Der LAOLA1-Stammtisch zur 23. Runde

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Nehmt Platz und macht es euch gemütlich: Der Stammtisch ist angerichtet!

Klar, ihr kennt die Ergebnisse schon.

Und ihr wisst auch, wie es in der Tabelle aussieht.

Aber wer sind die Gewinner und Verlierer der Runde? Welche Zahlen muss man kennen? Was ist sonst noch so passiert?

Wir liefern euch nach jedem Spieltag der heimischen Liga eine Zusammenfassung der etwas anderen Art.

DER WINNER: BENJAMIN SULIMANI

Dieser Kurzauftritt konnte sich sehen lassen. Admira-Rückkehrer Benjamin Sulimani avancierte beim 2:1-Sieg gegen SK Rapid mit seinem Doppelpack zum Matchwinner. Zwei Torschüsse, zwei Tore - der ehemalige Norwegen-Legionär hat sich als Joker vor dem gegnerischen Gehäuse eiskalt präsentiert. Es war das erste Mal, dass dem 25-Jährigen in einem Bundesliga-Spiel zwei Treffer gelangen. Wenngleich natürlich nicht sonderlich aussagekräftig, ergibt das inklusive des Kurzeinsatzes gegen Sturm alle 22 Spielminuten einen Treffer - hinter Marco Perchtold (alle 21 Minuten ein Tor) ist das Platz zwei in dieser Statistik.

DER LOSER: NENAD BJELICA

Die Sache endete mit einem Wutausbruch in der Kabine und sarkastischen Aussagen bei der abschließenden Pressekonferenz. Nach dem 1:1 gegen den SC Wiener Neustadt durfte Nenad Bjelica noch als Austria-Trainer übernachten, Sonntag-Früh wurde seine Beurlaubung von der violetten Führungsriege dann einstimmig beschlossen. Der Kroate und die Wiener Austria - auf nationaler und zwischenmenschlicher Ebene hat es einfach nicht gepasst. Positiv bleibt lediglich die erfolgreiche Qualifikation für die Champions League und eine sehr passable Gruppenphase in Erinnerung.

Zweikampfquote Passquote Ballkontakte
Rnic 83,3 % (10/2) Boskovic (Rapid) 97,1 % (34/1) Petsos (Rapid) 81
Schilling (Wacker) 80 % (8/2) Hosiner 95 % (19/1) Kampl (Salzburg) 78
Rotpuller (Austria) 72,2 % (16/5) Kerhe 92,8 % (13/1) Pichler (Ried) 77
Trimmel (Rapid) 76 % (19/6) Reifeltshammer (Ried) 88,6 % (31/4) Nutz (Grödig) 77
Pollhammer (Neustadt) 76 % (19/6) Madl 87,5 % (14/2) Suttner (Austria) 75
Schicker (Ried) 75

