Lindner: "2:1 ist besser als 0:0"

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Die Torsperre der Austria in der Bundesliga steht am Sonntag (16.00 Uhr) in Mattersburg auf dem Prüfstand.

Mittlerweile 515 Minuten ohne Gegentreffer sind die Basis für den besten Saisonstart der Wiener seit der Einführung der Dreipunkteregel (1995).

18 Zähler aus sieben Runden mit einem Torverhältnis von 10:1, das war selbst in der bis dato letzten Meistersaison 2005/06 (16 Punkte) nicht gelungen.

Breite Brust

Tormann Heinz Lindner hat seit der 0:1-Heimpleite am 28. Juli gegen Sturm Graz keinen Ball mehr aus dem eigenen Netz fischen müssen. Die Brust des 22-jährigen Oberösterreichers wird Woche für Woche breiter.

Doch Lindner weiß, dass das Ausbauen dieser Marke nur mit entscheidender Hilfe seiner Vorderleute möglich ist.

 "Unsere Erfolgsserie ist ein Zeichen für die gute Defensivarbeit der gesamten Mannschaft", sagte Lindner.

Das Zählen der Minuten ohne Gegentor überlässt der ÖFB-Teamtormann den Fans und Journalisten, für Lindner selbst ist es "schön, aber Nebensache".

"Du kriegst keinen Preis dafür"

"Du kriegst keinen Preis dafür. Siege einfahren ist wichtiger, ein 2:1 ist besser als ein 0:0", erklärte Lindner. In den nächsten beiden Partien könnte auf Lindner und Co. jede Menge Arbeit zukommen.

Nach der Reise zu den heimstarken Mattersburgern ("Das ist kein leichtes Pflaster") steht am 22. September das Match zu Hause gegen Salzburg auf dem Programm.

Einen Schritt weiter

"Wenn wir auch diese beiden Partien gut überstehen, dann haben wir ein starkes erstes Saisonviertel gespielt", meinte Lindner. Der aktuelle Aufwärtstrend tut Lindner und seinen Kollegen nach der verkorksten vergangenen Saison ohne Europacup-Qualifikation besonders gut.

"Natürlich tut das gut. Mit jedem Sieg steigt das Selbstvertrauen, man geht dann ganz anders ins nächste Spiel rein. Ich hoffe, dass wir jetzt nach der Länderspielpause genauso weiter machen."

 Lindner sieht die Austria im Vergleich zu den jüngsten Saisonen einen Schritt weiter.

"Früher haben wir immer gegen die vermeintlich 'Kleinen' Punkte verloren. Heuer dürften wir da einen Schritt weiter sein. Genau in diesen Spielen holst du die Meisterschaft." Der Aufschwung ist für Lindner auch untrennbar mit dem neuen Chefcoach Peter Stöger verbunden.

 "Stöger kann die Mannschaft extrem gut einstellen und sehr gut motivieren. Er findet immer die passenden Worte für den Gegner. Er ist ein lockerer und komoter Typ, der weiß, wann Zeit für Spaß ist und wann er die Zügel enger anziehen muss", meinte Lindner über Stögers Qualitäten.

"Das ist das Werk der ganzen Mannschaft"

Stöger selbst sagte über die Gründe des aktuellen Erfolgslaufs: "Dass wir erst ein Tor kassiert haben, liegt an der Art, wie wir selbst aktiv sind und den Gegner beschäftigen. Wir stören früh, igeln uns nicht hinten ein und beschwören so keine gefährlichen Situationen rund um unseren Strafraum herauf."

Stöger will aber weder Lindner noch die Vierer-Abwehrkette rund um Kapitän Mauel Ortlechner aus dem Kollektiv hervorstreichen. "Das ist das Werk der ganzen Mannschaft, die gemeinsam arbeitet."

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