Rieder wollen EC-Platz über Liga sichern

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Auf dem Weg zu einem neuerlichen internationalen Startplatz ist die SV Ried dank des Einzugs ins Cupfinale gut unterwegs. In der Bundesliga fehlen den Oberösterreichern derzeit vier Zähler auf Rang drei, und auch der scheint vier Runden vor dem Ende noch in Reichweite.

Vor dem Auswärtsduell mit Schlusslicht Kapfenberg am Samstag (18.30 Uhr) - dem Tag vor der 100-Jahr-Feier des Clubs - ist die Marschroute klar. "Wir wollen noch nach vorne kommen und den dritten Platz erreichen", meinte Stürmer Guillem, der die "Wikinger" am Mittwoch mit seinem Doppelpack gegen die Austria ins Endspiel geschossen hat.

Kapfenberg klammert sich an letzten Strohhalm

Die Steirer erwiesen sich im Frühjahr aber bereits des öfteren als unangenehmer Kontrahent. "Gegen Kapfenberg wird es kein leichtes Spiel. Sie kämpfen um ihre letzte Chance auf den Klassenerhalt", sagt Guillem.

Sein Coach Gerhard Schweitzer sieht die Sache ähnlich. "Kapfenberg wird alles versuchen, um dem Abstieg zu entrinnen". Der Strohhalm, an den sich die Truppe von Thomas von Heesen noch klammern kann, ist freilich kurz.

Neun Punkte liegt man hinter Wiener Neustadt, das noch dazu ein klar besseres Torverhältnis hat. Am Samstag könnte der Abstieg daher schon fix sein.

Von Heesen streut den Ridern Blumen

"Ried ist flexibel"

Von Heesen bekundete seinen Respekt vor dem Gegner. "Ried ist eine der spielstärksten Mannschaften in Österreich. Sie sind absolut verdient gegen die Austria ins Cupfinale eingezogen", befand der Deutsche.

"Durch ihr 3-3-3-1-System sind sie sehr flexibel. Wir müssen von Beginn an voll attackieren, ich denke, dass ihnen das nicht schmecken wird."

Schweitzer wiederum will von einem internationalen Startplatz noch nichts wissen. "Der Europacup ist noch weit weg. Denn wenn Rapid im Schlagerspiel gegen Salzburg gewinnt, ist die Meisterschaft wieder völlig offen", betonte der Interimscoach, der mit Saisonende als Co-Trainer wieder ins zweite Glied zurückrückt.

"Salzburg ist noch nicht Meister"

Auch Manager Stefan Reiter warnte: "Wir haben auch in der Meisterschaft noch die Chance, einen Europacup-Platz zu erreichen. Und deshalb brauchen wir einen Sieg in Kapfenberg. Salzburg ist noch nicht Meister."

Verzichten muss Schweitzer auf den gesperrten Mittelfeldmann Emanuel Schreiner, Stefan Lexa (Knie) und Verteidiger Lukas Rotpuller (Fersenprellung) - womit nach der Verletzung von Maximilian Karner keiner der arrivierten Spieler auf der rechten Defensiv-Seite zur Verfügung steht.

"Wir müssen alles rauspressen", sagte Schweitzer, der die zweigleisige Fahrt Cup-Meisterschaft nicht nur für motivierend, sondern auch für "gefährlich" hält.

Statistik sprich für Ried

Statistisch gesehen sind die Rieder gegen Kapfenberg wenig überraschend in der Favoritenrolle. In bisher 15 Duellen gab es bei 2 Unentschieden 10 Siege der Oberösterreicher.

In der Fremde allerdings hatten es Anel Hadzic und Co. zuletzt schwer. Seit acht Auswärtsspielen wartet man auf einen vollen Erfolg - der bisher letzte gelang allerdings just in Kapfenberg: Am 19. November des Vorjahres siegte man 3:1.

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