SCHMANKERL DER RUNDE

  • DAS STEIRER-TOR: Steirischer Arbeitgeber, der Albtraum-Fehler jedes Torhüters - nun weiß wohl auch Benedikt Pliquett, was mit einem "Steirer-Tor" gemeint ist. Wie in guten Zeiten blieb der Deutsche jedoch auch in schlechten Zeiten seiner offenen Art treu und verkroch sich nicht. Im Gegenteil. Vielmehr setzte er sich mit deutlichen Worten gegen jenen Teil der Sturm-Fans zur Wehr, die ihn nach seinem Lapsus bei jeder Ballsicherung verhöhnten: "Wenn die Leute Spaß haben bei solchen Sachen, freut mich das ungemein. Sie wissen ja, wo ich trainiere. Sie können gerne kommen und mir noch einmal ins Gesicht lachen. Wenn sie sich bei einem Bierchen 28 Mal auf den Oberschenkel klopfen können, freut mich das für sie, denn letztendlich sind das hier ja Brot und Spiele. Persönlich traut sich eh keiner von denen, mir das ins Gesicht zu sagen." Dass der 29-Jährige dies von St. Pauli anders kennt und eine andere Fan-Ideologie pflegt, versteht sich beinahe von selbst. Zumindest weiß Pliquett nun auch, dass Schadenfreude ein österreichischer Volkssport ist...
  • RASEN-DE WUT: Die Platzbeschaffenheit hatte wohl auch bei Pliquetts Hoppala ihre Grashalme im Spiel. Darauf ausreden wollte sich der Deutsche natürlich nicht. Aber rein grundsätzlich fand er zum Zustand des Rasens in der UPC-Arena deutliche Worte, die man nicht dick genug unterstreichen kann: "Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn man den Platz am 18. Dezember verlässt, ihn am 15. Februar wieder betritt und dieselben Furchen wie am 18. Dezember sieht, frage ich mich, was in der Zeit passiert ist. Das deutet für mich ein Stück weit darauf hin, wie viel hier getan wird, damit optimal Fußball gespielt werden kann. Ich glaube, da müssen sich viele Leute hinterfragen, ob man nicht mehr tun kann, um die Rahmenbedingungen erfolgreich zu gestalten." Das leidige Thema Stadion zwischen Sturm und der Stadt Graz ist also um eine Facette reicher...
  • FÜRS SELBSTVERTRAUEN: Nur wenige Sekunden bevor er den Ausgleich durch Stefan Rakowitz aufgelegt hatte, vergab Thomas Fröschl eine Riesenchance. In der entscheidenden Szene zeigte er sich dann ganz uneigennützig und bediente Rakowitz. "Er hat gut daran getan, das Tor aufzulegen. Wenn du nämlich auf diese eine Chance wartest, sie dann bekommst und vergibst, ist es schwer. Gott sei Dank haben wir dann aber doch noch eine Chance gekriegt und sie verwertet", sagte Dennis Mimm nach dem Spiel. Fröschl wollte seinen Assist nicht auf die davor vergebene Möglichkeit schieben und meinte trocken: "Ich wollte Rakowitz einfach Selbstvertrauen geben, deshalb habe ich nochmal abgespielt."

  • DER KNICK: Auf einen Leistungs-Knick muss man bei "Salzburg-Jäger" SV Grödig nach wie vor warten. Dass beim Heimspiel gegen den Wolfsberger AC eine Tribüne eingeknickt ist, ist jedoch weniger spaßig. "Die Gäste-Tribüne hat nachgegeben, sie wurde gesperrt und die Fans auf eine andere Tribüne geführt", erläuterte Manager Christian Haas. Platz genug gab es ohnehin. Insgesamt "verirrten" sich lediglich 1185 Zuschauer in die Untersbergarena.
  • TRAUMTOR: Neben Pliquetts Blackout sorgte natürlich auch der traumhafte Fallrückzieher von Stipe Vucur für jede Menge Gesprächsstoff. Als Innenverteidiger solch eine akrobatische Einlage - Hut ab! Solch ein Kunststück bekommt man nicht aller Tage geboten. Etwas schockierend so gesehen sein Geständnis nach Spielende: "So ein Tor ist mir noch nie gelungen!" Was? Nicht? Gibt's ja gar nicht! Aber gut, würde er in aller Regelmäßigkeit solche Gustostückerl abliefern, würde er wohl nicht bei Schlusslicht Wacker Innsbruck unter Vertrag stehen...

BILD DES SPIELTAGS


AKROBAT SCHÖÖÖN

ZAHLENSPIELE

1 - Obwohl Kevin Kampl in der laufenden Saison bereits 16 Assists geliefert hat, hat er gegen Sturm erstmals Sadio Mane einen Treffer aufgelegt.

1 - Es wird, es wird, lieber Christian Klem! Nach der LAOLA1-Story, dass der Linksverteidiger von Sturm-Graz jener Spieler mit den meisten Bundesliga-Spielen ohne Torerfolg ist, nähert er sich dem gegnerischen Gehäuse immerhin ein wenig an - gegen Salzburg gelang ihm sein erster Saison-Assist.

1 - Admiras Stefan Schwab trat bereits zu seinem fünften Elfmeter in dieser Saison, vergab jedoch erstmals.

