Die Austria nimmt die Südstadt ein

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Die Wiener Austria rückt Platz eins in der Bundesliga immer näher. Am Samstag zeigten die kompakten Favoritner ein wahres Lehrspiel und feierten im Schlager der 15. Runde bei Leader Admira einen 3:0-(2:0)-Erfolg.

Die Truppe von Karl Daxbacher liegt damit nur noch einen Zähler hinter dem Aufstieger aus der Südstadt, dem erstmals in dieser Saison richtig die Grenzen aufgezeigt wurden und dessen stolze Serie von 13 Spielen ohne Niederlage damit zu Ende ging.

Nacer Barazite (8., 65.) und Georg Margreitter (43./) bereiteten den Wienern das perfekte Geschenk anlässlich der sonntägigen 100-Jahr-Feier in der Wiener Stadthalle und sorgten für den ersten Dreier der "Veilchen" nach vier Spielen ohne Sieg (3 Remis, 1 Niederlage).

Heimserie reißt

Barazite liegt nun mit sieben Saisontoren gemeinsam mit Teamkollegen Roland Linz, Patrick Bürger (Mattersburg) und Darko Bodul (Sturm) an der Spitze der Torschützenliste.

Für die Admira endete zudem die lange Heimserie. Seit 1. April war man in der Südstadt ohne Niederlage gewesen. Vor 8.050 Zuschauern legten beide Teams flott los, die Austria freilich war es, die das spielerische Übergewicht hatte - und mit der ersten Chance gleich in Führung ging.

Eine von Markus Suttner schön herausgearbeitete Flanke nahm sich Alexander Gorgon mit der Brust herunter und zielte aufs lange Eck, Barazite musste im Stil des neuerlich auf der Bank sitzenden Linz nur noch abstauben (8.).

Austria startet gut

Violett bestimmte das Geschehen vorerst weiter. Florian Mader hebelte mit einem perfekten, weiten Zuspiel auf Junuzovic die Abwehr der Hausherren aus, Zlatko Junuzovic verfehlte das Tor nur knapp (18.).

Kurz darauf dann das vermeintliche 2:0 durch Gorgon, der aus Kurzdistanz einen Lattenkracher Suttners aus 25 Metern in die Maschen setzte, wegen Abseits beim Jubeln aber wieder zurückgepfiffen wurde (21.).

Erst nach rund einer halben Stunde kam die auf Konter bedachte Admira, die den Doppelsturm Issiaka Ouedraogo/Philipp Hosiner aufbot, gefährlich vor das gegnerische Tor.

2:0 vor der Pause

In der 29. Minute hätte Ouedraogo nach einer Unsicherheit des etwas zögerlich herauseilenden Lindners fast einen Elfmeter geschunden (29.), schließlich vergaben Hosiner (37.) und Schwab (40.) die besten Möglichkeiten auf den Ausgleich.

Das rächte sich noch vor der Pause: Erst parierte Admira-Goalie Patrick Tischler zwar einen Gorgon-Schuss, den folgenden Eckball von Junuzovic auf die erste Stange setzte Margreitter aber per Kopf zum 2:0 ins Tor (43.).

Die in allen Belangen überlegenen Gäste hatten das Heft auch nach dem Seitenwechsel in der Hand, diktierten das Geschehen förmlich.

Klares Bild nach der Pause

Die Admira, bei denen Trainer Dietmar Kühbauer schon in der Pause zwei Wechsel vornahm (Drescher für Windbichler und Zeman für Hosiner), konnten keine Akzente mehr setzen.

Vorerst noch blieb der Daxbacher-Elf aber ein weiterer Treffer verwehrt, und doch erlag man diesmal nicht dem alten Austria-Leiden der fahrlässig vergebenen Chancen.

Nach einem kraftvollen Solo Tomas Juns ließ sich der allein stehende Barazite im Strafraum nicht zweimal bitten und schloss mit einem schönen Schuss zum 3:0-Endstand ab (65.). Effektive Gegenwehr der Admira blieb aus: Die Niederösterreicher fanden nach dem Seitenwechsel keine einzige echte Einschussmöglichkeit vor.

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