Die nächste deppate Frog

Aufmacherbild
 

Der LAOLA1-Stammtisch zur 10. Runde

Aufmacherbild
 

Noch 26 Runden, bis Salzburg die Saison (eventuell) als Meister beendet. Sagen wir jetzt einmal.

Noch 61 Zähler, bis Salzburg den Punkte-Rekord hat. Glauben wir jetzt einmal.

Noch 75 Treffer, bis Salzburg seinen eigenen Torrekord geknackt hat. Denken wir jetzt einmal.

ODER: Noch 26 Runden, bis Wolfsberg für eine der größten Sensationen der österreichischen Fußball-Geschichte gesorgt hat? Man weiß es nicht! Derzeit.

Natürlich haben auch die anderen acht Mannschaften gespielt.

Und unser Stammtisch behandelt freilich nicht nur die "Bullen" und den WAC.

Nehmt Platz und macht es euch gemütlich!

STIMMUNGS-CHECK

Tendenz steigend! Zuschauerboom in Wien und insgesamt elf Tore. Wiener Neustadt geht neuerdings mit seiner (roten) Laterne, Nullnummer in Grödig trübt Stimmung.

Ist Adi Hütter wirklich der richtige Trainer für RB Salzburg? Nach der jüngsten Negativserie musste sich der Nachfolger von Roger Schmidt einiges anhören. Doch der neue Chef im Bullenstall blieb sachlich, ruhig und arbeitete im Hintergrund akribisch. Das 12:1 im ÖFB-Cup - der höchste Sieg überhaupt - war ein Ausrufezeichen, gegen Regionalligist Wiener Sportklub jedoch kein Maßstab. Das 2:1 gegen Rapid bewies hingegen, dass mit Salzburg wieder zu rechnen ist und Hütter eine Mannschaft auf den Platz schickte, die eine Reaktion zeigte. In der Abwehr zauberte er augrund von Verletzungssorgen Benno Schmitz und Valentino Lazaro aus dem Hut und brachte "Joker" Massimo Bruno - alles richtig gemacht! Scheint, als würden Hütter und RBS doch zusammenpassen.

Drei Runden lang gab Wiener Neustadt die Rote Laterne ab. Doch nach dem 0:1 gegen Ried ist sie wieder zurückgekehrt. Nur sieben Zähler haben die Niederösterreicher bisher sammeln können. Zwar läuten noch nicht die Alarmglocken (Christoph Freitag: "Es sind jetzt zehn Runden gespielt, von dem her müssen wir noch gar nicht auf die Tabelle schauen"), aber die Tendenz ist nicht vielversprechend. Holte die Truppe von Trainer Heimo Pfeifenberger in der abgelaufenen Saison gerade gegen die direkten Konkurrenten die notwendigen Punkte, ist dies heuer nicht der Fall. Und mit einem Torverältnis von -17 kann man sich schon vorstellen, wo die Gründe für die schwache Punkteausbeute liegen.

SCHMANKERL DER RUNDE

  • EIN GUTES GEFÜHL: Wer an die 20 Jahre im Profi-Fußball am Werk ist, entwickelt über diesen Zeitraum ein gutes Gefühl. Das bewies am Wochenende auch einmal mehr Stefan Reiter. Der Manager der SV Ried meinte im Halbzeit-Interview bei "Sky", dass er für die zweite Hälfte ein gutes Gefühl habe, dass es der SV Ried mit dem Toreschießen und dem Siegen wieder aufgehen würde. Weil Neustadts Herbert Rauter zwei Sitzer ausließ und Reiters jüngster Neuzugang Denis Thomalla traf, gewannen die Oberösterreicher zum zweiten Mal in dieser Saison. Vielleicht hatte Reiter aber auch deswegen ein gutes Gefühl: Seit nunmehr 18 Liga-Spielen verlor die SVR nicht gegen Neustadt. Der andere Saisonsieg wurde auch gegen Neustadt eingefahren...
  • EIN SCHLECHTES TIMING: Leider, leider, leider: Wir hätten es uns so sehr gewünscht, aber eine Grippe machte das Wiedersehen zwischen Sturm-Interimscoach Günther Neukirchner und "Sky"-Reporter Gerhard Krabath nicht möglich. Eine Neuauflage des wohl legendärsten Interviews der "Premiere"-Geschichte ("Die nächste deppate Frog") hätte uns sicherlich köstlich amüsiert. Sein überaus charmanter "Ersatz", Elisabeth Gamauf, zauberte uns trotzdem ein breites Grinsen ins Gesicht, als sie bei der Einstiegsfrage nach langer Nachspielzeit Neukirchner fragte, ob er froh sei, dass der Schiedsrichter nun abgepfiffen habe... Der Steirer blieb anders als am 27. Februar 2005 ganz locker und ging auf die Anspielung nicht ein.

