Der LAOLA1-Stammtisch zur 14. Runde

Aufmacherbild
 

Die Austria liegt drei Punkte vor Salzburg und fünf vor Rapid.

Wer hätte zu Saisonbeginn damit gerechnet? Niemand!

Und da soll noch einmal einer sagen, in dieser Bundesliga würde es irgendwann mal langweilig werden!

Es gibt also einiges zu besprechen im LAOLA1-Stammtisch.

In dieser Saison fragen wir uns: Welche Lehren hatte die jeweilige Runde zu bieten? Manche ernsthafter, manche wie gewohnt mit Augenzwinkern.

Garniert und aufgelockert wird dieser Erkenntnisgewinn natürlich wie gehabt durch einige bewährte Rubriken.

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

  • SONNLEITNER WEISS JUBILÄEN ZU FEIERN: Da sag' noch einer, dass Fußballer nicht Buch über ihre persönlichen Statistiken führen. Im Gedächnis von Mario Sonnleitner war fest verankert, dass sein Treffer gegen Sturm ein rundes Jubiläum bedeutete. "Interessanterweise habe ich mein erstes Bundesliga-Tor vor zehn Jahren auch gegen Sturm geschossen, und jetzt wieder", grinste der Steirer. Ja, fast auf den Tag genau zehn Jahre nach seinem Debüt-Treffer schlug der Innenverteidiger wieder zu. Am 30. Oktober 2005 brachte der damals 19-Jährige den GAK im Grazer Derby per Kopf in Führung. Diesmal war es am 31. Oktober - wieder per Kopf - der Siegtreffer gegen den Ex-Arbeitgeber. Denn zwischen seinen Engagements bei den "Rotjacken" und in Hütteldorf verteidigte Sonnleitner bekanntlich für Sturm. Der Abschied verlief nicht gänzlich friedlich. Umso größer offenbar die Motivation, wenn es gegen die "Blackies" geht. Fünf seiner 17 Bundesliga-Tore erzielte er nämlich gegen Sturm - keine schlechte Quote. Und ja, jedesmal war es ein Kopfball.

  • HOFMANN WIRD IM HOHEN ALTER WIEDER ZUM GOALGETTER: Für wichtige Tore war Rapid-Kapitän Steffen Hofmann schon immer gut. In den letzten Jahren jedoch konzentrierte sich der mittlerweile 35-Jährige mehr aufs Vorbereiten als auf den Endzweck. Von der 20-Tore-Ausbeute, die ihm 2009/10 als erstem Mittelfeldspieler der Bundesliga-Geschichte den Titel "Torschützenkönig" einbrachte, war er weit entfernt. Nun hat der Deutsche jedoch wieder Gefallen daran gefunden, das Runde ins Eckige zu jagen. Die Statistik unterstreicht das. Sein 1:0 gegen Sturm Graz war bereits der siebente Pflichtspieltreffer der laufenden Saison, der dritte in der Liga (3x Europa League, 1x CL-Quali). Das ist seit 2010/11 (8 Pflichtspiel-Tore) seine beste Quote. Rein auf die Liga bezogen fehlt ihm nur noch ein Treffer auf die Ausbeute des Vorjahres, auch die Jahre davor sind leicht zu übertreffen bzw. bereits übertroffen worden (2013/14: 5, 2012/13: 2, 2011/12: 6). Außerdem hält er derzeit bei insgesamt 94 Bundesliga-Treffern, noch sechs fehlen ihm, um in den Hunderter-Klub aufzusteigen. Da derzeit die nominellen Stürmer Ladehemmung haben, könnte Hofmanns wiedergefundener Torinstinkt für Rapid in dieser Saison noch Gold wert sein.

  • OHNE ESSER HÄTTE EIN DEBAKEL GEDROHT: Gut, "Debakel" ist vielleicht ein bisschen provokant, aber über den besten Spieler im Sturm-Dress im Spiel gegen Rapid gab es wohl nur wenig Diskussionen. Möglichst lange hielt Michael Esser beim Stand von 1:1 ein Unentschieden fest. Gegen Sonnleitners Kopfball war schließlich auch der 27-Jährige machtlos. Insgesamt neun Bälle konnte der Deutsche halten - ein sehr guter Wert. "Kann man sich auch nichts für kaufen", nahm er Lob für seine Leistung angesichts der Niederlage nicht entgegen. Dass sich "Bruno" aber ganz allgemein zu einem Ruhepol im Sturm-Tor entwickelt hat, darf man festhalten.

  • TRAUNER IST RIEDS BESTER "STÜRMER":  Hand aufs Herz! Wer hätte vorhergesagt, dass Gernot Trauner nach 14 Runden die Ried-interne Schützenliste anführt? Darauf gibt es nur eine wahre Antwort: Niemand! Gerade einmal einen Treffer hatte der 23-Jährige vor dieser Saison zu Buche stehen. Dass es in dieser Spielzeit nach seinem Tor gegen die Admira bereits deren drei sind, spricht für seine Weiterentwicklung vor dem gegnerischen Gehäuse. Dass mit dieser Ausbeute kein anderer "Wikinger" mithalten kann, spricht wiederum nicht gerade für die Herren Gavilan, Elsneg, Walch, Möschl oder Sikorski. Auch gegen die Südstädter wollte von insgesamt 18 Torschüssen nur jener des "Neo-Goalgetters" ins Tor.

  • TOBIAS KAINZ MACHT SICH DAS SCHÖNSTE GESCHENK SELBST: Es war wohl die Wohlfühl-Story dieser Runde. An seinem 23. Geburtstag in der 94. Minute einen Freistoß zum 1:0-Sieg ins Tor zu hämmern - das kann schon was! Man kann davon ausgehen, dass Tobias Kainz nach seinem Siegtreffer für Grödig gegen den WAC nicht nur auf seinen Ehrentag angestoßen hat. Der Steirer galt mal als großes Talent im zentralen Mittelfeld, konnte sich auf dieser Position aber nicht so recht in Szene setzen. In Wiener Neustadt wurde er in der Winterpause zum Rechtsverteidiger umgeschult - eine Position, die er in dieser Saison auch bei den Salzburgern bekleidet. 13 Mal stand er jeweils 90 Minuten auf dem Platz - oder 94 wie gegen Wolfsberg. "Das ist einfach traumhaft. ich hatte ein gutes Gefühl, es war zwar keine einfache Position, aber wir trainieren das oft genug und zum Glück ist es mir so gelungen", jubelte er gegenüber "Sky".

BILD DES SPIELTAGS

DIE KURVE GRATULIERT TOBI KAINZ - UND WIR NATÜRLICH AUCH!

  • SALZBURG SCHEITERT AUS DER FERNE: Der Abwehrriegel des SCR Altach ist bisweilen nicht leicht zu knacken. Dass sich die Vorarlberger vor dem eigenen Tor aufbauten, lag gerade gegen Red Bull Salzburg auf der Hand. Am Ende las sich die Torschussbilanz aus Sicht der Gäste mit 21:3 hervorragend. Sieht man sich die Position, aus der zahlreiche dieser Schussversuche abgegeben wurden, jedoch genauer an, erkennt man die zunehmende Verzweiflung im Salzburger Spiel. Mit durchkominieren war diesmal wenig, also mussten verstärkt Weitschüsse her - letztlich ohne Erfolg. Umso bitterer, wenn man sich aus den wenigen zaghaften Angriffen der Canadi-Elf dann noch ein "(Hand-)Tor fängt. Martin Hinteregger brachte es in seiner Analyse auf den Punkt: "Sie haben unser Spiel sehr gut kaputt gemacht."

  • ALTACH IST KEIN GUTER BODEN FÜR DIE BULLEN: Die Cashpoint Arena, wie das Schnabelholz ja schon seit einiger Zeit genannt werden soll, ist für die Salzburger nur selten eine Reise wert. Lediglich vier der neun Bundesliga-Spiele beim SCR Altach konnte der Liga-Krösus gewinnen. Seit dem Wiederaufstieg der Vorarlberger haben die Salzburger dort in drei Spielen überhaupt erst einen Zähler geholt.

  • KAYODE LÄUFT GERNE INS ABSEITS: Sechs Mal wurde der Austrianer beim Spiel in Mattersburg zurückgepfiffen (siehe Grafik unten). Vor allem nach einer halben Stunde dürfte dem Angreifer ganz kurz einfach mal entfallen sein, wie diese Abseitsregel denn genau funktioniert. Zwischen Spielzeit 30:12 und 32:16 stand der Nigerianer unglaublich drei Mal im Abseits. Überhaupt ist er der Spezialist bei den Veilchen für diese "Fälle". 39 Mal wurde in der laufenden Saison die Fahne vom Schiedsrichter-Assistenten gehoben, wenn ein Angriff der Austria lief, 23 Mal war Kayode der Übeltäter, also in rund 60 Prozent der Fälle.

  • DER SVM IST VON EINEM TRIO ABHÄNGIG: Michael Perlak musste wegen einer Magenerkrankung passen, Karim Onisiwo gestaltete nur zwei Dribblings erfolgreich, weil er von Fabian Koch gut aus dem Spiel genommen wurde, und Jano brachte nur 31 seiner 47 Pässe an den Mann, weil er gut bedrängt und die Passwege zugestellt wurden. Et voilà - oder in diesem Fall et viola - Mattersburgs Waffen sind entschärft. Zum einen war es einfach Pech, zum anderen hatten sie keinen sonderlich guten Tag, aber die Austria hat es ganz einfach schlau gemacht gegen die Burgenländer.

Runde

Top

Flop

Gesamt

Schnitt

1.

15.100 (Rapid-Ried)

<span style=\'color: #0000ff;\'>1.079 (Grödig-Altach)

36.826

7.365

2.

17.357 (Salzburg-Rapid)

2.940 (Admira-Mattersburg)

40.244

8.049

3.

13.300 (Rapid-WAC)

1.667 (Grödig-Austria)

27.490

5.498

4.

12.500 (Austria-Rapid)

1.212 (Grödig-Admira)

28.896

5.779

5.

14.876 (Sturm-Rapid)

2.402 (Admira-Ried)

35.089

7.018

6.

16.800 (Rapid-Grödig)

4.217 (Altach-Admira)

39.661

7.932

7.

14.300 (Rapid-Mattersburg)

1.454 (Grödig-Ried)

35.608

7.122

8.

8.347 (Salzburg-Grödig)

2.233 (Admira-WAC)

32.790

6.558

9.

15.500 (Rapid-Admira)

1.142 (Grödig-Mattersburg)

32.857

6.571

10.

6.410 (Austria-WAC)

3.345 (Admira-Sturm)

23.764

4.753

11.

23.200 (Rapid-Salzburg)

1.721 (Grödig-Sturm)

36.623

7.325

12.

7.715 (Salzburg-Admira)

3.079 (Ried-Mattersburg)

28.921

5.784

13.

<span style=\'color: #ff0000;\'>32.200 (Rapid-Austria)

2.109 (Admira-Grödig)

58.479

11.696

14.

14.700 (Rapid-Sturm)

1.226 (Grödig-WAC)

32.288

6.458

GESAMT:

489.536

6.993

  • DIE DAUERBRENNER WERDEN IMMER WENIGER: Weil Robert Almers Kreuzband gerissen ist und Michael Madl seine Gelbsperre absitzen musste, gibt es nur noch acht Bundesliga-Spieler, die sämtliche 1.260 Spielminuten absolviert haben. Vor allem in Mattersburg wird auf Kontinuität gesetzt - Markus Kuster, Thorsten Mahrer und Jano haben noch keine Minute verpasst. Austrias Christoph Martschinko ist der dritte Feldspieler im Bunde. Bleiben noch die Goalies Michael Esser, Andreas Lukse, Thomas Gebauer und Jörg Siebenhandl.

DIE HEATMAPS UND TAKTIKTAFELN

Euch sind die zahlreichen Features in unserem LIVE-Ticker sicher schon aufgefallen.

Vor allem die LIVE-Statistiken können richtig viel.

  • Ein Klick auf das Feuer im linken Menü bringt euch zur Heatmap.
  • Ein Klick auf das Auge im linken Menü zur Taktiktafel.
  • NEU: Mit einem Klick auf die Rubrik "Spielerstatistik" könnt ihr in Echtzeit mitverfolgen, wie viele Ballkontakte, Zweikämpfe oder Torschüsse ein Spieler in der jeweiligen Partie schon hatte.

Wenn man sich diese Features genauer ansieht, gewinnt man jede Menge spannende Erkenntnisse.

Die Übersicht aller Heatmaps, Taktiktafeln und Spieler-Stats gibt es natürlich weiterhin.

Zudem bieten wir euch alle übrigen Zahlen und Fakten zur Runde an.

DER BLICK INS ARCHIV

So richtig ins Rollen gekommen ist die Sturm-Karriere von Tanju Kayhan noch nicht. Gegen Stammklub Rapid bestritt der Rechtsverteidiger sein zweites Liga-Spiel für die Grazer, nachdem ihn zuvor Oberschenkelprobleme außer Gefecht gesetzt haben. Gegen Florian Kainz oder wahlweise Philipp Schobesberger hatte der 26-Jährige nicht immer einen leichten Stand. Mit zunehmender Spielpraxis sollte jedoch auch zunehmender Rhythmus einhergehen. Nach seiner Odyssee durch die Türkei wäre eine Stabilisierung der Karriere auch dringend notwendig. Unser Vergleichsfoto stammt übrigens aus dem Februar 2008 und zeigt den 18-jährigen Kayhan.

BILDERRÄTSEL

Auch in dieser Saison bemühen wir wieder unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted?

Die Auflösung aus der 13. Runde: Zu sehen waren Wolfgang Hacker, Ernst Dospel, Thomas Flögel, Rachid Rachimov, Walter Kogler, Carsten Jancker, Stefan Marasek und Günter Schiesswald. "jaky1974" wusste die richtige Antwort - zumindest im zweiten Anlauf.

FRAGE:

Wer sind diese beiden Herren? Die Partie, aus der dieses Foto stammt, kommt vielleicht, möglicherweise, eventuell in diesem Stammtisch vor.

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