Ried macht späten Ausgleich gegen Sturm

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Die SV Ried hat es verabsäumt, sich aus eigener Kraft die Winterkrone in der Bundesliga aufzusetzen.

Die Oberösterreicher holten dank eines Last-Minute-Treffers von Ivan Carril (94.) zum Auftakt der 19. Runde gegen Meister Sturm Graz aber zumindest noch ein leistungsgerechtes 1:1-(0:1)-Remis.

Rapid hatte damit am Abend die Chance, im Heimspiel gegen die Admira aufgrund des besseren Torverhältnisses Platz eins zu erobern.

Ried prolongieren Serie

Patrick Wolf (37.) hatte die Grazer vor 5.200 Zuschauern in der Keine-Sorgen-Arena in Führung gebracht, dank Carrils Tor blieben sie aber auch im zehnten Auswärtsspiel ohne Sieg, halten nun bei vier Remis und gleich sechs Niederlagen.

Der Rückstand auf die Rieder beträgt damit weiterhin fünf Punkte. Die Oberösterreicher prolongierten ihre ungeschlagene Serie, haben seit neun Spielen nicht mehr verloren.

Vor der Partie bekam Ried-Kapitän Thomas Gebauer aus den Händen von Bundesliga-Präsident Hans Rinner den Herbstmeister-Pokal überreicht. Erfolgscoach Paul Gludovatz schenkte genau jener Elf das Vertrauen, die vor einer Woche im eigenen Stadion den SC Wiener Neustadt mit 2:0 besiegt hatte.

Grazer Notelf

Bei den Grazern war hingegen eine Notelf am Werk, stand mit Gratzei, Hölzl, Weber, Szabics, Dudic, Säumel, Muratovic, Feldhofer, S. Foda, Neuhold und Kienast doch gleich eine ganze Mannschaft nicht zur Verfügung.

Das Spiel selbst war vom starken Wind beeinflusst, Die Oberösterreicher hatten mehr Spielanteile, die Grazer aber in der ersten Hälfte die besseren Momente. Einen Burgstaller-Kopfball nach Klem-Corner köpfelte Schreiner in höchster Not von der Linie weg (17.).

Der Führungstreffer fiel 20 Minuten später. Nach einem weiten Cavlina-Ausschuss und einer Bodul-Weiterleitung konnte Reifeltshammer nur kurz per Kopf klären und Wolf schoss an Gebauer vorbei ein, nachdem er von Haas per Kopf ideal in den Lauf bedient worden war (37.).

Ried drückt auf den Ausgleich

Die Rieder kamen zu keiner echten Topchance. Ein wohl unabsichtliches Handspiel von Sturms Klem im Strafraum wurde von Schiedsrichter Krassnitzer nicht geahndet (27.), ein Reifeltshammer-Schuss ging drüber (28.).

Nach dem Seitenwechsel kamen die Rieder bei leichtem Schneetreiben mit deutlich mehr Elan aus der Kabine und drückten vehement auf den Ausgleich. Ein Pürcher-Kopfball nach Nacho-Flanke landete schon nach wenigen Augenblicken fast im eigenen Tor (46.).

Die in der Europa League ausgeschiedenen Grazer zogen sich komplett zurück, machten nichts mehr fürs Spiel und lauerten nur mehr auf Konter. Ried-Goalie Gebauer wirkte bei einem Ehrenreich-Schuss unsicher (71.), zudem ging ein Haas-Versuch deutlich am langen Eck vorbei (79.).

Carril-Traumtor zum Ausgleich

Die Rieder blieben aber vorerst genauso im Abschluss glücklos, Cavlina war bei einem Rotpuller-Volley am Posten (67.).

Als alle schon mit der ersten Ried-Niederlage seit dem 2. Oktober (0:1 in Graz gegen Sturm) rechneten, fiel doch noch der Ausgleich. Carril zirkelte einen Freistoß in der 94. Minute genau ins Kreuzeck.

Dass die Grazer auch im dritten direkten Saisonduell (nach 1:0 und 1:1) ungeschlagen blieben, war nur ein schwacher Trost für die Truppe von Chefcoach Franco Foda.

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