  • EIN SCHLECHTES KNOWHOW: Noch einmal zurück nach Graz und zu einem Interview. Sturms General-Manager Gerhard Goldbrich hat ja derzeit viel um die Ohren, aber wenn man so wenig darüber weiß, sollte man Querverweise mit anderen Sportarten lieber bleiben lassen. Auf die Konfrontation mit dem Namen Michael Wiesinger und dem Nachsatz, dass dieser derzeit in der Pole Position bei den Blackies stehen soll, entgegnete Goldbrich ausweichend: "In der Pole Position steht normalerweise der David Hamilton." Ja, und oft ist es auch der Bernhard Rosberg, lieber Gerald, äh, Gerhard.
  • EIN GUTES HÄNDCHEN: Einen fünf Millionen Euro Mann kann man schon einmal auf der Bank schmorren lassen. Wenn dieser dann wie gegen Rapid hineinkommt und nach 15 Sekunden mit seiner zweiten Ballberührung das Spiel in andere Bahnen lenkt, zeugt das durchaus von Qualität. Und unterstreicht die richtige Entscheidung von Trainer Adi Hütter, der Massimo Bruno zum richtigen Zeitpunkt brachte. Einen "Blitzstart" nennt man sowas oder aber auch "zur rechten Zeit am rechten Ort" sein. "Ich habe noch nie in meiner Karriere so schnell ein Tor geschossen", freute sich der belgische Neuzugang über seinen Treffer zum 1:0 im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Es war immerhin schon der vierte in der noch jungen Bundesliga-Saison.

  • EIN GUTES ZUSCHAUERAUFKOMMEN: Es gab allen Grund ins Ernst-Happel-Stadion zum Duell zwischen Meister RB Salzburg und Rapid zu pilgern. 25.300 Zuschauer übertrafen dann jedoch für viele die Erwartungen. Der Prater bebte, die Kulisse war eindrucksvoll. Nach langem einmal auch wieder in der Bundesliga. Dass das Nationalteam und diverse internationale Auftritte die Massen ins Happel-Oval locken, ist klar. In der Bundesliga ist es jedoch 14 Jahre her, dass mehr Leute in den Prater zu einem Rapid-Spiel, das kein Derby war, pilgerten. In der 32. Runde der Saison 1999/2000 fanden sich zum Duell Rapid gegen Sturm (Endstand: 2:3 mit zwei Savicevic-Toren) sogar 35.700 Leute im Stadion ein. Es geht allerdings nach langem wieder in die richtige Richtung.

Runde Top Flop Gesamt Schnitt
1. <span style=\'color: #000000;\'>19.801 (RBS-Rapid) 2.139 (Admira-WAC) 39.122 7.824
2. 14.200 (Rapid-Ried) 2.126 (Grödig-Sturm) 28.490 5.698
3. 7.130 (Austria-Altach) 1.812 (Grödig-WAC) 27.586 <span style=\'color: #0000ff;\'>5.517
4. 16.800 (Rapid-Sturm) 3.140 (Neustadt-Austria) 42.204 <span style=\'color: #ff0000;\'>8.441
5. 13.800 (Rapid-Altach) <span style=\'color: #0000ff;\'>1.412 (Grödig-Neustadt) 34.261 6.852
6. 11.900 (Austria-Rapid) 1.790 (Neustadt-Admira) 35.722 7.144
7. 12.100 (Rapid-Grödig) 4.007 (Admira-Austria) 33.439 6.688
8. 19.250 (WAC-Salzburg) 1.431 (Grödig-Altach) 38.793 7.758
9. 15.200 (Rapid-WAC) 2.200 (Admira-Grödig) 39.136 7.827
10. <span style=\'color: #ff0000;\'>25.300 (Rapid-RBS) 1.765 (Neustadt-Ried) 39.622 7.924
GESAMT: 358.375 7.167

BILD DES SPIELTAGS


ES IS SO WUNDERSCHÖN

ZAHLENSPIELE

1 - Hannes Aigner trifft auch mit 33 Jahren noch nach Belieben. Gegen Sturm erzielte er bereits sein viertes Saisontor, allerdings sein erstes per Kopf.

