Das gab's seit Didulica nicht

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Der LAOLA1-Stammtisch zur 13. Runde

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"Solche Geschichten schreibt nur der Fußball!" Diesen Sager haben wir in dieser Runde nicht nur einmal gehört.

Da war ein unglaubliches Comeback, ein emotionaler Premierentreffer und ein Meilenstein eines Goalgetters.

Da waren Spieler, die da waren, auch wenn sie so überhaupt nicht aufgefallen sind, und da waren ganz viele Menschen im Happel-Stadion.

Es gibt also einiges zu besprechen im LAOLA1-Stammtisch.

In dieser Saison fragen wir uns: Welche Lehren hatte die jeweilige Runde zu bieten? Manche ernsthafter, manche wie gewohnt mit Augenzwinkern.

Garniert und aufgelockert wird dieser Erkenntnisgewinn natürlich wie gehabt durch einige bewährte Rubriken.

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

  • PATRICK BÜRGER IST WIEDER DA: Es war zweifellos die schönste Geschichte der Runde. Das Comeback von Patrick Bürger war so richtig herzerwärmend. 2012 noch Teamspieler, ist es in den vergangenen zwei Jahren sehr ruhig um den mittlerweile 28-Jährigen geworden. Kein Wunder, war er in der Erste-Liga-Zeit des SV Mattersburg praktisch durchgehend außer Gefecht. Zwei Kreuzbandrisse haben eine Leidenszeit von zwei Jahren und drei Monaten bedeutet. Umso mehr haben sich alle gefreut, als der Stürmer gegen Altach eingewechselt wurde und seine Rückkehr in die Bundesliga zelebrieren durfte. Und als ob das nicht schon genug wäre, hat Bürger mit seinem allerersten Ballkontakt auch noch den Siegtreffer zum 2:1 erzielt. "Solche Geschichten schreibt nur der Fußball", lachte Trainer Ivo Vastic. Willkommen zurück!

  • GRÖDIG HAT DREI TORMÄNNER: Der erste Tormanntausch bei den Salzburgern war ein wenig unverständlich, weil Alexander Schlager durchaus ansprechende Leistungen gebracht hatte. Der zweite lag dann auf der Hand, weil Rene Swete abseits des Platzes für unschöne Schlagzeilen gesorgt hatte. Kurzum, beim SVG standen mit Schlager, Swete und nun Pirmin Strasser in den ersten 13 Runden schon drei verschiedene Keeper im Tor. Das stellt sogar die Wechselwut der Admira im vorigen Herbst in den Schatten - die Südstädter benötigten 16 Runden, um mit Jörg Siebenhandl nach Manuel Kuttin und Andreas Leitner auf drei verschiedene Goalies zu vertrauen. Mit Simon Manzoni durfte dann im Frühjahr übrigens auch noch ein vierter Tormann ran. Das wäre im Grödiger Fall wohl der 17-jährige Marvin Aumayr, der bei den Amateuren bisher am häufigsten zum Einsatz kam.

  • JONATAN SORIANO IST EINE LEGENDE: 100 Tore in 113 Bundesliga-Spielen. Kein anderer Mensch hat diesen Meilenstein in Österreichs höchster Spielklasse in einer derart atemberaubenden Geschwindigkeit erreicht. Wir verneigen uns. "Besondere Spieler wie Soriano ehren unsere Liga", hat Ried-Trainer Paul Gludovatz am Samstag-Abend gesagt. Wir schließen uns dieser Aussage vollinhaltlich an.

  • MANUEL PRIETL HAT MITGESPIELT: Zu dieser Erkenntnis sind wir nur gelangt, weil wir uns angesehen haben, für wen Patrick Bürger in der 77. Minute eingewechselt wurde. Denn davor war der Mattersburg-Profi gegen Altach praktisch nicht zu sehen. Obwohl die Bürgenländer 63 Prozent Ballbesitz hatten, fand Prietl im Mittelfeld-Zetrum so überhaupt nicht ins Spiel. Gerade einmal 20 Ballkontakte konnte er verbuchen, lediglich acht Pässe hat er gespielt. Und immerhin einen Torschuss abgegeben. Untenstehend die Pässe des Schattenmannes.

