Injektion an Selbstvertrauen

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Salzburg holte sich Selbstvertrauen für die CL-Quali

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Meister Red Bull Salzburg hat nach einem Schuss vor den Bug in der Champions-League-Qualifikation in der Bundesliga wieder Selbstvertrauen getankt.

Die Salzburger gehen nach einem 2:0 am Samstag in Ried mit breiter Brust ins Rückspiel gegen Karabach Agdam. Gegen den Meister aus Aserbaidschan gilt es am Mittwoch (20.30 Uhr) zu Hause ein 1:2 aus dem Hinspiel wettzumachen.

"Nach der Niederlage in Baku war dieser Sieg sehr wichtig", betonte Salzburg-Trainer Adi Hütter. Sein an fünf Positionen verändertes Team vermochte zwar nicht immer spielerisch zu glänzen, ließ gegen die vom früheren Salzburg-Assistenten Oliver Glasner betreuten Rieder aber kaum Torchancen zu.

"Es wird aber am Mittwoch ein anderes Spiel", sagte Hütter. "Die werden wahrscheinlich mit zwei Fünferketten massiv hinten drinnenstehen."

Extra-Lob für Keita und Bruno

Immerhin hat der Tabellenführer noch Reserven. Neben dem gesperrten Sadio Mane spielten in Ried auch die Offensivstars Jonatan Soriano und Kevin Kampl nicht von Beginn an.

Dafür überzeugte vor allem Neuzugang Naby Keita im zentralen Mittelfeld. "Der hat ein überragendes Spiel und alles richtig gemacht", lobte Hütter den 19-Jährigen aus Guinea. "Was der geleistet hat, Hut ab", meinte auch Teamkollege Martin Hinteregger.

In Szene setzte sich auch Rekordeinkauf Massimo Bruno. Der Belgier, der für kolportierte acht Millionen Euro von Anderlecht über RB Leipzig nach Salzburg gekommen ist, traf bei seinem ersten Startelf-Einsatz in der Nachspielzeit zum Endstand.

"Er hat gezeigt, was er kann und ein schönes Tor erzielt", sagte Hütter. Gegen Karabach droht Bruno dennoch wieder die Ersatzbank.

"Extrem heiß" auf Rückspiel in CL-Quali

Die Motivation ist groß. Die Aserbaidschaner sollen nicht schon vor dem Play-off um den Einzug in die CL-Gruppenphase zum Stolperstein werden.

"Das wird ein hartes Stück Arbeit", meinte Hinteregger. "Die werden sicher nicht auf Urlaub nach Salzburg kommen." Mit einem frühen Tor sei der Aufstieg aber drin.

"Wir sind extrem heiß", versicherte Innenverteidiger-Kollege Franz Schiemer, in Ried Torschütze. "Aber ohne Frage, wir werden weiterkommen."

Glasner: "Da sieht man einfach, was möglich ist"

Das wünscht seinen Ex-Schützlingen auch Glasner. "Ich hoffe und erwarte, dass sie für den österreichischen Fußball in die Champions League einziehen", sagte der Ried-Trainer.

Hütter setze die Spielphilosophie, die im Vorjahr unter Meistermacher Roger Schmidt praktiziert worden ist, sehr gut fort. Glasner: "Da sieht man einfach, was möglich ist. Das zeichnet diese Mannschaft aus."

Er selbst versucht, eine ähnliche Spielanlage mit aggressivem Gegenpressing auch in Ried zu installieren. "Das funktioniert immer besser", versicherte Glasner.

"Ried wird damit jeder Mannschaft Probleme bereiten", meinte Hütter. Nach drei Runden halten die Innviertler bei drei Zählern. Offensivspieler Patrick Möschl: "Aber wir können uns damit trösten, dass Salzburg in einer anderen Liga spielt."

Ried Salzburg
Ballbesitz 44,4% 55,6%
Zweikämpfe 55,6% 44,4%
Eckbälle 4 7
Torschüsse 8 13
Torschüsse außerhalb Strafraum 5 5
Torschüsse innerhalb Strafraum 3 8
Kopfballchancen 0 4
Abseits 4 6
Fouls 14 21
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