1 - Jahr brauchte Daniel Beichler, um endlich wieder in einem Heimspiel zu treffen. Der letzte Heimtreffer gelang am 21. September 2013 gegen die Austria, dazwischen war er sieben Mal auswärts erfolgreich.

2 - Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Die SV Ried konnte erst den zweiten Saisonsieg einfahren, beide gelangen gegen Wiener Neustadt.

2 - Denis Thomalla ist der große Hoffnungsträger bei der SV Ried. Der Deutsche erzielte die letzten beiden Treffer und traf in zwei seiner drei Einsätze.

6 - Alan war in dieser Saison bereits zum sechsten Mal erfolgreich. Allerdings gelang ihm sein erster Treffer in einem Auswärtsspiel.

7 - Daniel Royer zeigte sich schussfreudig. Sieben Mal feuerte er auf das Tor von Grödig, das gelang noch keinem Austrianer in dieser Saison.

9 - Joachim Standfest erzielte gegen die Admira nicht nur das entscheidende 2:1, sondern war zum neunten Mal auch als Assistent erfolgreich. Ein Drittel der Torvorlagen gelangen ihm gegen die Admira.

15 - Sekunden stand Massimo Bruno auf dem Platz, als er mit seinem zweiten Ballkontakt zur 1:0-Führung gegen Rapid traf.

20 - Schlusslicht Wiener Neustadt kassierte gegen Ried das 20. Gegentor nach der Pause. So viele kassierte kein anderes Team in den vollen 90 Minuten.

22 - Jahre und 303 Tage betrug das Durchschnittsalter der Grödiger gegen die Austria. Es war die jüngste Startelf in der noch jungen Bundesliga-Geschichte der Salzburger.

23 - Ballkontakte in der Bundesliga benötigte Philipp Prosenik, um mit seinem zweiten Torschuss in der höchsten Spielklasse sein erstes Tor zu erzielen.

36 - Schüsse im Duell zwischen Grödig und Austria sind aller Ehren wert, trotzdem endete die Partie 0:0. Es waren aber die zweitmeisten in dieser Bundesliga-Saison nach Altach-Admira in der 2. Runde (39).

44 - Fouls wurden bei Grödig gegen Austria begangen - ein hart umkämpftes Spiel. Nur in drei Spielen in dieser Saison gab es mehr Vergehen.

133 - Sekunden dauerte es, bis Peter Zulj die Wolfsberger Führung gegen die Admira gelang, es war das schnellste Saisontor des WAC.

25.300 - Die Zuschauerzahl beim Spiel Rapid gegen RB Salzburg muss auch an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden. Solche Zahlen würden wir gerne öfters in Verbindung mit der Bundesliga lesen.

DIE LISTE DER "NULLEN"

Was erlauben sich Grödig und Austria? Da sorgen diese beiden Mannschaften in der 10. Runde für die dritte Nullnummer in dieser Saison und was müssen wir feststellen: Sowohl für die Wiener als auch für die Salzburger ist es bereits die zweite Partie ohne einen Torerfolg. Von uns gibt es dafür die Gelbe Karte!

DIE-HEATMAP-TAKTIKTAFEL-TOP-3

Euch ist sicher schon aufgefallen, dass wir einen neuen LIVE-Ticker haben.

Und der kann richtig viel! Abgesehen von Live-Statistiken zu jedem einzelnen Spieler gibt es auch die "Heatmap" und die "Taktiktafel" zu jeder Partie - natürlich auch live. Ein Klick auf die "Sonne" im linken Menü bringt euch zur Heatmap, ein Klick auf das "Auge" zur Taktiktafel der jeweiligen Partie.

Wenn man sich diese beiden Features genauer ansieht, gewinnt man jede Menge spannende Erkenntnisse.

Was uns in dieser Runde so aufgefallen ist, wollen wir euch nicht vorenthalten.

Grödig gegen Austria:

In der gegnerischen Hälfte konnten die Grödiger nicht wirklich für Gefahr sorgen. Im Gegenteil, da fehlte die Genauigkeit. Bis auf einzelne Zuspiele über die Flanken - vor allem über rechts - beschränken sich die erfolgreichen Zuspiele der Salzburger auf die eigene Hälfte. Daran gilt es zu arbeiten.

