Der LAOLA1-Stammtisch zur 8. Runde

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Noch 28 Runden, bis Salzburg die Saison (wohl noch immer wahrscheinlich) als Meister beendet.

(Immer) noch 64 Zähler, bis Salzburg den Punkte-Rekord hat.

Noch 79 Treffer, bis Salzburg seinen eigenen Torrekord geknackt hat.

ODER: Noch 28 Runden, bis Wolfsberg für eine der größten Sensationen der österreichischen Fußball-Geschichte gesorgt hat? Man weiß es nicht! Derzeit.

Natürlich haben auch die anderen acht Mannschaften gespielt.

Und unser Stammtisch behandelt freilich nicht nur die "Bullen" und den WAC.

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

STIMMUNGS-CHECK

1 Tor, 1 Ausschluss, 1 Sieg, 1 neuer Tabellenführer, noch 1 Grad mehr als letzte Runde!

Und, was habt ihr so am 14. September gemacht? Wir wurden jedenfalls Zeugen eines historischen Erfolgs: Der Wolfsberger AC besiegte Salzburg in Unterzahl mit 1:0 und übernahm die Tabellenführung. Erstmals in der Geschichte der Bundesliga führt nun ein Team aus Kärnten die Tabelle nach einer Runde an. Ein Platz an der Sonne, den man spürbar genießt. "Es ist ein sehr schönes Gefühl", meinte Boris Hüttenbrenner über diese Platzierung und ergänzte: "Wir sind eine bodenständige Mannschaft." Gefeiert wurde dennoch. Und wohl ausgiebig, da am Montag trainingsfrei war. "Und das war gut so", gestand Trainer Didi Kühbauer.

Der Absturz der Innviertler hat einen neuen Tiefpunkt erreicht. Nach dem Auftaktsieg in der ersten Runde gegen Wiener Neustadt (3:1) folgten drei Remis und vier Niederlagen. Und somit belegen die Wikinger nach der achten Runde den letzten Tabellenplatz. "Wir arbeiten sehr hart und sehr gut. Aber wir bringen das nicht auf den Platz", gesteht Kaptitän Thomas Gebauer. Panik herrsche noch keine. Das Team sei intakt: "Die Stimmung in der Mannschaft ist noch immer gut."

SCHMANKERL DER RUNDE

  • SCWN-VORSCHAU: Ach, wir stehen auf Kreativität! In solcher bemühten sich die Homepage-Verantwortlichen des SC Wiener Neustadt vor dem Kräftemessen mit Rapid. Dort hieß es angesichts der schon zwei Spiele andauernden Siegesserie: "Was der SC-Mannschaft 2014/15 in den letzten 2 BL-Runden gelungen ist, könnte man mit einem jungen ÖSV-Ski-Abfahrer vergleichen, der eher unerwartet von der Sportöffentlichkeit mit zwei tollen Weltcup-Resultaten auf sich aufmerksam gemacht hat - und am Renn-Plan steht als nächstes Kitzbühel, die „Streif“. Soll auf den SC umgelegt heißen: Unser von der Öffentlichkeit meistbeachtetes Rennen/Match ist einfach das Duell gegen den Rekordmeister Rapid Wien – umso mehr wenn die zwei BL-Spiele davor vom SC gewonnen wurden! Mit keinem anderen Erfolg kannst Du in der Ost-Region ein spektakuläreres Ausrufezeichen setzen, als mit einem Erfolg gegen die Grün-Weißen. Mit keinem anderen Erfolg ergeht an Fußball-Österreich eindringlicher die Botschaft: Ihr solltet uns von nun an auf der Rechnung haben. Zuerst muss unser Team aber erst alle Kriterien wie Mausefalle, Steilhang, etc. bewältigen." Oje, das 1:5 zeigt, dass schon an der Mausefalle Endstation war. Doch nichts mit Heldenstatus eines Hermann Maier...!
  • MAN SIEHT SICH IMMER ZWEIMAL IM LEBEN: Jaja, die einen können einem Spieler einen Wechsel zu einem Ligakonkurrenten nie verzeihen, die anderen wiederum nehmen es mit Humor. Beim Gastspiel der Admira bei Sturm Graz kam es zu so einem Wiedersehen mit einem alten Bekannten. Thorsten Schick entschied sich erst diesen Sommer, den Südtstädtern den Rücken zu kehren und in der Steiermark sesshaft zu werden. Die Gäste-Fans zeigten in Form eines Transparents, was sie davon halten: "Ihr seid so Schick, aber wir sind viel Schicker." Das Ergebnis unterstrich diesen Eindruck schlussendlich.

