Austria klettert trotz Remis an die Spitze

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Die Austria hat in der Bundesliga für zumindest einen Tag die Spitze übernommen.

Freuen durften sich die Violetten aber nicht. Mit einem 2:2 (0:1) gegen den SC Wiener Neustadt ließen die Violetten am Samstag zwei Zähler fahrlässig liegen.

Die Niederösterreicher erzielten den Ausgleich in der Wiener Generali Arena erst in der 92. Minute. Am Sonntag hat Aufsteiger Admira wieder die Chance, zum Abschluss der 16. Runde bei Meister Sturm Graz Platz eins zurückzuerobern.

Abwehrfehler kosten Sieg

Fehler in der Defensive kosteten die Austria erneut Punkte. Beim 0:1 durch Tomas Simkovic (37.) patzte Torhüter Heinz Lindner, beim 2:2 durch Günter Friesenbichler die gesamte Hintermannschaft.

Die Austria hatte die Partie durch einen umstrittenen Treffer von Tomas Jun (47.) und das achte Saisontor von Nacer Barazite (52.) zuvor erfolgreich gedreht.

Die am Mittwoch in der Europa League bei Metalist Charkiw engagierte Mannschaft von Karl Daxbacher liegt mit 27 Punkten nun punktgleich mit Rapid, Ried und Admira voran. Wiener Neustadt ist Siebenter.

Fehler von Lindner

Die Austria machte sich das Leben vor heimischer Kulisse erneut selbst schwer. Wie beim 2:2 gegen Wacker Innsbruck rannten die Favoritner nach der ersten Spielhälfte einem Rückstand nach.

Simkovic nutzte eine Unsicherheit von Lindner, der dem Ex-Austrianer den Ball nach einem Luftduell mit der eigenen Innenverteidigung servierte. Simkovic hatte vor dem leeren Tor kein Problem.

Die Austria war in einer von Beginn weg unterhaltsamen Partie zuvor spielbestimmend, gab den Gästen bei Ballverlust aber oft den Raum zum Konter.

Phantomtor zum 1:1

Die mit einem Erfolgserlebnis gegen Meister Sturm nach Wien gereisten Niederösterreicher hielten das Spiel offen. Chancen für die Violetten, bei denen Manuel Ortlechner mit einem Muskelfaserriss im Oberschenkel früh ausgetauscht werden musste, ergaben sich nur durch einen abgefälschten Schuss von Zlatko Junuzovic (24.) sowie einen zu zentral angetragenen Versuch von Alexander Grünwald (28.).

Auf der Gegenseite war Lindner gegen Pollhammer auf dem Posten (30.), ehe Simkovic zuschlug. Vor den Augen von Teamchef Marcel Koller schlug die Austria aber unmittelbar nach Seitenwechsel zurück. Dem 1:1 ging jedoch eine fragwürdige Entscheidung des Schiedsrichter-Teams um Thomas Gangl voraus.

Eine Hereingabe von Jun bändigte Neustadts Schlussmann Jörg Siebenhandl aus Sicht des Unparteiischen erst hinter der Torlinie. Dass der Ball diese jedoch mit vollem Umfang überschritten hatte, war eher zu verneinen. SC-Trainer und Ex-Austria-Meistermacher Peter Stöger war ob dieser Entscheidung ganz und gar nicht erfreut.

Doppelschlag

Während die Blau-Weißen noch haderten, legte die Austria nach. Eine Kombination über Junuzovic, Gorgon und Jun landete bei Torjäger Barazite, der den Ball ins lange Eck schlenzte.

Die Violetten verpassten danach die Vorentscheidung: Barazite nach einem Konter (55.) und Grünwald (60.) scheiterten jeweils an Siebenhandl. Dies sollte sich noch rächen.

Friesenbichler rettet den Punkt

Wiener Neustadt suchte sein Glück lange Zeit mit untauglichen Mitteln. Trotzdem klappte es in der Nachspielzeit: Gegen eine unsortierte Austria-Abwehr scheiterte Friesenbichler zunächst an Lindner, ehe er im zweiten Versuch doch noch traf.

Am Ende gab es für die Austria trotz der Tabellenführung somit hängende Köpfe.

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