Sturm gegen Rapid, Teil 1

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Doppelpack zwischen Sturm und Rapid - Teil eins

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Auf Sturm Graz und Rapid wartet in den kommenden Tagen ein Doppelpack an direkten Duellen.

Nach dem Ligaschlager am Samstag (16.00 Uhr) in Graz treffen die beiden Rivalen am Mittwoch auch im Cup-Achtelfinale in Wien aufeinander.

Beide sind zuletzt in der Bundesliga nicht über torlose Remis hinausgekommen. Sturm fehlen zudem drei Spieler gesperrt, darunter Topscorer Marco Djuricin.

Das 150. Bundesliga-Duell ist ein richtungsweisendes. Drei Punkte liegen die Grazer hinter den drittplatzierten Wienern, Sturm ist vier Runden ungeschlagen.

"Wir haben klare Vorstellungen, wie wir spielen wollen", erklärte Neo-Trainer Franco Foda. "Aber es wird auch Zeit benötigen. So ein Prozess geht nicht von heute auf morgen." Zumindest hat Sturm unter dem zurückgekehrten Meistercoach in zwei Spielen noch kein Gegentor erhalten.

"Besonderes Spiel"

Das soll auch gegen Rapid so bleiben - obwohl die Hütteldorfer in den vergangenen zwölf Auswärtspartien immer getroffen haben. Von den jüngsten sieben Duellen mit Sturm hat der Rekordmeister nur eines verloren.

"Sturm gegen Rapid, das sind immer besondere Spiele mit viel Emotion", meinte Foda. Diesmal vor allem für zwei Ex-Grazer: Florian Kainz und Robert Beric kehren erstmals im Rapid-Dress an ihre frühere Wirkungsstätte zurück.

 "Rapid ist eine gute Mannschaft, aber auch wir haben Qualität. Wir wollen wieder eine Heimmacht werden, so müssen wir von Beginn an auftreten", forderte Foda. "Wir sind in der Lage, gegen jeden Gegner zu gewinnen. Wir gehen mit viel Vertrauen ins Spiel." Das erste Saisonduell im August endete 1:1. Die Tore erzielten Beric und Djuricin.

Ohne Djuricin

Letzterer fehlt wegen einer Gelbsperre. An seiner Stelle könnte Daniel Beichler an vorderster Front beginnen, zumal der nominelle Ersatzmann Josip Tadic noch kein Spiel über die volle Distanz absolviert hat. Djuricin hält bereits bei sechs Ligatoren.

"Marco ist ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft. Aber eine Mannschaft lebt nicht nur von einem Spieler", betonte Foda. "Es gibt Alternativen."

Bei Rapid fehlt Dominik Wydra weiter wegen einer Schienbeinkopfprellung. Deni Alar ist nach seinem Mittelfußbruch wieder ins Mannschaftraining eingestiegen.

Großes Thema bei den Hütteldorfern ist die Effizienz. In den vergangenen drei Spielen sind Tore nur nach Eckbällen gelungen - trotz phasenweise klarer spielerischer Überlegenheit.

Die Chancenverwertung

Die Chancenverwertung ist für Trainer Zoran Barisic nicht nur Kopf-, sondern auch Übungssache. "Der Beste ist der, der am meisten trainiert", meinte der Wiener.

"Ich gehe davon aus, dass auch (Cristiano) Ronaldo nicht so auf die Welt gekommen ist." Er sei aber von den Qualitäten seiner Mannschaft überzeugt, betonte Barisic. "Und wenn wir fünf Chancen herausspielen müssen für ein Tor, werden wir das auch versuchen."

Spielerisch hatte sein Team zuletzt gegen die Admira (0:0) nur vor der Pause überzeugt. "Ich hoffe, dass wir das einmal über einen längeren Zeitraum spielen können", sagte Barisic.

"Das ist mein größter Wunsch. Das würde mich schon sehr, sehr glücklich machen." Ähnlich sieht es auch Foda: "In der zweiten Hälfte in Wr. Neustadt (0:0) waren wir die klar bessere Mannschaft. Das müssen wir auch über 70, 80 Minuten bringen."

Dass den Grazern wichtige Spieler fehlen, nahm auch Barisic zur Kenntnis. "Das Wichtigste ist aber, dass unsere Handschrift erkennbar ist."

Emotionale Rückkehr

Der Ex-Internationale erwartet eine emotionale Partie - nicht nur für Kainz und Beric. "Aber genau das macht den Fußball aus." Bis Freitagmittag waren 13.000 Karten verkauft, die Revanche steigt bereits vier Tage später im Wiener Prater.

 Im Cup will Rapid ins Finale. "Das ist realistisch. Die Meisterschaft ist aber das tägliche Brot, das ist der wichtigste Wettbewerb", betonte Sportdirektor Andreas Müller. In der Liga stehe eine entscheidende Phase bevor.

"Wir haben einen enormen Punkterückstand, aber die Mannschaft hat Potenzial", meinte Müller. "In erster Linie geht es darum, den Abstand auf Wolfsberg zu verkürzen." Auf den Tabellenzweiten fehlen Rapid nach zwölf Runden acht Zähler.

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