Alle Jahre wieder.

Während viele Bundesliga-Klubs im Winter nachrüsten, setzen die Burgenländer auf Altbewährtes.

Auch diesmal blieben Transfers aus.

Und gerade darin liegt das große Plus. Das Team ist eingespielt und durch den beinharten Abstiegskampf in der letzten Saison gereift.

LAOLA1 nimmt den Kader des SVM Mattersburg genau unter die Lupe:

 

TOR:


Thomas Borenitsch hat sich im Herbst das Einserleiberl gesichert. Der 31-Jährige absolvierte insgesamt 14 Saisonspiele und wird auch im Frühjahr zwischen den Pfosten stehen. Der Burgenländer gilt als erfahrener und routinierter Torhüter, der jedoch nach einigen Glanzparaden auch einmal ins Leere greifen kann. Aus diesem Grund kam auch David Schartner zu fünf Einsätzen. Der Salzburger zog sich im Oktober jedoch eine Schulterverletzung zu und musste operiert werden. Als Nummer drei fungiert  Markus Böcskör, der aber auch in der Trainingsarbeit Tormanntrainer Leo Martinschitz unterstützend zur Seite steht.

LAOLA1-Bewertung: Mit einer Fangquote von 73 Prozent liegt Borenitsch im Mittelfeld der Liga. Beim Routinier ist es dennoch immer eine Lotterie, ob er einen guten oder schlechten Tag erwischt. Daher gehört über kurz oder lang Schartner die Zukunft. Und dieser muss sich erst beweisen.

 

ABWEHR:


Die Defensive kann zweifelsohne als positive Überraschung angesehen werden. Mit 26 Gegentoren kassierten die Burgenländer beispielsweise weniger Treffer als Meister Sturm (28) und Austria (30). Die im Sommer getätigte Rückkehr von Adnan Mravac hat sich also ausgezahlt. Der bosnisch-österreichische Doppelstaatsbürger bildet gemeinsam mit Nedeljko Malic das Innenverteidiger-Duo. Als Backup dienen Stefan Ilsanker, der auch im defensiven Mittelfeld zum Zug kommen kann, und Alexander Pöllhuber. Letzterer ist aber nur bei Bedarf eine Alternative, denn der Zwei-Meter-Hüne beackert eigentlich die linke Außenbahn. Seinen dortigen Fixplatz dürfte der baumlange Verteidiger jedoch an Lukas Rath verloren haben. Auf der rechten Seite gilt Alois Höller als gesetzt. Martin Rodler ist eine weitere Option.

LAOLA1-Bewertung: Keine Frage, der SVM hat sein letztjähriges Abwehr-Problem (vorerst) in den Griff bekommen. Die Rückkehr von Mravac tat den Burgenländern gut, mehr aber auch nicht. 

 

MITTELFELD:


Manuel Seidl kann getrost als Schaltzentrale bezeichnet werden. Der 23-Jährige hat in fast jedem Spiel die meisten Ballkontakte und sich als Denker und Lenker etabliert. Der ehemalige U21-Teamspieler erzielte im Herbst zwei Tore und lieferte zwei Assists. Den defensiven Part übernimmt Eigengewächs Philipp Steiner, der sich im Laufe der Saison immer besser integrieren konnte und den Kroaten Ivan Parlov aus der Startelf spielte. Am rechten Flügel erhält Patrick Farkas den Vorzug gegenüber Ronald Spuller. Links dürfte Michael Mörz gegenüber dem verletzungsanfälligen Winfried Domoraud die Nase vorne haben. Die Nachwuchs-Hoffnungen Marvin Potzmann, Christian Gartner und Peter Hawlik werden weiterhin behutsam aufgebaut, können bei Gegebenheit mit etwas Spielzeit rechnen.

LAOLA1-Bewertung: Zwar agierten die Burgenländer heuer spielfreudiger als noch vor ein paar Jahren, die ganz großen Gusto-Stückchen blieben aber aus. Dazu fehlt es an Kreativität. Kampf bleibt also Trumpf.

 

STURM:


Was wäre Mattersburg ohne Patrick Bürger? Der Torjäger hat auch in dieser Saison seine Kaltschnäuzigkeit öfters unter Beweis gestellt und hält bereits bei acht Toren und drei Vorlagen – ein Fixplatz ist dem 24-Jährigen daher gewiss. Ihm zur Seite steht Ilco Naumoski. Der Mazedonier dürfte sein Formtief überwunden haben und langsam zu alter Stärker zurückkehren. Robert Waltner muss weiterhin mit der Rolle des Reservisten zufrieden sein. Nachwuchs-Mann Thorsten Röcher wurde immerhin sieben Mal eingewechselt und belohnte sich dabei mit zwei Bundesliga-Toren.

LAOLA1-Bewertung: Naumoski kommt langsam wieder in Fahrt, Bürger konnte seine überragende Form konservieren. Dem SVM bleibt zu wünschen, dass beide verletzungsfrei bleiben und weiterhin ihre Tore machen. Sonst sieht es nicht gut aus.

 

Martin Wechtl

Anmerkung: Wie schon im Sommer gibt es als Bewertungsgrundlage 1 bis 10 Bälle, wobei 10 das Maximum darstellt.

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