  • THE VOICE: Beim Gipfel-Treffen in Klagenfurt konnte einer den Schlusspfiff gar nicht mehr erwarten: der Stadionsprecher. Dieser meldete sich auch zu Wort, als er gar nicht gefragt war, heizte kurz vor Spielende die Stimmung noch einmal mit Parolen an. Uncool. "Das habe ich auch noch nie erlebt", zeigte sich dessen Kärntner Landsmann in Diensten Salzburgs, Martin Hinteregger, davon wenig angetan und merkte an: "Vielleicht hat das auch Didi angeordnet." Wir sind zumindest froh, dass Didi Kühbauer nicht auch noch Stadionsprecher ist. Unsere Ohren würden sehr wehtun...

  • DIE PREMIERE: Unsere Statistiker sind sich sicher: Florian Kainz lieferte erstmals in der Bundesliga eine direkte Torvorlage für Robert Beric ab. Gut, das Duo spielt ja auch noch nicht so lange für Rapid...

BILD DES SPIELTAGS


SCHON WIEDER VERLOREN

ZAHLENSPIELE

1 -Maximilian Hofmann erzielte in Wiener Neustadt im zehnten Spiel sein erstes Bundesliga-Tor. Schneller war Rieds neuer Stürmer Denis Thomalla, der gleich beim Bundesliga-Debüt zuschlug.

2 - Der SCR Altach erzielte zwei seiner drei Treffer in Grödig nach Eckbällen. Vor dieser Partie gelang den Vorarlbergern in dieser Saison noch kein Treffer aus einem Corner

3 - Erstmals in ihrer Bundesliga-Geschichte haben die Altacher nach einem Drei-Tore-Rückstand noch gepunktet.

3 - Und nochmal Grödig-Altach: Erstmals in diesem Kalenderjahr gab es in einer Begegnung drei Ausschlüsse. Stefan Nutz, Marvin Potzmann und Alexander Pöllhuber mussten vom Platz.

6 - WAC-Kicker Jacobo lieferte bereits seine sechste Torvorlage ab - die meisten in dieser Saison.

7 - Noch ein Wolfsberger Topwert: Das Goldtor gegen Salzburg war bereits das siebte Tor dieser Saison nach einer Standardsituation - mehr als alle anderen Vereine.

4 - Eldis Bajrami war an vier der letzten acht Admira-Tore direkt beteiligt.

43 - Erstmals seit 43 Spieltagen (Runde 36 der Saison 2012/13) heißt der Tabellenführer nicht Red Bull Salzburg, das beginnend mit der 1. Runde der Vorsaison durchgehend an der Sptze thronte. Der letzte Nicht-Salzburg-Trainer, der sich Tabellenführer (und in diesem Fall auch Meister) schimpfen durfte, war Peter Stöger mit Austria Wien. Nun wurde er von Didi Kühbauer abgelöst.

DIE LISTE DER SCHANDE

Achte Runde und zwei weitere Absagen. Diesmal hat es den SC Wiener Neustadt und den SV Grödig erwischt. Der Rasen konnte die vom Himmel fallenden Wassermengen nicht aufnehmen.

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. <span style=\'color: #ff0000;\'>19.801 (RBS-Rapid) 2.139 (Admira-WAC) 39.122 7.824
2. 14.200 (Rapid-Ried) 2.126 (Grödig-Sturm) 28.490 5.698
3. 7.130 (Austria-Altach) 1.812 (Grödig-WAC) 27.586 <span style=\'color: #0000ff;\'>5.517
4. 16.800 (Rapid-Sturm) 3.140 (Neustadt-Austria) 42.204 <span style=\'color: #ff0000;\'>8.441
5. 13.800 (Rapid-Altach) <span style=\'color: #0000ff;\'>1.412 (Grödig-Neustadt) 34.261 6.852
6. 11.900 (Austria-Rapid) 1.790 (Neustadt-Admira) 35.722 7.144
7. 12.100 (Rapid-Grödig) 4.007 (Admira-Austria) 33.439 6.688
8. 19.250 /WAC-Salzburg) 1.431 (Grödig-Altach 38.793 7.758
GESAMT: 279.617 6.990

DIE-HEATMAP-TAKTIKTAFEL-TOP-3

Euch ist sicher schon aufgefallen, dass wir einen neuen LIVE-Ticker haben.

Und der kann richtig viel! Abgesehen von Live-Statistiken zu jedem einzelnen Spieler gibt es auch die "Heatmap" und die "Taktiktafel" zu jeder Partie - natürlich auch live. Ein Klick auf die "Sonne" im linken Menü bringt euch zur Heatmap, ein Klick auf das "Auge" zur Taktiktafel der jeweiligen Partie.