  • MATEJ JELIC IST NOCH NICHT ANGEKOMMEN: Rapids neuer Stürmer hat noch immer Probleme, sich ins Spiel der Hütteldorfer einzufinden. Das war im 315. Derby einmal mehr augenscheinlich. 59 Minuten lang war der 24-Jährige im Einsatz, zu sehen war er aber nur bei einer Halbchance. Lediglich zehn Ballkontakte, kein einziger von zehn Zweikämpfen gewonnen und keine Balleroberung. Da war dann sogar leise Kritik zu hören. Maximilian Hofmann erklärte nach der Partie: "Klar ist es ein Unterschied. Wenn du einen Beric vorne gehabt hast, war es schon etwas anderes. Mit Prosenik war es dann besser."

  • CHRISTOPH RABITSCH IST EIN UNIKAT: Bislang hat der Wolfsberger AC ja nicht gerade mit guter Nachwuchsarbeit von sich reden gemacht. Schon klar, die AKA Kärnten arbeitet erst seit kurzem eng mit den "Wölfen" zusammen, aber auch sonst gab es keinen jungen Kicker, der als Eigengewächs den Sprung in die Bundesliga geschafft hat. Das hat sich mit Christoph Rabitsch geändert. Der 19-jährige Mittelfeldspieler ist jenen Weg gegangen, der auch in Kärnten künftig Schule machen soll: Akademie, Amateure, Profis. Zuletzt stand der Teenager drei Mal in Folge in der Bundesliga von der ersten bis zur letzten Minute auf dem Feld.

  • DAS WR. DERBY WAR RICHTIG GUT BESUCHT: 32.200 Menschen waren im Happel-Oval zugegen, als sich Rapid und die Austria zum 315. Mal duelliert haben. In vier Runden der bisherigen Meisterschaft kamen in allen fünf Spielen zusammen nicht so viele Menschen. Und überhaupt ist es das bestbesuchte Bundesliga-Spiel seit einer halben Ewigkeit gewesen. Zum letzten Mal mehr Menschen bei einer Partie der höchsten Spielklasse waren am 26. Mai 2005, also vor mehr als zehn Jahren. Damals waren 46.076 Fans im Happel-Stadion, als Rapid die Austria empfangen hat und im Anschluss den Meisterteller überreicht bekam. Es war das Didulica/Lawaree-Derby.

BILD DES SPIELTAGS

PROST!

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. 15.100 (Rapid-Ried) <span style=\'color: #0000ff;\'>1.079 (Grödig-Altach) 36.826 7.365
2. 17.357 (Salzburg-Rapid) 2.940 (Admira-Mattersburg) 40.244 8.049
3. 13.300 (Rapid-WAC) 1.667 (Grödig-Austria) 27.490 5.498
4. 12.500 (Austria-Rapid) 1.212 (Grödig-Admira) 28.896 5.779
5. 14.876 (Sturm-Rapid) 2.402 (Admira-Ried) 35.089 7.018
6. 16.800 (Rapid-Grödig) 4.217 (Altach-Admira) 39.661 7.932
7. 14.300 (Rapid-Mattersburg) 1.454 (Grödig-Ried) 35.608 7.122
8. 8.347 (Salzburg-Grödig) 2.233 (Admira-WAC) 32.790 6.558
9. 15.500 (Rapid-Admira) 1.142 (Grödig-Mattersburg) 32.857 6.571
10. 6.410 (Austria-WAC) 3.345 (Admira-Sturm) 23.764 4.753
11. 23.200 (Rapid-Salzburg) 1.721 (Grödig-Sturm) 36.623 7.325
12. 7.715 (Salzburg-Admira) 3.079 (Ried-Mattersburg) 28.921 5.784
13. <span style=\'color: #ff0000;\'>32.200 (Rapid-Austria) 2.109 (Admira-Grödig) 58.479 11.696
GESAMT: 457.248 7.034

  • KEVIN FRIESENBICHLER BRAUCHT NUR EINEN BALLKONTAKT: Der Knoten ist geplatzt. Just im Wiener Derby erzielte der Austria-Neuzugang sein erstes Bundesliga-Tor. Um zum Matchwinner zu werden, benötigte der 21-Jährige lediglich einen Ballkontakt. Nach einem Traumpass von Lary Kayode versenkte der Joker den Ball mit seiner einzigen Aktion in den vier Minuten Einsatzzeit im Netz. "Der Trainer hat mir gesagt, dass ich links spielen, in die Tiefe gehen und das Tor machen soll. Weil ich auf das höre, was mein Trainer sagt, habe ich eben das Tor gemacht", lacht er.

