ihren Legionären, keine Frage. Die Zentrale Achse Inaki Bea, Tomas Abraham, Carlos Merino und Miran Burgic drückt dem Spiel der Tiroler den Stempel auf.

Beispiel Bea: Als der Baske zwischen der 13. und 16. Runde fehlte, gewann der FC Wacker nur ein Spiel, ließ aufgrund von Gegentreffern in den Schlussminuten gegen Mattersburg und Ried aber vier Punkte liegen.

Beispiel Merino: Mit fünf Treffern und zwei Assists hat der Spanier die meisten Scorerpunkte der Mannschaft auf seinem Konto.

Wie wichtig Abraham für die Innsbrucker ist, beweist alleine schon der Umstand, dass er seit seiner Ankunft im Sommer 2010 in der Meisterschaft noch keine Minute verpasst hat und vor der laufenden Saison sogar zum Kapitän gemacht wurde.

Das soll freilich nicht heißen, dass die Bergmanns, Wernitznigs und Schütz' im Kader schlechte Fußballer sind. Ohne die Führung der routinierten Legionären wären sie aber nicht da, wo sie sind. Sondern mitten im Kampf gegen den Abstieg.

Harald Prantl

CONTRA

Natürlich sind Abraham und Co. wichtige Stützen. Natürlich wäre Wacker ohne seine Legionäre vermutlich schwächer. Aber wertlos? Das halte ich für übertrieben.

Vergesst mir nicht die jungen Österreicher wie Wernitznig, Schütz, Kofler und Perstaller. Oder gestandene Bundesliga-Profis wie Hauser, Schreter und Harding. Ich meine: Die Mischung macht's.

Darum macht sich auch der Ausfall von einem Leistungsräger wie Inaki Bea, der im Vergleich zum Herbst 2010 nur mehr halb so viel spielte, kaum bemerkbar. Kofler und Dakovic haben den Spanier mehr als ordentlich vertreten.

Was den Tirolern fehlt, sind gute Kicker im besten Fußballer-Alter. Sprich Profis in den End-Zwanzigern, die Wacker sofort weiterhelfen können. Ob die dann aus dem Ausland oder aus Österreich kommen, ist aus meiner Sicht sekundär.

Kurt Vierthaler

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