 

Wiener Neustadt gegen Ried:

Ein bisschen einseitig, wie wir finden. Und zudem nicht von Erfolg gekrönt. Fünf Flanken brachte Wiener Neustadt zur Mitte, fünf Mal über rechts und kein einziges Mal fand eine davon den Mitspieler. Am fleißigsten war Osman Ali mit vier Flanken, mehr Sorgen bereitet uns aber die verwaiste linke Seite.

Rapid gegen Salzburg:

Harmlos, harmloser, Rapid - zumindest im Schlager gegen Salzburg. So wenig Zug zum Tor sah man bei den Grün-Weißen in einem Heimspiel schon lange nicht mehr. Die Heatmap stellt diese Erkenntnis unter Beweis. Viel Ballbesitz, aber das runde Leder schob man sich hauptsächlich rund um den 16er zu. In den Gefahrenbereich konnten die Wiener viel zu selten vordringen. So braucht man sich über die Niederlage nicht wundern.

DAS DUNKELBLAUE-HEMD-SPECIAL:

"Willst Du was gelten, mach Dich selten" - so lautet ein bekanntes Sprichwort. Völlig falsch! Denn willst Du tatsächlich was gelten, dann trage ein dunkelblaues Hemd. Weltmeister-Coach Jogi Löw hat es bei der Endrunde in Brasilien vorgezeigt. Ohne Blau geht fast gar nichts. Und auch in der österreichischen Bundesliga wird darauf gesetzt. Ob Adi Hütter, Gerald Baumgartner, Heimo Pfeifenberger. Sie alle haben schon das dunkelblaue Hemd getragen. Du glaubst uns nicht, dann schau dir doch die folgenden Bilder an.


"On Fire" - AUSTRIA LUSTENAU

Na endlich! Nach sechs sieglosen Spielen gelang der Austria wieder ein Sieg - und was für einer. Mit dem 5:2 gegen Tabellenführer Liefering beendeten die Vorarlberger nicht nur ihre Negativserie, sondern gaben auch ein kräftiges Lebenszeichen von sich. Zudem stürzte man die Salzburger von der Spitze. Und der zweite Heimsieg verschaffte dem bereits angezählten Trainer Helgi Kolvidsson wieder etwas Luft.

"On Ice" - MARCO SAHANEK

Wacker Innsbruck durchlebt momentan eine schwierige Phase. Drei Spiele wartet der Titelaspirant auf einen Sieg. Gegen Kapfenberg setzte es vor heimischer Kulisse trotz Überlegenheit und mehr als 20 Torschüssen eine 0:3-Pleite. Und da ein Unglück selten alleine kommt, sah Marco Sahanek nach einer Tätlichkeit gegen Bubalovic auch noch völlig zurecht die Rote Karte.

DER BLICK INS ARCHIV:

Viel Einsatzzeit bekam Benjamin Sulimani heuer noch nicht. Gerade einmal 86 Minuten stand der Oberösterreicher für die Admira am Feld - ein Grund dafür dürfte seine erlittene Schambeinentzündung sein. Eine Verletzung, die sich wie ein Kaugummi ziehen kann. Gegen den WAC feierte der 26-Jährige aber wieder ein persönliches Erfolgserlebnis. Sein zwischenzeitlicher Treffer zum 1:1 war sein erstes Saisontor.

BILDERRÄTSEL:

Wir bemühen in dieser Saison unser Fotoarchiv. Ihr sagt uns, wen wir gefunden haben. Ein fairer Deal, wie wir meinen. Challenge accepted?

Das Rätsel der 9. Runde war für euch wieder kein Problem. Neben Zoran Barisic war Franz Blizenec zu sehen, wie User "Michael2015" völlig richtig (wieder einmal) am schnellsten erkannt hat.

Dann schauen wir einmal, wer diesmal richtig liegt. Wir wollen in dieser Ausgabe wissen, wie der Gegenspieler von Joachim Standfefst auf diesem Bild heißt. Und so nebenbei gratulieren wir "Jockl" zu seinem zweiten Saisontor.

Runde Paarung Ergebnis
3 Austria - Altach 0:0
9 Admira - Grödig 0:0
10 Grödig - Austria 0:0
Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen