Rang drei "ohne Bedeutung"

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"Die abgebrühtere Mannschaft hat gewonnen"

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Aufsteiger Altach hat den Schwung in der Bundesliga etwas verloren.

Die Vorarlberger kassierten am Mittwoch im Nachtragsspiel der zweiten Runde gegen Admira Wacker Mödling mit dem 0:2 die zweite Niederlage in Folge.

Die siebentplatzierte Canadi-Truppe hat aktuell vor allem in der Offensive Probleme, die Südstädter zeigten sich hingegen beim ersten Saisonsieg als Meister der Effizienz.

Die Altacher haben nach dem 1:0-Startsieg gegen Sturm Graz keinen vollen Erfolg mehr gefeiert, beim 0:0 bei der Austria, dem 1:2 gegen den WAC sowie nun gegen die Admira wäre allerdings jeweils mehr möglich gewesen.

"Wir waren sicher wieder nicht die schlechtere Mannschaft, aber die effektivere und abgebrühtere Mannschaft hat gewonnen", resümierte Altach-Trainer Damir Canadi.

Canadi fordert mehr Effizient

Am Torabschluss gelte es daher verstärkt zu arbeiten. "Wenn du jede Woche 20 Torschüsse hast, musst du einfach auch Tore erzielen", weiß Canadi, woran es hapert.

In der Erste-Liga-Meistersaison mit 79 Treffern (in 36 Spielen) noch die Torfabrik, gelangen den Vorarlbergern in den ersten vier Spielen erst zwei Tore, keines davon wurde herausgespielt.

"Die letzte Flanke, der letzte Pass, die letzte Situation vor dem Tor funktioniert noch nicht. Die Gegner stellen auch um den einen Meter besser zu als in der Erste Liga, daraus muss man lernen", sagte Canadi.

"Wir sind nicht zufrieden"

Anstelle sich nach vorne zu arbeiten, musste seine Truppe in der Tabelle den Rückfall auf Rang sieben hinnehmen.

"Wir sind nicht zufrieden, wollten aus den zwei Heimspielen Minimum vier Punkte holen, jetzt müssen wir aber Ruhe bewahren", forderte Altachs Coach.

Schon am Samstag wartet mit dem Auswärtsspiel bei Rapid die nächste große Aufgabe.

"Es sind Kleinigkeiten, an denen wir feilen müssen. Wenn wir das schaffen, werden wir wieder gewinnen", ist sich der Wiener Canadi sicher.

Admira bewahrt einmal mehr die Nerven

Für die Admiraner ging es in der Tabelle in die andere Richtung, sie schafften mit dem ersten Sieg einen Befreiungsschlag.

"Der Saisonstart war verkorkst, hat uns in Bedrängnis gebracht, es war wieder Krisenmanagement angesagt."

"Wir haben uns aber zurückgekämpft, der Sieg macht uns stolz und erleichtert die Sache", fasste Admira-Trainer Walter Knaller zusammen.

Wie eng alles zusammen ist in der Liga hinter den nach vier Spielen makellosen Clubs Salzburg und WAC zeigt der Blick auf die Tabelle.

Rang drei "hat keine Bedeutung"

Die Admiraner schafften dank ihres ersten Auswärtssiegs seit 8. März den Sprung von Rang neun auf drei.

"Es hat keine Bedeutung, dass wir Dritter sind, aber wir waren es schon ewig nicht mehr, deshalb ist es sehr schön für uns", sagte Admira-Torschütze Rene Schicker.

Der Stürmer-Routinier stellte seine Torjäger-Qualitäten in Minute 72 unter Beweis, machte aus der einzigen Chance der Gäste nach der Pause das 2:0.

"Ich habe ein Naserl, dass ich weiß, wo der Ball hinkommt. Luki (Anm.: Lukas Thürauer) hat das hervorragend gemacht, ich habe nur den Fuß hinhalten müssen", sagte Schicker.

"Vom dritten Platz lacht es sich besser"

Die Admiraner haben jedenfalls nur zwei Zähler Vorsprung auf den neuen Vorletzten Austria, vier Zähler ist der Polster auf Schlusslicht Wiener Neustadt.

"Vom dritten Platz lacht es sich besser herunter, wir können jetzt mit mehr Zuversicht und Selbstvertrauen ins Spiel gegen Salzburg gehen", freute sich Knaller.

Der Tabellendritte hat den Liga-Krösus am Samstag in der BSFZ-Arena zu Gast.

In der Vorbereitung auf die Partie ging Knaller neue Wege, noch am Donnerstag in der Früh (06.00 Uhr) stand nach der Rückkehr aus Altach eine Regenerationseinheit auf dem Programm.

Altach Admira
Ballbesitz 57,6% 42,4%
Zweikämpfe 54,5% 45,5%
Eckbälle 5 5
Torschüsse 28 11
Torschüsse außerhalb Strafraum 12 5
Torschüsse innerhalb Strafraum 16 6
Kopfballchancen 9 0
Abseits 1 4
Fouls 13 15
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