3 - Tag der Joker bei Admira gegen Rapid! Alle drei Treffer wurden durch Wechselspieler erzielt - zwei Mal durch Benjamin Sulimani, ein Mal durch Terrence Boyd.

3 - Dominik Wydra bereitete drei der letzten sechs Rapid-Treffer vor. Auch er war in der Südstadt übrigens ein Joker.

5 - Salzburgs Andre Ramalho - Verteidiger wohlgemerkt - erzielte sein bereits fünftes Saisontor. Erstmals war der Brasilianer von außerhalb des Strafraums erfolgreich.

9 - Der Ausschluss von Zeljko Djokic war der bereits neunte eines Wacker-Spielers in der laufenden Saison - kein anderes Team musste soviele Platzverweise hinnehmen.

21 - Soviele Eckbälle wie im Spiel zwischen dem SV Grödig und dem Wolfsberger AC gab es in dieser Saison noch nie.

24 - 24 Jahre und 169 Tage betrug das Durchschnittsalter der Startelf von Austria Wien. Damit sah Trainer Nenad Bjelica in seinem letzten Spiel für den Meister zwar relativ alt aus, trotzdem war es die jüngste Austria-Elf seit 18. Dezember 2011.

33 - Am 22. Geburtstag ein Tor nach 33 Sekunden? Nice! Neue Aufgabe an Grödigs Stefan Nutz: Am 33. Geburtstag nach 22 Sekunden treffen. Aufgrund des Abgangs von Goalgetter Philipp Zulechner ist der Steirer mit sechs Saisontreffern inzwischen übrigens der erfolgreichste Torschütze im Aufgebot der Salzburger.

70 - 70 Prozent der Gegentreffer kassierte Austria Wien in dieser Saison nach der Pause.

100 - Stipe Vucur hat 2014 zwei Torschüsse abgegeben und damit auch zwei Treffer für den FC Wacker Innsbruck erzielt.

2541 - Soviele Tage lagen zwischen dem ersten und dem zweiten Bundesliga-Tor von Marco Perchtold, der damals für den GAK und aktuell für den SV Grödig spielt.

Torschüsse, Torschuss-Vorlagen, Zweikämpfe, Pässe, Ballkontakte - die Arbeitsnachweise aller eingesetzten Spieler findest du hier im Stat-Check!

So habt ihr in den Spielberichten der Runde abgestimmt (Stand Mo., 14:30 Uhr).

DAS AUSTRIA-TRAINER-SPECIAL

Von "Schneckerl" über Coordes und "Schoko" bis Gager. Seit 1990 saßen jede Menge Trainer auf der Betreuerbank der Wiener Austria. Hier gibt es die komplette Übersicht:

DER BLICK INS ARCHIV:

Willkommen zurück in der Bundesliga, Marco Perchtold! Der Grödig-Neuzugang wusste seine Rückkehr gebührend zu feiern. Als Joker stellte er gegen den WAC den 3:0-Endstand her. Der Steirer ist zwar erst 25, musste aber dennoch fast sieben Jahre auf sein 13. Bundesliga-Spiel warten. Zwölf Mal lief er 2006/07 für den GAK auf, ehe seinem Stammverein die Lizenz entzogen wurde. Auch bei den "Roten Teufeln" erwischte er einen Frühstart. Schon im zweiten Bundesliga-Spiel erzielte er gegen Wacker Innsbruck sein erstes Tor - übrigens nach Assist eines gewissen Zlatko Junuzovic...

FRAGE DER RUNDE:

Zuerst einmal zur Auflösung der letzten Frage. Die richtige Antwort lautet: Valentin Hobel, nicht zuletzt bekannt als Paul Scharners Mentalbetreuer, ist "schuld" daran, dass Michael Streiter mit einem weißen Schal auf der Trainerbank sitzt. Wir gratulieren dem User "Ts16", der die richtige Antwort geben konnte.

Die neue Frage: Austrias neuer Trainer Herbert Gager kickte als Aktiver auch in Griechenland für Xanthi. Welche zwei Spieler, die wie er ebenfalls auch in der heimischen Bundesliga aktiv waren, waren dort seine Teamkollegen?

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