Austria will nicht nocheinmal über den KSV stolpern

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Die Wiener Austria ist trotz nur eines Siegs in den jüngsten sechs Runden voll auf Kurs in Richtung Europacup-Platz. Als Dritter (45 Punkte) nehmen Kapitän Manuel Ortlechner und Co. derzeit den zweiten Europa-League-Platz ein.

Um diesen abzusichern und vor allem auch Salzburg (50) und Rapid (49) nicht aus den Augen zu verlieren, ist ein Sieg beim Schlusslicht Kapfenberg am Samstag absolute Pflicht.

Die Austria tut sich gegen Kapfenberg schwer

Die Kapfenberger haben sich in der laufenden Saison allerdings als für die Austria unangenehmer Gegner präsentiert. Von ihren 19 Punkten haben die Obersteirer alleine vier davon gegen die Vastic-Schützlinge geholt.

Im Franz-Fekete-Stadion gab es am 30. Oktober 2011 ein 2:2-Remis, am 25. Februar folgte in Favoriten ein nicht unverdienter 1:0-Sieg der Steirer. "Es geht für uns aber nicht um Revanche, sondern wir brauchen die drei Punkte", sagte Austria-Trainer Ivica Vastic.

Obwohl die Kapfenberger so gut wie abgestiegen sind, rechnete der Ex-ÖFB-Teamspieler mit einem sehr unangenehmen Gegner.

"Aggressivität wird auch in Kapfenberg nötig sein"

Sie haben eine gute, erfahrene Mannschaft. Auch wenn sie kaum mehr eine Chance haben, in der Liga zu bleiben, wollen sich die Spieler sicher präsentieren. Jeder spielt um seine Zukunft", ist sich Vastic der schweren Aufgabe bewusst.

Faktum ist, dass den Wienern ein ganz anderes Spiel als im Derby gegen Rapid bevorsteht. Vom torlosen Remis könne seine Truppe jedenfalls einiges ins Spiel gegen Kapfenberg mitnehmen.

"Die Mannschaft hat sehr gut gespielt, Druck bis am Schluss gemacht und war aggressiv in den Zweikämpfen. Aggressivität wird auch in Kapfenberg nötig sein", meinte Vastic.

Umstellungen, Linz bleibt aber auf der Bank

An vorderster Front wird ziemlich sicher wieder Roman Kienast beginnen. Roland Linz bleibt trotz fünf erzielter Tore in den bisherigen Saisonduellen mit Kapfenberg nur ein Platz auf der Bank.

"Roli ist immer ein Thema, aber ich glaube nicht, dass er von Anfang an spielen wird", sagte Vastic. Der Austria-Coach hoffte allerdings darauf, dass der Stürmer seine Kapfenberg-Qualitäten bei einer Einwechslung unter Beweis stellt.

Im Gegensatz zum Derby gibt es bei den Wienern zwei fixe Umstellungen. Tomas Jun ist angeschlagen und Kaja Rogulj machen Adduktorenprobleme zu schaffen. Zudem stehen auch Alexander und Pascal Grünwald weiterhin nicht zur Verfügung.

Im Gegensatz zum Personellen gab es positive Nachrichten von der Sponsorenfront. Die Wiener gaben am Freitag die Verlängerung der Partnerschaft mit dem Grand Hotel Wien bis Juni 2016 bekannt. Das Hotel sorgt damit wie schon in den vergangenen drei Jahren für das gastronomische Wohl der Besucher in der Generali-Arena.

Kapfenberger Motivation ungebrochen

In Kapfenberg laufen aufgrund von zwölf Zählern Rückstand auf den Vorletzten Wiener Neustadt bereits die Planungen für die Erste Liga auf Hochtouren.

Die Kicker sind aber weiterhin mit dem nötigen Ernst bei der Sache. "Die Mannschaft ist nach wie vor hochmotiviert. Ich weiß, dass wir eine gute Arbeit leisten, aber leider stimmt das Ergebnis nicht", sagte KSV-Trainer Thomas von Heesen.

Der Deutsche denkt aber nicht ans Aufgeben und peilt eine Sensation an, wie schon zum Frühjahrsauftakt beim 1:0-Sieg in Wien. "Die Austria ist Favorit und hat sich auch im Derby in sehr guter Verfassung präsentiert. Aber wir wollen das Spiel zu Hause gewinnen", sagte Von Heesen.

Kapfenberg ohne Keeper Wolf?

Der Einsatz von Goalie Raphael Wolf, der beim 0:0 gegen Wiener Neustadt eine leichte Gehirnerschütterung erlitten hatte, und Mario Grgic (Oberschenkelprobleme) ist fraglich.

Dafür kehren mit David Sencar, Nathan Junior und Florin Lovin gleich drei zuletzt gesperrte Spieler zurück.

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