Zufriedenheit sieht anders aus

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Moniz: "Wir sind noch nicht fähig"

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Wien/Innsbruck - So gut sich Österreichs Quartett in der vergangenen Woche resultatsmäßig (je zwei Siege und Remis) im Europacup geschlagen hat, so dürftig blieb seine Ausbeute in der dritten Runde der Bundesliga.

Nachdem Meister Sturm Graz am Samstag in Kapfenberg sogar sang- und klanglos 0:3 untergegangen war, gelang am Sonntag Cupsieger SV Ried auswärts gegen Rapid, Vizemeister RB Salzburg daheim gegen SV Mattersburg und Austria Wien in Innsbruck gegen Wacker kein voller Erfolg und auch kein Tor.

Das Trio musste sich jeweils mit einem Punkt begnügen.

"Das ist ein Supergefühl"

Zumindest die Burgenländer, die schon in Graz gegen Sturm ein 2:2 geholt hatten, durften das 0:0 gegen den vermeintlich übermächtigen Gegner wie einen Sieg feiern.

"Das ist ein Supergefühl. Wir haben nicht schlecht gespielt, gut gekämpft und nicht viele Chancen zugelassen. Mit ein bisschen Glück hätten wir sogar gewinnen können", meinte SVM-Torhüter Thomas Borenitsch.

Stürmer Ilco Naumoski fügte hinzu: "Man hat gesehen, dass sich alle Favoriten gegen uns warm anziehen müssen."

Ein, zwei Torchancen für Salzburg seien für so viele Stars zu wenig.

Auch Franz Lederer, dessen Elf auswärts seit sieben Runden sieglos ist, freute sich über den Achtungserfolg.

"Wir haben verdient einen Punkt mitgenommen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die taktische Disziplin war extrem hoch. Wir haben gegen sehr viel individuelle Klasse bestanden", meinte der Mattersburg-Feldherr, der zufrieden feststellte: "Ich will das nicht überbewerten, aber es ist schon eine gewisse Stabilität in der Mannschaft."

In Innsbruck rettete ausgerechnet ein Ex-Wacker-Akteur den nicht überzeugenden Gästen das 0:0. Keeper Grünwald hatte in der 93. Minute mit einem Superreflex einen Schuss von Wernitznig abgewehrt.

"Den Punkt haben wir Pascal zu verdanken", befand dann auch Austria-Coach Karl Daxbacher, nach dessen Meinung die Teams einander neutralisiert haben und dadurch kein Räume da waren.

"Wir haben nicht so gut rausgespielt, weil Wacker gut zugestellt hat. Der Krautacker hat seinen Teil dazu beigetragen".

Wacker trauerte wieder Punkten nach

P. Grünwald war wie Daxbacher zufrieden und sprach letztlich von einem "gewonnen Punkt".

Es sei besser statt mit leeren Händen heimzufahren, das Resultat sei nach dem Spielverlauf ein bisschen schmeichelhaft.

Die Hausherren trauerten nach der knappen Niederlage (0:1) gegen RB Salzburg abermals Zählbarem nach.

"Weil wir vier hochkarätige Chancen hatten", begründete Trainer Walter Kogler.

Nach Meinung des Kärntners, der die Taktik geändert, der Austria das Spiel überlassen und auf Konter gebaut hatte, könnte seine Elf jetzt schon vier Punkte mehr auf dem Konto haben.

Das 1:2 daheim zum Auftakt gegen SC Wr. Neustadt hat er als "kollektiven Selbstfaller" ausgenommen.

"Noch nicht fähig"

Sein Salzburger Kollege, dessen Elf seit neun Liga-Partien (23. April 2:3 daheim Wacker) unbesiegt ist, machte den Gästen Komplimente.

"Wir sind auf einen sehr selbstbewussten Gegner getroffen. Meine Mannschaft ist noch nicht fähig, gegen einen stark defensiv eingetsellten Gegner wie Matterburg zum Erfolg zu kommen", sagte Ricardo Moniz, dessen Truppe die technische Überlegenheit nicht in Effizienz ummünzen und auch keinen Druck habe erzeugen können.

Fünf Spiele in Serie ohne Gegentor sei positiv, "aber die andere Qualität (Anm.: nach vor zu spielen) schwieriger."

"Frühes Tor hat gefehlt"

Der Niederländer trauerte den Chancen nach Beginn nach.

"Das frühe Tor hat gefehlt, daher sind alle nervös und hektisch geworden", nannte er einen der Gründe für die dürftige Nullnummer. Dass man dem Gegner in die Karten gespielt habe, hätte nur mit Disziplin zu tun. "Wir wissen, woran wir arbeiten müssen."

Glück hatte Stürmer-Jungstar Alan, dass er nach einem Kopfstoß gegen SVM-Kapitän Mörz nicht Rot sah.

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