Pro & Contra: Die Admira stürzt im Frühjahr ab

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PRO

Der Herbst, den die Admira hingelegt hat, war aller Ehren wert. Dieser Aufsteiger hat richtig frischen Wind in die Bundesliga gebracht. Hut ab!

Doch im Frühjahr wird dieser Erfolgslauf nicht fortgesetzt, die Südstädter werden ins Stolpern geraten. Denn die anfängliche Euphorie, die praktisch jeder Aufsteiger mitbringt, ist mittlerweile verflogen.

Außerdem können die schnellen Konter der Truppe von Didi Kühbauer keinen Klub mehr überraschen. Das war schon im zweiten Viertel der Saison zu bemerken. Während die Niederösterreicher in den Duellen mit ihren Konkurrenten noch 18 Punkte sammeln konnten, waren es in den zweiten Aufeinandertreffen nur noch zehn Zähler.

Außerdem hängt das Spiel der Admira sehr an einigen Leistungsträgern. Dass sich diese bislang nicht verletzt haben, ist Glück. Niemand wünscht es dem Team, aber sollte beispielsweise ein Patrik Jezek einige Partien verpassen, wäre er wohl nicht zu ersetzen.

Die Top-Klubs der Liga werden sich darüberhinaus nicht noch einmal derart unkonstant präsentieren, wie in der ersten Saisonhälfte. Da wird die Admira nicht mehr mitkommen.

Harald Prantl

CONTRA

Okay, die Admira hat für einen Aufsteiger einen bärenstarken Herbst gespielt, der nur schwer zu toppen ist. Muss daher im Frühjahr automatisch der Einbruch kommen wie etwa letztes Jahr bei Wacker Innsbruck? Ich sage NEIN!

Gerade im Fußball ist – fünf Euro ins Phrasenschwein – alles möglich. Wer erinnert sich nicht gerne an die Saison 1997/98, als in Deutschland Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern sogar Meister wurde. Der ganz große Coup wird sich für die Südstädter nicht ausgehen, ein Platz im oberen Drittel ist aber durchaus drinnen.

Wieso? Zum einen, weil die Truppe gesehen hat, dass sie ohne weiteres mit den „Big-Four“ mithalten kann. Zum anderen, weil die Niederösterreicher eine homogene Mannschaft haben, frei von Starallüren und Nebengeräuschen. Und mit Trainer Didi Kühbauer steht ein Mann an der Spitze, der die Mechanismen des Fußballgeschäfts kennt, wie kaum ein anderer.

Martin Wechtl

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