Wenn man sich diese beiden Features genauer ansieht, gewinnt man jede Menge spannende Erkenntnisse.

Was uns in dieser Runde so aufgefallen ist, wollen wir euch nicht vorenthalten.

WAC gegen Salzburg:

Ja, man kann nicht nur von Effizienz sprechen, sondern sie auch grafisch darstellen. Das sind alle Torschüsse aufs Tor des Wolfsberger AC gegen Salzburg.

Sturm gegen Admira:

Gleich elf verschiedene Spieler gaben für Sturm Graz gegen die Admira zumindest einen Torschuss ab, direkt auf das Tor gingen jedoch nur deren vier (grüne Pfeile). Ein bisschen mehr Zielwasser wäre kein Fehler...

Austria gegen Ried:

Zwei Tore und ein Assist - Austria-Stürmer Omer Damari war an allen drei Treffern der Veilchen gegen die SV Ried beteiligt - und auch sonst relativ viel unterwegs, wie unsere Heatmap zeigt.

DAS STURM-SPRICHT-DEUTSCH-SEPCIAL

Die Bilder sind zwar schon einige Tage alt, wir wollen sie euch aber natürlich trotzdem nicht vorenthalten. Das nennt man nämlich gelebte Integration. Unter dem Motto "Sturm Graz spricht Deutsch" drücken die Legionäre Tomislav Barbaric, Josip Tadic, Taisuke Akiyoshi und Naim Sharifi gemeinsam die Schulbank. Vorbildlich, wie wir meinen. Und zumindest bei Sharifi auch höchste Zeit. Denn abgesehen von einem Jahr Heimataufenthalt in Russland lebt der frühere KSV-Kicker bereits seit 2010 in Österreich. Die besten Bilder:


"On Fire" - BRIGHT EDOMWONYI

Während die Bundesliga am Mittwoch zwei Spiele nachholte, hat die Erste Liga schon wieder eine komplette Runde gespielt - und einmal mehr für ein kurioses Ergebnis gesorgt. So schlug der Letzte Hartberg den Ersten Liefering einfach einmal auswärts mit 3:0. Zweifacher Torschütze: Bright Edomwonyi. Die Lieferinger Leihgabe hatte mit dem Siegtreffer gegen St. Pölten und den beiden Toren nun gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber maßgeblichen Anteil am Comeback der Hartberger. Die haben sich nun im Kampf um den Klassenerhalt angemeldet. 

"On Ice" - SKN ST. PÖLTEN

Während sich Hartberg für den Kampf um den Klassenerhalt anmeldet, muss sich der SKN St. Pölten wohl schön langsam vom Kampf um den Titel abmelden. Nach der 0:1-Niederlage in Horn liegen die Niederösterreicher nun schon neun Punkte hinter dem Aufstiegsplatz. Dem nicht genug machen die letzten beiden Spiele (zuvor 0:1 in Hartberg) wenig Hoffnung, dass der Hoffnungsschimmer - mit einer Serie ist immer alles drin - schnell eintritt. So kämpft man aber aktuell darum, nicht vollends hinten hineingezogen zu werden.

DER BLICK INS ARCHIV:

Die Admira ist on fire! Nach dem Sieg vor zwei Wochen gegen die Austria legten die Südstädter nach und fertigten auch Sturm Graz auswärts mit 2:0 ab. Eine klare Tendenz nach oben zeigt dabei Lukas Thürauer. Nach dem Abgang von Stefan Schwab im Sommer soll der 26-Jährige für die spielerischen Akzente im Spiel der Knaller-Elf sorgen. Und das gelingt ihm immer besser. Gegen die Grazer krönte der Niederösterreicher seine Leistung mit einem Traumtor zum 2:0-Endstand. Auch unser Bild zeigt, dass Thürauer gereift ist.

BILDERRÄTSEL:

Wir bemühen in dieser Saison unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted?

Das Rätsel der 7. Runde war nicht ganz so schwierig. Zu sehen waren der kleine Marko Stankovic, Papa Dejan Stankovic und Amilton De Oliveira. User "Michael 2015" war schon wieder am schnellsten und verteidigt seinen Titel bereits zum zweiten Mal.

Dann erhöhen wir den Schwierigkeitsgrad. Wir wollen diesmal wissen, wie der Gegenspieler von Didi Kühbauer auf diesem Bild heißt. Und so nebenbei gratulieren wir "Don Didi" natürlich noch einmal zur Tabellenführung.

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