Torlose Rapidler gegen heimstarke Grazer

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Der Kampf des SK Rapid gegen die eigene Torflaute geht am Samstag auswärts gegen Sturm Graz in die nächste Runde.

Vier der vergangenen fünf Partien der Hütteldorfer endeten mit 0:0, dennoch stehen die Grün-Weißen weiterhin an der Spitze, auch weil die jüngsten elf Spiele nicht verloren wurden.

Die Steirer wiederum halten vor dem Schlager bei sechs Heimsiegen in Folge und haben die Chance, sich mit einem Sieg im Duell zwischen Meister und Rekordmeister in der Tabelle weiter zu verbessern.

Heimstärke spricht für Sturm Graz

Im Falle eines Unentschiedens zwischen Ried und Salzburg, eines Punkteverlusts der Austria gegen Kapfenberg und eines Siegs mit drei Toren Unterschied würde Sturm nach der 22. Runde sogar auf Platz eins stehen.

Trainer Franco Foda wollte an dieses Szenario aber keine Gedanken verschwenden und freute sich lieber auf ein spannendes Match.

"Gegen Rapid ist immer ein sehr interessantes Spiel zu erwarten. Das war in den letzten drei Jahren immer so, da gibt es keine Favoriten, da weiß man nie, wie es ausgehen wird."

Der Deutsche hat bei seiner Truppe in den beiden ersten Frühjahrspartien (1:0 gegen Mattersburg, 0:0 in Salzburg) Fortschritte festgestellt.

"Die Abwehr hat sich stabilisiert und unser Defensivverhalten hat sich gebessert. Ich bin mit unserem Start durchaus zufrieden, auch wenn wir sechs Punkte hätten machen können", erklärte der Coach, dessen Mannschaft in der UPC-Arena saisonübergreifend schon seit 13 Partien ungeschlagen ist.

Schöttel erwartet Sturm offensiver als Austria

Auch aufgrund dieser Statistik zeigte Rapid-Trainer Peter Schöttel großen Respekt vor den "Blackies".

"Auf uns wartet eines der schwierigsten Auswärtsspiele der Saison. Sturm hat ein routiniertes Team und einen großen Kader, das ist ein richtig harter Brocken. Ich gehe davon aus, dass Sturm bis zum Schluss etwas mit dem Kampf um die Meisterschaft zu tun haben wird."

Schöttel spekuliert mit einem deutlich offensiver eingestellten Gegner als es die Austria vor einer Woche war. "Ich rechne damit, dass Sturm im eigenen Stadion initiativer als die Austria im Derby sein wird. Das wird sicher ein ganz anderes Match."

Blindlings nach vorne stürmende Grazer werde man allerdings nicht zu sehen bekommen. "Ihre große Stärke ist es, dass sie immer die Balance zwischen Offensive und Defensive finden", sagte der Rapid-Coach.

Schöttel nimmt nicht nur Stürmer in die Pflicht

Bei den Hütteldorfern klappte es in den beiden Nullnummern im Frühjahr in der Defensive weit besser als in der Offensive.

"Aber ich würde mir erst dann Sorgen machen, wenn wir nicht in jedem Spiel mehr Chancen als der Gegner hätten. Wir spielen im Moment etwas glücklos", sagte Schöttel. Sondertraining für die Stürmer gab es nicht.

"So etwas kann man nicht erzwingen. Doch wir schauen natürlich darauf, dass die Spieler speziell bei Abschlussübungen nicht nachlässig agieren."

Ausschließlich an den Angreifern wollte der Wiener die zuletzt ausbleibenden Treffer ohnehin nicht festmachen. "Da ist die ganze Mannschaft gefordert."

Gegen Sturm müssen laut Schöttel mehr Spieler in den Angriff mitgehen als zuletzt. "Das ist die Lehre aus den ersten Frühjahrsspielen", betonte der 44-Jährige.

Rückblickend auf den bisherigen Saisonverlauf sei Rapid trotz der Tabellenführung unter Wert geschlagen worden, vermutete Schöttel, gab sich aber auch selbstkritisch.

"Wir haben kaum eine Partie, die wir locker nach Hause spielen können, weil wir vorne nicht den Killerinstinkt haben", gab der Trainer zu.

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