"Unglaublich geil!"

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Gut sichtbar für alle Feldspieler wurde das Tor zum 2:0 des SC Wiener Neustadt gegen den WAC auf der Vidi-Wall eingeblendet.

„Da wussten wir, dass wir noch mehr Gas geben müssen“, sagt Richard Windbichler. Gesagt, getan. In der 83. Minute sorgte Christoph Schößwendter für den Treffer zum 1:0-Sieg bei der Wiener Austria.

„Der Sieg war zwar glücklich, aber nicht unverdient“, so Admira-Coach Oliver Lederer, der seine Mannen ob einer „mutigen und ambitionierten Leistung“ lobt.

Der Vorsprung der Südstädter auf den SCWN beträgt somit weiterhin drei Punkte.

Austria „sehr enttäuschend“

Und die Wiener Violetten setzen ihren Negativlauf fort. „Das Ergebnis sowie die Art und Weise wie es zustande gekommen ist, sind sehr enttäuschend. Die Leistung war überhaupt nicht überzeugend“, erklärt ein geknickter Andreas Ogris.

Gegenüber der Startelf im Derby hatte Austrias Interimstrainer sieben Änderungen vorgenommen. Umsonst. „Die Neuen haben nicht die erhofften Impulse gebracht.“

Neu ist in dieser Spielzeit auch ein Tor von Schößwendter. LAOLA1 hat mit Admiras Innenverteidiger über seinen ersten Saisontreffer und die Lage im Kampf gegen den Abstieg gesprochen.

LAOLA1: Ein ganz wichtiger Sieg, nicht wahr?

Christoph Schößwendter: Unglaublich! Als wir auf dem Feld mitbekommen haben, dass Wiener Neustadt 2:0 führt, war das ziemlich bitter. Umso schöner ist es, dass wir das Spiel auch noch für uns entscheiden konnten und den Vorsprung von drei Punkten beibehalten haben.

LAOLA1: War das nicht ein bisschen gemein von der Austria, das zweite Tor der Wiener Neustädter auf der Vidi-Wall zu zeigen?

Schößwendter: Es war ein Schlag in die Magengegend. Wir haben aber für diesen Sieg gefightet. Es war unglaublich, was da jeder einzelne auf den Platz gehaut hat. Solche Dinge braucht man, um oben zu bleiben.

LAOLA1: Und du hast dein erstes Saisontor erzielt.

Schößwendter: Es war ja schon an der Zeit! So lange musste ich in einer Saison noch nie auf ein Tor warten. Diesmal hat es sich extrem lange gezogen. Unglaublich geil, dass es jetzt zu diesem Zeitpunkt geklappt hat.

LAOLA1: Dabei hättest du als Innenverteidiger ja da vorne gar nichts zu suchen gehabt.

Schößwendter: (lacht) Das sind dann so Momente, wo man ohne Denken handelt. Ich wollte irgendwas erzwingen. Bevor ich zum Kopfball gegangen bin, habe ich gesehen, dass ein bisschen ein Raum da ist. Dass mir der Ball dann zwei Mal vor die Füße fällt und mir die Flanke genau auf den Kopf fällt, passt zu diesem Tag dazu.

LAOLA1: Was hast du dir nach dem Tor gedacht?

Schößwendter: Gar nichts. Ich habe nur meine Teamkollegen, die an der Eckfahne jubeln, gesehen. Ich habe mir gedacht: „Das gibt es nicht, dass der Ball drinnen ist.“ Wahnsinn!

LAOLA1: Aber Wiener Neustadt hat eben auch gewonnen.

Schößwendter: Solange wir auch gewinnen, haben wir es selbst in der Hand. Mit dem klar besseren Torverhältnis haben wir praktisch vier Punkte Vorsprung. Wr. Neustadt muss einen sehr, sehr schweren Gang ins Happel-Stadion antreten, wo wir uns hoffentlich auf Rapid verlassen können. Dann dürfte die Sache erledigt sein. Aber wir werden uns sicher nicht ausruhen und zurücklehnen. Wir werden mit diesem Einsatz und dieser Leidenschaft, die wir gegen die Austria gezeigt haben, auch gegen Sturm etwas holen.

Das Gespräch führte Harald Prantl

Austria

Admira

Ballbesitz

58,6%

41,4%

Zweikämpfe

47,5%

52,5%

Eckbälle

10

5

Torschüsse

12

8

Torschüsse außerhalb Strafraum

4

2

Torschüsse innerhalb Strafraum

8

3

Kopfballchancen

4

2

Abseits

1

4

Fouls

18

16

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