Das Duell der Überraschungsteams

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Vierter gegen Dritter.

Geht man nach der Tabelle, so ist es ein echtes Spitzenspiel. Aufsteiger Altach empfängt am Samstag im Duell der beiden Sensationsteams der Bundesliga den WAC.

Beiden Klubs fehlen neun Punkte auf Spitzenreiter Salzburg.

Der WAC hat sogar ein Spiel weniger ausgetragen. Der Tabellendritte ist aber vor der Heimstärke der Vorarlberger gewarnt.

Kühbauer glaubt an eigene Stärke

Altach ist das beste Heimteam der Liga. Acht Spiele hat der Aufsteiger zu Hause nicht verloren. Die bisher letzte Heimniederlage setzte es Mitte August gegen die Admira (0:2).

Allerdings hat auch der WAC schon in Vorarlberg gewonnen (2:1). Zuletzt feierten die Altacher fünf Heimsiege in Serie.

"Die Heimtabelle lügt nicht", sagte WAC-Trainer Dietmar Kühbauer. "Sie sind sehr heimstark. Aber wir sind stark genug, um auch dort zu punkten."

Die Nase vorne behalten

Die Wolfsberger reisten bereits am Freitag nach Vorarlberg. "Unser Ziel ist, dass wir nach dem Spiel immer noch vor Altach liegen", erklärte Kühbauer.

Dem wäre mit einem Remis genügegetan. "Wenn man sich die Tabelle anschaut, ist es ein Spitzenspiel. Das haben sich beide Teams erarbeitet", meinte Kühbauer.

Überbewerten wollte er das Duell aber nicht. Danach gebe es immer noch genügend Punkte zu holen.

Kaum Ausfälle

"Es wird kein einfaches Spiel für uns. Altach ist unangenehm zu spielen", sagte Kühbauer vor seinem 50. Match als Bundesliga-Trainer.

"Wir haben Respekt vor Altach, sie haben eine Topsaison. Wir werden den Gegner aber nicht noch stärker reden als er ist."

Personell können beide Teams fast aus dem Vollen schöpfen. Beim WAC fehlt lediglich Peter Tschernegg verletzt, bei den Vorarlbergern Alexander Pöllhuber.

Es ist nicht immer Sonntag

Altach-Trainer Damir Canadi vermisste vergangene Woche beim 2:5 bei der Austria vor allem das kollektive Arbeiten gegen den Ball, warnte aber auch vor einer überzogenen Erwartungshaltung.

"Es ist nicht so, dass die Mannschaft intern keine Träume hat. Aber man muss der Realität ins Auge sehen. Man kann nicht davon ausgehen, dass man als Altach die Topklubs immer schlagen kann", betonte Canadi.

Gleiches gilt für den WAC. "Das wird eine enge Geschichte, weil Wolfsberg sehr zweikampfstark ist. Sie haben eine sehr gute Organisation, eine sehr robuste Spielweise und auch im Kopfballspiel ihre Qualitäten. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen, sehr gut organisiert sein und kollektiv gut arbeiten", meinte Canadi.

"An einem guten Tag können wir jeden schlagen, wenn man diese Tugenden vermissen lässt aber auch gegen jeden verlieren."

Ortiz wieder an Bord

Für das Heimspiel gegen die auswärts vier Spiele sieglosen Wolfsberger kündigte Canadi eine Rückkehr zum 4-4-2-System an.

"Es wird Umstellungen geben", sagte der Altach-Trainer. Der Spanier Cesar Ortiz etwa kehrt nach seiner abgesessenen Sperre in die Innenverteidigung zurück. Canadi: "Seine Zweikampfstärke haben wir in Wien vermisst."

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