Ried strebt ersten Saisonsieg an

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Vier Spiele, zwei Punkte, Tabellenletzter.

So hat sich das Überraschungsteam der Vorsaison den Auftakt in der Bundesliga sicher nicht vorgestellt.

Auch wenn die SV Ried mit Sturm, Austria, Rapid und Salzburg die wohl stärksten Teams der Liga bisher als Gegner hatte, darf man sich vom Cupsieger und Tabellen-Vierten der abgelaufenen Spielzeit doch mehr erwarten.

„Hatten ein Hammerprogramm“

„In der Liga lief es bis jetzt noch nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir mussten gleich zu Beginn gegen die vier ganz Großen spielen. Das war natürlich ein Hammerprogramm“, erklärt SVR-Torhüter Thomas Gebauer.

„Jetzt kommen die Spiele, wo wir anschreiben müssen, damit wir so schnell wie möglich von da unten wegkommen. Wir sind stark genug, um unsere Punkte zu machen.“

Negative Bilanz gegen Mattersburg

Das erste dieser Spiele in denen man punkten muss, findet am Sonntag statt, wenn die „Wikinger“ im Pappel-Stadion auf den SV Mattersburg treffen. Die Rieder taten sich in der Vergangenheit allerdings schwer gegen die Burgenländer.

Sechs Niederlagen und vier Unentschieden stehen lediglich zwei Siege gegenüber. In der letzten Spielzeit konnten die Oberösterreicher jedoch auswärts vier Punkte sammeln (4:1, 2:2).

Selbstvertrauen nach PSV-Spiel

Nach dem sensationellen Europa-League-Auftritt am Donnerstag gegen den zweifachen Europa-Cup-Sieger PSV Eindhoven (0:0), sollte die Mannschaft auch ausreichend Selbstvertrauen getankt haben.

„Wir müssen schauen, dass dieser Funke nun auch in der Liga überspringt“, weiß Youngster Daniel Royer nach dem Match gegen Eindhoven. Nach seinem schwachen Liga-Auftritt gegen Salzburg konnte der 21-Jährige mit einigen starken Aktionen auf der internationalen Bühne wieder glänzen.

„Wir haben gegen PSV gesehen, dass wir gut kicken können und dass wir auch hinten gut stehen“, meint Markus Hammerer, der den Innviertlern in den nächsten Wochen wegen eines Adduktorenabrisses fehlen wird.

 „Müssen Schalter umlegen“

Die vielen Europa-Cup-Auftritte bringen aber auch Probleme mit sich. Die kurze Regenerationszeit ist eines davon. Zudem ist es nicht leicht sich nach internationalen Spielen wie gegen PSV Eindhoven dann wieder mental auf den Ligaalltag einzustellen.

„Wir hatten in der Europa League schon viele Highlights. Es ist im Kopf sehr schwer nach solchen Spielen auf die Meisterschaft umzuschalten. Wir sind einfach auch noch eine international sehr unerfahrene Truppe“, versucht Gebauer die schwierige Situation zu erklären.

Routinier Stefan Lexa sieht das ähnlich: „Wir müssen einfach den Schalter umlegen. Wenn wir so konzentriert spielen wie gegen PSV, dann dürfte auch in Mattersburg etwas zu holen sein.“

Systemumstellung auch in der Liga?

Unklar ist, ob Ried nun auch in der Liga wie zuletzt gegen PSV mit einer Viererkette spielen wird.

Gegen die Niederländer hat die Systemumstellung vom altbewährten 3-3-3-1 auf ein 4-4-2 jedenfalls gut funktioniert. Die Abwehr des Cupsiegers stand bedeutend sicherer als noch in der letzten Meisterschaftspartie gegen Salzburg.

„Wir hatten gegen Bröndby und Salzburg Schmerzen im Abwehrzentrum, deswegen haben wir gegen PSV auf eine Viererkette umgestellt. Ich denke, es war die richtige Entscheidung“, erklärt Co-Trainer Gerhard Schweitzer die Veränderungen in der Mannschaft.

Egal mit welcher Taktik Paul Gludovatz seine Mannschaft auf das Feld schickt, das Wichtigste wird gegen Mattersburg das Ergebnis sein. Das weiß auch Thomas Hinum: „Wenn wir gewinnen, dann beruhigt sich hinsichtlich der Liga auch das Umfeld.“

Denn eines ist sicher: geht die Partie gegen die Burgenländer verloren, ist der Fehlstart in der Bundesliga für die Oberösterreicher perfekt.

 

Susanne Brunnmair/Bernhard Kastler

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