Hosiner: "Die drei Tore sagen noch gar nichts aus!"

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Sein erstes Bundesliga-Tor vergisst man nicht!

Schon gar nicht, wenn man seinem ersten Treffer in der höchsten Spielklasse gleich noch zwei weitere folgen lässt.

Und dann auch noch gegen die Wiener Austria. Philipp Hosiner hat diesen "Jackpot" geknackt - und die Violetten praktisch im Alleingang abgeschossen.

Im LAOLA1-Interview freut er sich über seinen Triplepack, spricht über seinen Stotterstart bei den Südstädtern und klärt auf, was er als Kind im Horr-Stadion gemacht hat.

LAOLA1: Philipp, was ist das für ein Gefühl, wenn man bei seinem zweiten Bundesliga-Einsatz von Beginn an drei Tore erzielt und die Austria abschießt?

Philipp Hosiner: Ein unglaubliches Gefühl! Es war einfach ein super Spiel von uns, wir haben gewusst, dass wir die Austria attackieren müssen, das ist uns gut gelungen. Wir sind super Konter gelaufen und haben auf unsere Chancen gelauert. Nach dem zweiten Tor haben wir gewusst, dass da etwas drin ist und schlussendlich verdient gewonnen.

LAOLA1: Und für dich persönlich, ist mit deinem Triplepack ein Traum in Erfüllung gegangen?

Hosiner: Ja, sicherlich. Ich war schon als Kind oft hier im Stadion. Schon damals habe ich davon geträumt, einmal hier zu spielen. Wenn man dann noch drei Tore schießt und drei Punkte mitnimmt, ist das natürlich super.

LAOLA1: Dabei hat es gar nicht so super begonnen für dich, nach dem Wechsel von der Vienna zur Admira?

Hosiner: Ich hatte es nicht leicht, als ich zur Admira gekommen bin. Die Konkurrenz war und ist stark. Ich musste mich erst in die Mannschaft reinfinden und meine Leistungen bestätigen. Das ist mir zu Beginn nicht gelungen, aber gegen die Austria habe ich gezeigt, was ich kann. Hoffentlich geht es so weiter!

LAOLA1: Du sagst, dass du es zu Beginn nicht leicht hattest. Macht man sich da zusätzlich Druck?

Hosiner: Nein, denn ich habe für zwei Jahre bei Admira unterschrieben. Das heißt für mich, dass ich hier zwei Jahre Zeit habe, mich zu entwickeln. Deshalb war es auch kein Problem, dass ich nicht gleich in der Startelf dabei war. Man kann es nicht erzwingen, Tore und Leistung kommen von alleine.

LAOLA1: Dein Trainer hat in der LAOLA1-Vorschau gesagt, dass du das Zeug hast, ein "Großer" zu werden. Wie ist dein Verhältnis zu Didi Kühbauer?

Hosiner: Wir haben kein besonderes Verhältnis. Der Trainer behandelt alle Spieler gleich. Wir haben vor dem Spiel geredet, da hat er mir gesagt, dass ich spiele und welche Aufgaben ich zu erledigen habe.

LAOLA1: Die Aufgabe "Tore schießen" hast du mit drei Treffern bei sechs Torschüssen perfekt umgesetzt?

Hosiner: Ach, die drei Tore sagen noch gar nichts aus. Die Mannschaft hat super gespielt, ich habe meine Leistung gebracht, das war wichtig. Aber die Leistung müssen wir im nächsten Spiel gegen den Meister wieder bestätigen.

LAOLA1: Admira liegt nach sechs Runden auf Platz zwei, vor Austria, Sturm und Rapid. Kann man da von einem Traumstart sprechen?

Hosiner: Für einen Aufsteiger sind wir sicher sehr gut gestartet. Bis auf die Auftaktpartie gegen Rapid waren wir immer die bessere Mannschaft, haben auch immer Punkte mitgenommen. So kann es gerne weitergehen!

LAOLA1: Es ist noch früh in der Saison, aber muss man das Ziel "Klassenerhalt" nicht schon nach oben schrauben?

Hosiner: Nein, wir wollen einmal weiter in der Bundesliga bleiben, das ist unsere Zielsetzung. Aber je mehr Punkte wir jetzt schon mitnehmen, desto früher könnte dieses Thema erledigt sein.

LAOLA1: Du hast eingangs erwähnt, dass du als Kind oft im Horr-Stadion warst. Als Austria-Fan?

Hosiner: Ich war mit meinem Vater bei der Austria, bei Rapid, wir sind aber auch auf Länderspiele gegangen. Ich war einfach Fußball-Fan und in vielen Stadien in Österreich unterwegs.

LAOLA1: Zumindest wohntechnisch zieht es dich jetzt aber nach Wien?

Hosiner: Ich bin noch auf Wohnungssuche, schaue gerade, was sich ergibt. Vielleicht ist ja etwas mit Blick auf die Generali-Arena frei (lacht).

Das Interview führte Stephan Schwabl

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