Tiroler Wunder oder Rapid-Serie?

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Tiroler Chance aufs Wunder oder SCR-Serienausbau?

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Für Wacker Innsbruck ist die Ausgangsposition im Saisonfinish klar.

Nur noch zwei Siege können die Tiroler aus sportlicher Sicht eventuell vor dem Abstieg bewahren.

Mit Rapid baut sich für das Bundesliga-Schlusslicht aber am Sonntag im Hanappi-Stadion eine sehr große Hürde auf.

Die Hütteldorfer haben ihren Europacup-Platz quasi fix in der Tasche, wollen aber auch Platz zwei behalten.

"Lasst uns zuerst diesen Sieg holen"

Die Tiroler schöpften mit sieben Punkten aus drei Spielen zuletzt wieder Hoffnung, fünf Zähler fehlen allerdings noch immer auf den Neunten Wiener Neustadt, der zeitgleich bei Sturm Graz gastiert.

"Wir wollen nicht weiterdenken, was wäre wenn. Lasst uns zuerst diesen Sieg holen", gab Wacker-Coach Michael Streiter die Marschroute vor.

Dieses Unterfangen wird schwer genug. Das Schlusslicht feierte diese Saison in der Fremde erst zwei Siege und auswärts gegen Rapid gab es gar seit dem 1:0 am 20. April 2002 in 15 Partien keinen vollen Erfolg mehr.

"Wir sollten uns an die Spiele gegen den damaligen Zweiten Grödig oder das 0:0 in Salzburg erinnern. Wenn wir so spielen, können wir an den Sieg glauben - vorausgesetzt, die Unparteiischen agieren gleich", sagte Streiter.

Zuletzt waren die Tiroler diesbezüglich nicht gerade bevorzugt.

Wacker denkt nicht an Admiras Lizenz

Sollte es sportlich nicht klappen, dürfen die Innsbrucker, die in der vergangenen Saison in den letzten beiden Runden einen Fünf-Punkte-Rückstand noch wettgemacht hatten, immer noch auf anderer Ebene hoffen.

Dem Achten Admira Wacker Mödling wurde in erster Instanz die Lizenz für die kommende Saison verweigert.

"Was dort passiert, da können wir nicht eingreifen. Wir müssen auf uns selbst schauen", sagte Streiter.

In Hütteldorf gilt es vor allem Terrence Boyd in den Griff zu bekommen, der US-Stürmer traf in den jüngsten beiden Partien viermal.

Rapid will Serien ausbauen

Die Rapidler haben aktuell zwei Punkte Vorsprung auf den Lokalrivalen Austria und wollen den Abstand auch halten.

Von der Statistik spricht alles für die Grün-Weißen. Zu Hause gab es für Steffen Hofmann und Co. seit zwölf Partien keine Niederlage mehr, sie sind damit auch 2014 als einziges Ligateam im eigenen Stadion noch unbesiegt.

Insgesamt haben sie seit neun Spielen sowie dem 3:6 in Salzburg am 2. März nicht mehr verloren.

"Wir wollen natürlich daran anknüpfen und die drei Punkte festhalten. Das letzte Heimspiel einer Saison möchte man immer unbedingt gewinnen", sprach Rapid-Sportdirektor Andreas Müller Klartext.

Bei den Hütteldorfern war diese Woche im Training bemerkbar, dass das Saisonziel vorzeitig geschafft wurde. "Man hat gemerkt, dass eine Last von den Schultern der Spieler abgefallen ist", sagte Coach Zoran Barisic.

Lockerheit, aber trotzdem Konzentration

Auf die leichte Schulter werde man die Partie gegen Innsbruck aber nicht nehmen.

"Die Spieler werden mit der nötigen Lockerheit, aber trotzdem konzentriert ins Spiel gehen", war sich Rapids Trainer sicher.

Das wird auch notwendig sein, um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen. Barisic: "Ich rechne mit einem starken Gegner, weil sie alles oder nichts spielen müssen."

Deshalb kündigt sich auch eine offensive Partie an.

"Ich gehe davon aus, dass Tirol offensiv auftreten wird. Wir spielen aber zu Hause und wollen auch dementsprechend auftreten", rechnete Barisic mit einem Schlagabtausch.

Möglicher Abstieg des Ex-Klubs für Barisic kein Thema

Der Rapid-Trainer könnte mit seiner Mannschaft den Abstieg seines Ex-Klubs besiegeln, für den er von 1997 bis 2002 gespielt hatte.

"Mit dem befasse ich mich nicht, ich beschäftige mich mit Rapid und will da eine gute Leistung bringen. Wir können nichts dafür, dass Wacker da hinten steht", gab Barisic seine Sicht preis.

Bis Freitag waren bereits 16.000 von 17.200 Karten verkauft, das möglicherweise letzte Pflichtspiel im Hanappi-Stadion dürfte damit vor vollen Rängen über die Bühne gehen.

Vor dem Spiel werden mit dem gesperrten Christopher Trimmel, Branko Boskovic, Stephan Palla, Samuel Radlinger und Lukas Königshofer fünf Rapid-Spieler verabschiedet.

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