  • ANDREAS LUKSE IST EIN ELFERKILLER: Die Wiener Austria ist gut beraten, es in der kommenden Cup-Runde daheim gegen den SCR Altach nicht auf ein Elfermeterschießen ankommen zu lassen. Denn Andreas Lukse ist in dieser Hinsicht Meister seines Fachs. Wirklich wundern durfte man sich nämlich nicht, als der Keeper im Pappel-Stadion den Strafstoß von Mattersburgs Markus Pink parierte. Wenn der 27-Jährige im Tor steht, ist das nämlich mehr Regel als Ausnahme. In der vergangenen Saison konnte der Wiener zwei von drei Elfmetern abwehren, in der laufenden Saison hält er ebenfalls bei zwei von drei. Ganz stark!

  • WUNDER GESCHEHEN: Der Floridsdorfer AC hat ein Fußball-Spiel in der Ersten Liga gewonnen. Ja, wirklich! Wir binden euch da keinen Bären auf. Fragt doch ganz einfach bei den 578 Zusehern nach, die im Kapfenberger Franz-Fekete-Stadion Zeugen dieses Wunders wurden. Wobei, eigentlich war die Durststrecke der Wiener ja gar nicht so lange. Sie musste nur 15 Spiele warten. Das sind gerade einmal 22 Wochen gewesen. Oder um diese Zeitangabe in eine andere Relation zu setzen: Der letzte siegreiche FAC-Trainer war Peter Pacult. Der ist inzwischen den Job, den er nach seinem Job beim FAC angetreten hat, schon wieder los.

DIE HEATMAPS UND TAKTIKTAFELN

Euch sind die zahlreichen Features in unserem LIVE-Ticker sicher schon aufgefallen.

Vor allem die LIVE-Statistiken können richtig viel.

  • Ein Klick auf das Feuer im linken Menü bringt euch zur Heatmap.
  • Ein Klick auf das Auge im linken Menü zur Taktiktafel.
  • NEU: Mit einem Klick auf die Rubrik "Spielerstatistik" könnt ihr in Echtzeit mitverfolgen, wie viele Ballkontakte, Zweikämpfe oder Torschüsse ein Spieler in der jeweiligen Partie schon hatte.

Wenn man sich diese Features genauer ansieht, gewinnt man jede Menge spannende Erkenntnisse.

Die Übersicht aller Heatmaps, Taktiktafeln und Spieler-Stats gibt es natürlich weiterhin.

Zudem bieten wir euch alle übrigen Zahlen und Fakten zur Runde an.

DER BLICK INS ARCHIV

Pirmin Strasser startete seine Karriere in der Jugendabteilung des LASK. Danach folgte über mehrere Jahre ein Hin und Her zwischen Pasching und Ried. Im Jänner 2011 wechselte er zur zweiten Mannschaft von UD Ameria, ehe der mittlweile 25-Jährige im Sommer 2014 bei Grödig landete. Zweimal hütete der Goalie in der vergangenen Saison das Tor der Salzburger, zwei Mal setzte es Niederlagen. Am Samstag hielt er beim torlosen Remis gegen die Admira erstmals seinen Kasten sauber.

BILDERRÄTSEL

Auch in dieser Saison bemühen wir wieder unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted?

Die Auflösung aus der 11. Runde: "Alfasturm" hat die richtige Antwort gewusst. Es waren Anton Ehmann, Gregor Pötscher und Christian Fuchs am Bild zu sehen.

FRAGE:

Weil ja gerade das 315. Wiener Derby über die Bühne ging, wollen wir wissen, wer diese Herren sind?

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