"Kann man eh nicht mehr helfen"

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"Denen kann man eh nicht mehr helfen"

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Nach der Torgala im Cup beim Wiener Sportklub (12:1) ist Meister Red Bull Salzburg am Sonntag (16.30 Uhr) auch in der Bundesliga auf eine Trendwende aus.

Drei Ligaspiele in Folge haben die "Bullen" verloren - mehr als je zuvor in der knapp zehnjährigen Red-Bull-Ära.

Eine weitere Niederlage im Schlager bei Rapid würde den Druck auf Trainer Adi Hütter weiter erhöhen.

Ersatzgeschwächte Defensive

Die Salzburger gehen stark ersatzgeschwächt in die Partie. Vor allem die Personalsituation in der Defensive bereitet Hütter Kopfzerbrechen.

Anstelle des gesperrten Martin Hinteregger rückt dessen ÖFB-Teamkollege Stefan Ilsanker in die Innenverteidigung.

Auf den Außenpositionen sind neben Fixausfall Christian Schwegler auch Peter Ankersen und Andreas Ulmer mit muskulären Problemen fraglich.

"Es kann sein, dass ich eine neue Variante aus dem Hut zaubern muss", sagte Hütter.

Lazaro wieder Rechtsverteidiger?

Wie schon im Cup in Dornbach könnte neben dem Deutschen Benno Schmitz auch Jungstar Valentino Lazaro ("Mir hat es Spaß gemacht, es ist nicht viel anders wie am Flügel") auf der für ihn ungewohnten Position in der Viererabwehr zum Einsatz kommen.

Hütter: "Wenn man neun Spieler nicht zur Verfügung hat, ist das natürlich nicht einfach."

Die zahlreichen Muskelverletzungen führt der Ex-Internationale auch auf die hohe Belastung der vergangenen Wochen zurück. "Durch unseren Spielstil sind wir sehr viel im Sprint unterwegs."

Sabitzer im Fokus

Das überzeugende Cupspiel beim Regionalligisten Sportklub habe laut Hütter gezeigt, dass die Mannschaft "absolut intakt" sei. "Die zwei Aufgaben kann man aber nicht miteinander vergleichen, weil Rapid Wien ein anderes Kaliber ist. Wir wissen, was uns erwartet."

Vor allem Marcel Sabitzer, der im Sommer von Rapid via Leipzig zum Erzrivalen gewechselt ist. Der ÖFB-Teamspieler war schon beim klaren Heimsieg zum Saisonstart (6:1) Beschimpfungen der mitgereisten Rapid-Fans ausgesetzt.

"Ich beschäftige mich mit den Dingen, die ich beeinflussen kann", erklärte Sabitzer. "Denen kann man eh nicht mehr helfen. Ich konzentriere mich auf meine Leistung auf dem Platz, damit ist die Geschichte für mich erledigt."

Hütter lobt Sabitzer

Die war bisher in Ordnung. Sabitzer hat sich nach dem Abgang von Sadio Mane in der hochkarätig besetzten Salzburger Offensive einen Stammplatz erkämpft. "Er würde auch spielen, wenn wir keinen einzigen Verletzten hätten", versicherte Hütter. "Er ist schon im jungen Alter ein österreichischer Spitzenspieler. Er verdient es sich, dass er spielt."

Auch in einer unfreundlichen Atmosphäre im Ernst-Happel-Stadion.

"Marcel ist vom Kopf her so, dass er weiß, was auf ihn zukommt", meinte Hütter. Sabitzer weiß aus eigener Erfahrung, wie sehr sich Rapid nach einem Erfolg gegen die Red-Bull-Elf sehnt.

"Natürlich ist es ungewohnt"

"Die Spiele gegen Salzburg und Austria sind für sie die wichtigsten der Saison", erinnerte der 20-Jährige. "Wir fahren aber sicher dorthin, um drei Punkte mitzunehmen."

Das ist den Salzburgern in der Liga zuletzt vor über einem Monat mit einem 5:0 zu Hause gegen Altach gelungen. Der Rückstand auf Sensations-Tabellenführer WAC beträgt vorerst drei Punkte.

"Einen Druck hat man als Fußballer immer", sagte Sabitzer. "Aber natürlich ist es für Salzburg ungewohnt, wenn man drei Spiele in Folge nicht gewinnt."

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